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GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz: Was jetzt für Ihre Praxis zählt

19. August 2026
Tippende Hände eines Arztes auf einer Tastatur.
 

Effizienz, Transparenz, Flexibilität: Wie digitale Praxisorganisation wirtschaftlichen Druck abfedert

Zum 30. Juli 2026 sind die ersten Regelungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes in Kraft getreten, weitere wesentliche Schritte folgen zum 1. Januar 2027. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) spricht von einem „Spardiktat ohne strukturelle Reformen“ und davon, dass „das finanzielle Fundament der ambulanten Versorgung erodiert“. Für Vertragsarztpraxen bedeutet das: steigender wirtschaftlicher Druck bei gleichzeitig wachsender Versorgungsleistung – und damit rücken effiziente Praxisorganisation und digitale Unterstützung noch stärker in den Fokus.

Was heißt das konkret für Ihre Praxis?

  • Weniger finanzieller Spielraum, mehr Effizienzdruck
    Sparmaßnahmen und Honorardruck erschweren Investitionen in Personal und Infrastruktur. Gleichzeitig müssen Abläufe stabil und effizient bleiben, um Patientinnen und Patienten weiterhin gut versorgen zu können.
  • Hoher Informations- und Entscheidungsdruck
    Viele Praxen prüfen aktuell ihre strategische Ausrichtung – von Leistungsangebot und Sprechstundenorganisation bis hin zur digitalen Ausstattung. Ziel: Mit vorhandenen Ressourcen möglichst viel Versorgungsleistung wirtschaftlich tragfähig erbringen.
  • Ambulante Versorgung unter Druck
    Laut KVWL sehen einzelne Fachbereiche – etwa die ambulante Radiologie – im Zusammenspiel von GKV-Spargesetz, Leistungsprüfungen und einer möglichen neuen Absenkung des technischen Leistungsanteils (bzw. Abwertung technischer EBM-Leistungen) einen Endpunkt der vertragsärztlichen Tätigkeit.

Das zeigt: Praxisorganisation und Praxis-IT werden zu zentralen Stellschrauben, um die ambulante Versorgung zu sichern.

Darauf sollten sich Praxen jetzt vorbereiten:

  • Prüfen Sie, welche Leistungen Ihrer Praxis künftig budgetiert werden.
  • Beobachten Sie die Umsetzung der neuen Vergütungsregelungen durch den Bewertungsausschuss.
  • Planen Sie mögliche Auswirkungen auf Ihre Honorarentwicklung frühzeitig ein.
  • Halten Sie Ihre Praxissoftware stets aktuell, damit gesetzliche Änderungen und neue Abrechnungsregeln rechtzeitig umgesetzt werden.

Ausblick 2028: Das kommt als Nächstes

Auch über 2027 hinaus sieht das GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz weitere Änderungen vor, auf die sich Praxen frühzeitig einstellen sollten:

  • Familienversicherung: Für familienversicherte Ehegatten bzw. Lebenspartner ohne kleine Kinder wird ein Beitragszuschlag von 2,5 % eingeführt.
  • Mitwirkungspflichten: Versicherte müssen künftig erweiterte Melde- und Nachweispflichten erfüllen; der GKV-Spitzenverband entwickelt hierfür ein bundeseinheitliches Verfahren.
  • Teilkrankschreibung: Eine neue Teil-Arbeitsunfähigkeit (25 %, 50 % oder 75 %) mit entsprechendem Teilkrankengeld wird eingeführt. Die konkrete Ausgestaltung ist noch offen, da der G-BA hierzu noch Details festlegen muss.
  • Bundeszuschuss: Der Bundeszuschuss zur GKV wird auf 1,55 Mrd. € abgesenkt – geringer als eine ursprünglich befürchtete stärkere Kürzung.
  • Pflegeentlastende Maßnahmen: Statt vollständig gestrichen zu werden, werden die entsprechenden Mittel 2027/2028 in reduziertem Umfang fortgeführt.

Gerade bei Teilkrankschreibung und erweiterten Mitwirkungspflichten entsteht zusätzlicher administrativer Aufwand für Praxen – ein weiterer Grund, frühzeitig auf eine aktuelle und anpassungsfähige Praxissoftware zu setzen.

Was bedeutet das für Ihre Praxissoftware?

Viele Änderungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes wirken sich unmittelbar auf die Abläufe in der Praxis aus. Dazu gehören unter anderem neue Abrechnungsregeln, geänderte Vergütungsbestimmungen sowie künftige Dokumentations- und Nachweispflichten. Eine aktuelle Praxissoftware hilft dabei, gesetzliche Änderungen fristgerecht umzusetzen, Abrechnungsfehler zu vermeiden und Praxisteams im Arbeitsalltag zu entlasten.

Wie CGM Sie dabei unterstützt

Als Hersteller von Praxissoftwarelösungen und KI-basierten Modulen sehen wir drei zentrale Handlungsfelder für Ihre Praxis: Effizienz, Transparenz und Flexibilität.

1. Effizienz im Praxisalltag steigern

  • Ihre CGM-Praxissoftware CGM MEDISTAR, CGM ALBIS, CGM TURBOMED, CGM M1 PRO, DATA VITAL, CGM PRAXIS unterstützt Sie dabei, Abläufe zu verschlanken:
    Strukturierte Workflows für Anmeldung, Behandlung, Dokumentation und Abrechnung innerhalb der CGM-Praxissoftware helfen, Zeitverluste zu vermeiden und Routineprozesse zu standardisieren.
  • CGM KI-Modullösungen für den Alltag in der Praxis:
    • TelefonAssistent: Entlastet das Praxistelefon, übernimmt standardisierte Anfragen und reduziert Wartezeiten für Patientinnen und Patienten.
    • DokuAssistent: Unterstützt bei der medizinischen Dokumentation, verkürzt Schreibzeiten und schafft mehr Zeit für medizinische Tätigkeiten.
    • Digitaler Check-In: Patienten erfassen Daten bereits vor dem Termin, Wartezimmer-Prozesse werden verkürzt.
    • VideoSprechstunde: Ergänzt die Vor-Ort-Behandlung und ermöglicht flexible Versorgungsangebote.
    • AmbulApps: Digitale Unterstützung für ambulante Behandlungs- und Verlaufsdokumentation.
    • OnlineTerminbuchung: Entlastet die Rezeption, reduziert Telefonaufkommen und ermöglicht eine bessere Steuerung von Patientenströmen.

Gerade unter den Bedingungen des GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetzes kann jede eingesparte Minute und jeder stabilisierte Prozess zur Entlastung beitragen.

2. Transparenz über wirtschaftliche Auswirkungen

Mit Auswertungs- und Controlling-Funktionen wie z. B. den kostenfreien CGM BenchMarks in der CGM-Praxissoftware können Sie:

  • Leistungs- und Abrechnungsdaten gezielt analysieren
  • die wirtschaftlichen Auswirkungen gesetzlicher Änderungen auf Ihre Praxis besser einschätzen
  • frühzeitig Handlungsbedarf erkennen (z. B. Terminmanagement, Leistungsportfolio, Personaleinsatz)

So behalten Sie auch bei sich verändernden Rahmenbedingungen den Überblick über die wirtschaftliche Situation Ihrer Praxis.

3. Flexibel auf neue Vorgaben reagieren

Gesetzliche Veränderungen betreffen oft auch Dokumentations- und Abrechnungsprozesse. Unsere Lösungen sind darauf ausgelegt, schnell auf neue Vorgaben reagieren zu können:

  • Anpassungen in der Praxissoftware (z. B. Formulare, Abrechnungslogiken, Dokumentationsanforderungen)
  • Erweiterung um KI-Module, wenn sich Versorgungsformen oder Patientenkommunikation verändern
  • Integration digitaler Services wie Online-Terminbuchung und Online-Check-In 
    zur besseren Steuerung der Nachfrage in Ihrer Praxis.

Weiterführende Informationen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

KVWL-Vorstandsbrief
KVWL-Vorstand informiert Mitglieder über die Auswirkungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes
Kompakte Einschätzung der KVWL zu den finanziellen Auswirkungen des Gesetzes auf die ambulante Versorgung und Vertragsarztpraxen.

KVWL „Praxis intern
KVWL kompakt + praxisintern Juli 2026
Zusätzlicher Hintergrund aus Sicht der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte, inklusive Stimmen aus der Praxis.

KBV-Informationsseite zum GKV-Spargesetz
KBV - GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Überblick über die Regelungen, Auswirkungen auf den Praxisalltag sowie Materialien zur Information Ihrer Patientinnen und Patienten.

KBV-Stellungnahme zum Beitragssatzstabilisierungsgesetz
Stellungnahme der KBV zum Regierungsentwurf eines GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes
Detaillierte Analyse und politische Einordnung des Gesetzes durch die KBV für alle, die tiefer einsteigen möchten

Wir halten für Sie alle gesetzlichen Vorgaben im Blick – damit Ihre Praxis effizient läuft.

Wir beobachten die gesetzlichen Entwicklungen laufend und berücksichtigen sie bei der Weiterentwicklung von CGM MEDISTAR, CGM ALBIS, 
CGM TURBOMED, CGM M1 PRO, DATA VITAL, CGM Praxis sowie unseren KI-Modullösungen. Unser Ziel: Sie bestmöglich dabei zu unterstützen, Ihre Praxis auch unter den Rahmenbedingungen des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes effizient, wirtschaftlich und patientenorientiert zu führen.

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