Das Softwareunternehmen CompuGroup Medical und der Digital-Health-Anbieter Caspar Health haben auf dem Reha-Kolloquium 2026 in Leipzig eine Entwicklungspartnerschaft bekanntgegeben. Ziel ist es, digitale Therapie- und Nachsorgeprozesse enger mit klinischen Abläufen zu verzahnen und die Anbindung an bestehende Systemlandschaften weiter auszubauen.
Im Fokus der Zusammenarbeit steht eine standardisierte Integration der Systeme beider Hersteller, mit der relevante Informationen zwischen dem Krankenhausinformationssystem (KIS) CGM Reha und der digitalen Therapieumgebung von Caspar Health strukturierter ausgetauscht werden können. So sollen manuelle Übergaben reduziert, Abläufe vereinfacht und die Anschlussfähigkeit digitaler Versorgung im Klinikalltag verbessert werden.
Für Rehakliniken ist dies vor allem dort relevant, wo digitale Therapieangebote, Dokumentation und organisatorische Prozesse heute noch in verschiedenen Systemen stattfinden. Eine engere Verzahnung soll dazu beitragen, Informationen zum richtigen Zeitpunkt verfügbar zu machen und Mitarbeitende im Alltag spürbar zu entlasten und Patientinnen und Patienten bei gleichbleibender Qualität effizienter zu versorgen.
Entlang der Patientenreise eröffnet die Zusammenarbeit neue Möglichkeiten: Von der Vorbereitung vor dem Aufenthalt bis zur Fortsetzung der Therapie nach der Entlassung ist das Ziel, eine bessere Verbindung zwischen klinischer Versorgung und digitaler Weiterbehandlung zu schaffen.
Für Caspar Health ist die Partnerschaft Teil seines offenen Interoperabilitätsansatzes. Das Unternehmen mit Sitz in Berlin arbeitet daran, digitale Therapie sinnvoll in bestehende Kliniksysteme einzubinden und so gemeinsam mit etablierten Partnern den praktischen Nutzen für Kliniken und Patientinnen und Patienten zu erhöhen.
„Die Lösung von Caspar Health erzeugt wertvolle Daten u.a. über den Therapieverlauf und den Fortschritt von Patientinnen und Patienten, und unser Ziel ist es, diese Daten dort verfügbar und damit digitale Therapie dort wirksam zu machen, wo Kliniken schon heute arbeiten: in ihren bestehenden Prozessen und KIS-Strukturen“, sagt Mathias Seebeck, Co-CEO von Caspar Health.
„Wenn wir Patientinnen und Patienten schon vor dem Aufenthalt digital einbinden und sie auch in der Nachsorge eng begleiten, entsteht eine durchgängig digitale Betreuung vom Erstkontakt bis zum Abschluss der Therapie. Das stärkt Sicherheitsempfinden und Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig gewinnen die Kliniken deutlich an Effizienz, weil alle relevanten Informationen strukturiert und medienbruchfrei in CGM REHA fließen“, erläutert Bernhard Calmer, Area Vice President Business Development HIS DACH bei CGM.