Der CGM Health Assistant besteht aus spezialisierten, miteinander kombinierbaren KI-Skills. Er ist dabei eine langfristige Vision, die schrittweise umgesetzt wird.
Aktuell werden einzelne, spezialisierte Skills entwickelt, die von jedem Krankenhausinformationssystem (KIS) genutzt werden können. Jeder Skill übernimmt eine konkrete Aufgabe – gemeinsam bilden sie ein lebendiges, flexibles Assistenzsystem, entlang der Krankenhaus-Journey.
Neben allgemeinen Anwendungstipps bindet der Chatbot – auf Basis berechtigter Zugriffe – klinikinterne, nicht öffentliche Informationen ein. Dadurch erhalten Patientinnen und Patienten präzise, einrichtungsspezifische Antworten zu ihrem individuellen Aufenthalt, etwa zu Abläufen (Aufnahme, Entlassung), Besuchsregelungen oder den Services Ihrer Klinik.
Mehrwerte:
In Venedig entsteht derzeit parallel zu den neuen KI-Lösungen ein von CGM initiierter eHealth-Tech-Campus für kooperative Forschung an innovativen medizinischen Anwendungen und KI. Ziel ist es, internationale Talente zu vernetzen und die Patientenversorgung weltweit nachhaltig zu verbessern.
CGM MARE steht für eine neue Generation datengestützter Versorgungsforschung und fördert digital-souveräne KI im europäischen Gesundheitswesen auf Basis eines europäischen Gesundheitsdatenraums.
Im Gesundheitswesen braucht KI mehr als Leistungsfähigkeit – sie braucht Verantwortung. Deshalb entwickelt CGM KI-Lösungen, die höchsten medizinischen, ethischen und gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Bei der Entwicklung von Produkten mit KI-Komponenten werden die Anforderungen des AI Acts (AI Act ((EU)2024/1689) berücksichtigt und erfüllt. Grundlage dafür ist ,die sogenannte CGM AI Governance, eine Sammlung von Richtlinien, Grundsätzen und SOPs (Standard Operating Procedures). Maßnahmen zur Risikoeinstufung von KI-Produkten nach AI Act sind ebenso Teil der CGM AI Governance. Wir verfolgen dabei einen standardisierten Ansatz, um die Einhaltung der Anforderungen der EU-Verordnung 2024/1689 (AI Act) z. B. Transparenz, Kontrolle, Risikoüberwachung sicherzustellen.
Das bedeutet konkret:
Der CGM Health Assistant ist kein Universalassistent, sondern eine Sammlung spezialisierter, in das KIS integrierter KI-Skills, die gezielt für klinische Prozesse entwickelt wurden. Die Modelle arbeiten auf Basis strukturierter Krankenhausdaten aus dem KIS und sind damit auf medizinische und administrative Abläufe ausgerichtet, nicht auf allgemeine Internetinhalte.
Ja. Die Skills sind modular aufgebaut und lassen sich schrittweise aktivieren. Ein Krankenhaus kann beispielsweise zunächst nur die Dokumentationsunterstützung einsetzen und zu einem späteren Zeitpunkt weitere Funktionen hinzufügen - ohne Systembrüche oder Neuimplementierungen.
Die KI-Unterstützung richtet sich nicht nur an Ärztinnen und Ärzte, sondern auch an Pflegefachkräfte und perspektivisch administrative Mitarbeitende. Je nach aktiviertem Skill entstehen Entlastungen etwa bei der klinischen Dokumentation, der Kodierung, Datenübersicht oder der Kommunikation - also dort, wo heute viel Routineaufwand entsteht.
Die Verarbeitung klinischer Daten durch KI-Systeme unterliegt strengen regulatorischen Anforderungen. CGM entwickelt seine KI-Lösungen nach den Grundsätzen des europäischen Datenschutzrechts.
Klassische Module führen klar definierte Prozessschritte aus. Ein KI-Skill hingegen versteht sprachlichen Kontext, kann unstrukturierte Eingaben interpretieren und gibt situationsangepasste Vorschläge — zum Beispiel beim Formulieren eines Arztbriefs auf Basis vorliegender Befunddaten. Das macht ihn flexibler, aber auch erklärungsbedürftiger als herkömmliche Automatisierungen.
CGM übernimmt die technische Integration und Konfiguration. Das Klinikpersonal benötigt dafür keine speziellen KI-Kenntnisse. Im Mittelpunkt steht eine praxisnahe Einarbeitung in die Nutzung der jeweiligen Skills im klinischen Alltag. CGM arbeitet dafür eng mit den Datenschutzbeauftragten sowie den Mitarbeitenden aus Quality Assurance und Regulatory Affairs der einzelnen Kliniken zusammen. Der Rollout wird durch Schulungen und kontinuierlichen Support von CGM begleitet.
Der Alltag in Kliniken ist geprägt von Dokumentationslast, Informationsflut und komplexen Prozessen.
Regulatorische Vorgaben führen dazu, dass Ärzte und Pflegekräfte viel Zeit mit dem KIS verbringen und dadurch weniger direkt mit Patienten arbeiten können. Dies beeinträchtigt nicht nur die Zufriedenheit und Prognosen der Patienten, sondern auch die Arbeitszufriedenheit des Personals, das oft frustriert ist.
Studien zeigen, dass bis zu 45 % der Arbeitszeit für die Arbeit im KIS aufgewendet wird. Würde sich das Personal stärker auf die Patienten konzentrieren können, ließen sich Versorgung und Behandlungsqualität verbessern, mehr Patienten betreuen und die Personalfluktuation senken. Genau hier setzt der CGM Health Assistant an – mit intelligenten Assistenzfunktionen, die Routinearbeit übernehmen und für Entlastung sorgen.
Als ein intelligentes Agentensystem sollen die Assistenten künftig automatisch erkennen, welche Skills im jeweiligen Kontext benötigt werden. Dafür entsteht eine neue, innovative Benutzeroberfläche, die flexibel Sprache, Text, grafische Elemente oder die klassische KIS-Oberfläche zur Interaktion ermöglicht.