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Videosprechstunde in der Praxis – Interview mit Frau Dr. Schulz-Du Bois

29. Juni 2021 | Simon Rusch

„In den Hochzeiten habe ich Dreiviertel der Patienten per Videosprechstunde versorgt.“

Dr. med. Anna Christina Schulz-Du Bois ist Chefärztin der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik in Rendsburg. Sie nutzt CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE bereits seit einigen Monaten. Für uns Grund genug, sie nach ihren Erfahrungen zu fragen.

Guten Tag Frau Dr. Schulz-Du Bois. Kurze Frage: Welche Software ist bei Ihnen derzeit im Einsatz?

Dr. Schulz-Du Bois: Meinen Sie das Krankenhausinformationssystem? Medico.

Was genau sprach für Sie für den zusätzlichen Einsatz von CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE?

Dr. Schulz-Du Bois: Ich wollte als Krankenhausärztin eine Videosprechstunde für meine ambulanten Patienten anbieten. Insbesondere für meine Sprechstunde für Patientinnen mit peripartalen psychischen Erkrankungen fand ich das Angebot interessant, weil sie oft von weit her kommen und es großen Stress für sie bedeutet, hochschwanger oder mit einem Neugeborenen zu mir zu kommen.

Wer nutzt die Anwendung in Ihrer Praxis? 

Dr. Schulz-Du Bois: Mittlerweile wird das Angebot außer von mir auch von den Therapeuten in unserer psychiatrischen Institutsambulanz genutzt. Gerade während der Coronapandemie haben wir es auch bei unseren stationären Patient:innen für Paargespräche oder Angehörigengespräche genutzt.

Wie haben Sie Ihre Mitarbeiter:innen ins Boot geholt? Was würden Sie Kolleg:innen mit eigener Praxis raten, die noch zögern?

Dr. Schulz-Du Bois: Die Kolleg:innen hatten Bedenken, ob sie die Patient:innen in der Videosprechstunde richtig einschätzen können. Ich finde aber, da man ohne Maske kommuniziert, kann ich die Patient:innen sogar besser einschätzen, weil ich die Mimik sehen kann. Außerdem ist es hilfreich, auf diesem Weg auch andere Familienangehörige einbeziehen zu können wie die Ehemänner, Großmütter oder ältere Kinder. Manchmal zeigen die Patient:innen mir auch ihr Zuhause, sodass ich einen Eindruck bekomme, wie sie leben. Es hat sich zwischenzeitlich auch erwiesen, dass die Videosprechstunde besonders geeignet für Alterspatient:innen ist. Die Angehörigen oder ein Betreuer unterstützen dabei und so kann ich den Patient:innen die Aufregung einer Anreise zu mir ersparen und sie in der Häuslichkeit erleben. Das waren überzeugende Argumente für meine Mitarbeiter:innen. Außerdem haben wir besprochen, dass wir keine suizidgefährdeten Menschen über die Videosprechstunde betreuen. Das hat den Kolleg:innen Sicherheit gegeben. Wir machen es in der Regel so, dass wir den Patient:in zu Beginn der Behandlung einmal persönlich sehen, bevor wir die Videosprechstunde starten.

Integration in den Praxisbetrieb

Wie haben Sie CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE in Ihren Praxisalltag integriert?

Dr. Schulz-Du Bois: Das war sehr unkompliziert. Zu fest vereinbarten Terminen kontaktiere ich die Patient:innen. Die Gespräche sind kürzer als bei persönlichen Besuchen. Ich habe den Eindruck, dass ich fokussierter mit den Patient:innen arbeiten kann. Die Abrechnung über die Krankenkassen war bislang unproblematisch.

Wie viele Videosprechstunden führen Sie durchschnittlich pro Tag durch?

Dr. Schulz-Du Bois: Da ich hauptberuflich als Chefärztin eine Klinik leite, ist mein Anteil an ambulanten Patienten recht klein. Ich habe ein bis zwei Nachmittage in der Woche Ambulanz und setze die Videosprechstunde bei circa einem Drittel meiner Patient:innen ein. Dies wurde durch die Coronapandemie natürlich befördert und in den Hochzeiten habe ich Dreiviertel der Patient:innen per Videosprechstunde versorgt.

Für welche „Fälle“ eignet sich die Videosprechstunde besonders gut?

Dr. Schulz-Du Bois: In der Psychiatrie würde ich sagen, dass es für Alterspatient:innen und immobile Patient:innen ein gutes Angebot ist. Meine Mutter-Kind-Sprechstunde ist in der Psychiatrie ein Spezialfall und sehr geeignet. Aber auch für andere Patient:innen ist die Videosprechstunde sehr geeignet, weil es eine Zeitersparnis für sie bedeutet. Es hängt immer auch von den Patient:innen ab, ob sie sich diesen Kommunikationsweg zutrauen. Die meisten Patient:innen sind aber von dieser Möglichkeit sehr begeistert. Von unseren sehr schwer kranken Patient:innen mit Psychosen wird das Angebot allerdings nicht sehr gerne angenommen. Für sie ist wohl der persönliche Kontakt zu ihrem Behandler doch sehr wichtig.

Vielen Dank für Ihre Zeit, Frau Dr. Schulz-Du Bois. Wir wünschen Ihnen alles Gute in der aktuellen Situation und werden Sie mit CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE auch weiterhin nach Kräften unterstützen.

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