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Telemedizinische Erstversorgung in der Schweiz: Auf der Suche nach Entlastung

29. Oktober 2021 | Simon Rusch

Die ambulante Medizin in Deutschland steht unter Druck. Der Ärztemangel wächst, die Kosten steigen. In der Schweiz sorgt das sogenannte Telmed-Wahlmodell für Abhilfe. Unumstritten ist dieser Lösungsansatz nicht. Ein Blick ins Nachbarland lohnt sich dennoch.   

Neue Wege für effiziente Arzt-Patienten-Kontakte gesucht

Ambulante Medizin ist ohne den direkten Arzt-Patienten-Kontakt in Praxen nicht vorstellbar. Das wird und soll sich auch in Zukunft nicht ändern. Doch die „personalisierte Medizin“ gerät zunehmend unter Druck. Das erfordert neue Wege für ein effizientes Zusammenbringen von Ärzt:innen und Patient:innen. Dies zeigen lange Wartezeiten bei der Terminvergabe, überfüllte Wartezimmer sowie eine wachsende Anzahl an Haftungsfällen, weil Patientinnen und Patienten zu spät gesehen werden. Zudem fehlen in immer mehr Regionen Ärzt:innen. Experten zufolge sind die gesellschaftlichen Kosten für Wege- und Wartezeiten von Patient:innen in den vergangenen Jahren erheblich gestiegen. Nicht zuletzt steht die finanzielle Stabilität der Krankenkassen auf dem Spiel.

Telemedizinische Angebote entlasten und erfüllen eine neue Erwartungshaltung

Ähnlich erging es auch der Schweiz, wo sich Versicherte nun auch für das Telmed-Wahlmodell entscheiden können. Damit verpflichten sie sich, immer erst eine Telefon- oder Videosprechstunde in Anspruch zu nehmen und sparen durchschnittlich mehr als zehn Prozent ihrer Kassenbeiträge. Das sorgt für Entlastung der ambulanten Medizin und der Krankenkassen. Doch es sind nicht nur die geringeren Kosten, warum sich Schweizer aller Altersgruppen für die Telmed-Option entscheiden. Vielmehr entspricht sie einer neuen Erwartungshaltung, die aus den Erfahrungen aus Homeoffice und Videocalls, aber auch mit konfigurierbaren Dienstleistungen und Produkten entstehen: Hält ein Patient eine Videosprechstunde für ausreichend, möchte er ärztlichen Rat auch ohne Anreise und Wartezeit erhalten können. Auf der anderen Seite nimmt er den Aufwand selbstredend in Kauf, wenn ihm der Arzt zu einer persönlichen Vorstellung rät.

Kosten senken und Freiräume für Akut-Behandlungen schaffen

Ohne Nachteile ist eine strenge Auslegung der verpflichtenden telemedizinischen Erstversorgung nicht. Als Ausgangspunkt für die Suche nach neuen Lösungsansätzen kann das Beispiel Schweiz aber allemal dienen. So gibt es längst auch konkrete Ideen für Deutschland: Einige Branchenbeobachter fordern zum Beispiel, überwiegend telemedizinisch tätige Ärzte als neue Gruppe in die Bedarfsplanung aufzunehmen. Andere empfehlen die Einführung von Quoten für jene Arztgruppen, in denen telemedizinische Angebote besonders sinnvoll sind. Beispielsweise ließe sich regeln, dass mindestens zehn Prozent der hausärztlichen Versorgung bundesweit ausschließlich telemedizinisch stattfinden sollen. Diese Maßnahme könnte helfen, Bedarfe in unterversorgten Regionen zu decken und gleichzeitig Praxen in diesen Regionen zu entlasten. So würden wieder Freiräume für persönliche – auch kurzfristige – Arzt-Patienten-Kontakte entstehen, wo sie wirklich erforderlich sind.

Unkomplizierte Lösungen bewähren sich

Fakt ist: Den Wunsch nach einer effizienteren Ausgestaltung der personalisierten Medizin teilen sich viele Patient:innen und Ärzt:innen. Immer mehr Mediziner bieten daher auch Videosprechstunden an. Bewährt hat sich z. B. die  CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE. Weil sie ohne zusätzliche Software und Geräte auskommt, weil sie intuitiv bedienbar ist und gleichzeitig höchsten Sicherheitsstandards entspricht. Innerhalb von wenigen Stunden nach der Bestellung sind Praxen startklar.

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