Seit April 2026 begleitet das CGM PATIENTENPORTAL Reha die Patientinnen und Patienten der Berolina Klinik in Bad Oeynhausen durch ihren Reha-Aufenthalt – digital, papierarm und mit einem Zuspruch, der selbst das Projektteam überrascht hat.
280 Betten, drei Fachrichtungen – Psychosomatik, Orthopädie, Verhaltensmedizinische Orthopädische Rehabilitation (VOR)– und ein Patientenwunsch, der sich in den Lob- und Kritikbögen der Klinik häufte: ein Patientenportal. Schon seit 2021 sichtete die Berolina Klinik deshalb den Markt, ließ sich Lösungen vorstellen und verglich Anbieter. Am Ende überzeugte CGM, nicht zuletzt, weil die Klinik bereits mit dem CGM REHA-KIS arbeitete und die Zusammenarbeit von jeher gut lief. Als der ursprünglich betrachtete Anbieter m.Doc in der CGM Gruppe aufging, war das für die Klinik endgültig der Startschuss.
Vor dem Go-Live im April 2026 durchlief das Projekt eine sorgfältige Vorbereitungsphase, von der Beauftragung über einen Kick-off mit rund 14 Abteilungsleitungen bis zum Start mit einem ersten Modul: der Therapieplanung. Der Plan existiert technisch in CGM REHA GTP und wird nun ergänzt durch die Darstellung in der App. Weitere Module folgen schrittweise.
Das Ergebnis übertraf die eigenen Erwartungen der Berolina Klinik: Im Schnitt zählt die Klinik seit dem Start rund 120 aktive Nutzerinnen und Nutzer, quer durch alle Altersgruppen.
Ein Patientenportal funktioniert nur, wenn es auch genutzt wird. Deshalb investierte die Berolina Klinik von Anfang an in ein durchdachtes Onboarding: Mit der Terminzusage erhalten Patientinnen und Patienten ein Einladungspaket per Post: Anschreiben, leicht verständliche Informationen, QR-Code zum App-Download und Zugangsdaten für den ersten Login sowie ein eigens entwickelter Info-Flyer. Ergänzt wurde das Angebot durch eine gemeinsame App-Sprechstunde mit CGM direkt vor Ort in den ersten beiden Wochen.
Das Ergebnis überraschte selbst das Projektteam: kaum Rückfragen, kaum technische Probleme und eine außergewöhnlich hohe Nutzungsquote. Rund 95 Prozent aller Patientinnen und Patienten starteten problemlos mit der App. Bei Bedarf greift zusätzlich ein einfaches Sicherheitsnetz aus Feedback-Mailadresse an die IT und Rezeption als erster Anlaufstelle, beide werden jedoch, entgegen der ursprünglichen Erwartung des Teams, kaum in Anspruch genommen.
Wenig bis keine Rückmeldungen sind eigentlich immer gute Rückmeldungen. Wenn man nichts hört, dann läuft es gut.
Obwohl bislang nur ein einziges Modul aktiv ist, zeigen sich die Vorteile bereits deutlich. Die Klinik profitiert von spürbar weniger gedruckten Terminplänen, jederzeit aktuellen Therapieplänen, mehr Transparenz für Patientinnen und Patienten, geringerem organisatorischem Aufwand und einem überraschend niedrigen Supportbedarf. Nicht zuletzt zahlt sich das Portal auch nach außen aus: Im Wettbewerb der Reha-Kliniken ist es ein klares Signal moderner Patientenorientierung.
Technisch hielt sich der Aufwand für die Klinik in Grenzen: Die Hauptarbeit übernahm CGM im Hintergrund, während sich das Team der Berolina Klinik vor allem auf Tests und Feedback konzentrierte – etwa, indem es Testpatienten zur Verfügung stellte und neue Funktionen ausprobierte, sobald sie umgesetzt waren. Die Klinik selbst stellte im Wesentlichen die Hardware für den Proxyserver als Schnittstelle zur Cloud bereit; alles Weitere übernahmen die Techniker auf beiden Seiten.
In regelmäßigen Austauschterminen blieb der Informationsfluss dabei durchgehend eng: Rückmeldungen kamen schnell, Anpassungen wurden zeitnah umgesetzt und direkt wieder getestet. Genau dieses eingespielte Zusammenspiel aus klaren Zuständigkeiten und kurzen Wegen machte die Umsetzung aus Sicht der Klinik besonders angenehm.
Man kann es nicht anders sagen, das war wirklich sehr gut. Wir haben unseren Part beigetragen, das Gros hat CGM zuverlässig aus dem Hintergrund orchestriert.
Die Roadmap der Berolina Klinik ist bereits gut gefüllt. Die eigenen Gesundheitsmedien – Achtsamkeitsübungen und progressive Muskelentspannung, bisher auf CD verteilt, ist seit dem 22. Juli 2026 vollständig über die App verfügbar. Auch Frage- und Checklistenbögen stehen auf dem Plan: Der umfangreiche Aufnahmefragebogen liegt bereits ausfüllbar als PDF in der App vor und soll künftig automatisch und bereits ausgefüllt in die Fallakte zurückfließen. Mittelfristig soll auch der Austausch von Dokumenten wie Arztberichten oder Röntgenbildern über die App laufen, aktuell erreichen diese die Klinik noch per E-Mail. Ein Wunsch an CGM bleibt zudem offen: Terminänderungen sollen künftig zu festen Uhrzeiten statt in Echtzeit gepusht werden, damit Patientinnen und Patienten seltener zum Smartphone greifen müssen.
Die Berolina Klinik zeigt, wie Digitalisierung im Reha-Alltag gelingt: nicht als isoliertes Projekt, sondern als intelligent verzahntes Zusammenspiel einzelner Bausteine. Das CGM PATIENTENPORTAL Reha ergänzt das seit Jahren etablierte CGM REHA-KIS nahtlos und schafft einen durchgängigen Informationsfluss zwischen Klinik und Patient. Therapiepläne, Dokumente und künftig auch Formulare oder Gesundheitsangebote greifen ineinander, ohne Medienbrüche, ohne doppelte Datenhaltung.
Genau darin liegt die Stärke der CGM-Lösungswelt: Einzelne Anwendungen entfalten ihren größten Mehrwert nicht isoliert, sondern als Teil eines wachsenden digitalen Ökosystems, in dem sich bestehende Investitionen sinnvoll erweitern und neue Funktionen Schritt für Schritt ergänzen lassen. Für die Berolina Klinik ist das Patientenportal deshalb mehr als ein Digitalisierungsprojekt – es ist eine zukunftssichere Plattform, die mit den Anforderungen der Klinik mitwächst.