Wie sieht die Apotheke der Zukunft aus? Welche Chancen eröffnen Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und neue Versorgungsmodelle? Und was bedeutet das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz für Apotheken? Fragen, die am 20.- 21. Mai 2026 mehr als 120 Vertreterinnen und Vertreter aus Apotheke, Medizin, Politik und Gesundheitswirtschaft in Berlin beim AByou Future.Lab zusammenbrachten. CGM LAUER-General Manager Ulf Hönick war als Panelteilnehmer zum Themenkomplex digitale Transformation eingeladen. Seine Botschaft: Versorgung stärken statt Versorgung überfordern.
Als Diskussionspartner zur Frage, wie eine zukunftsfähige Infrastruktur aussehen muss und welche Chancen KI für die Gesundheitsversorgung bieten kann, machte Ulf Hönick deutlich, worum es beim Einsatz moderner Technologien geht: nicht um technische Innovation als Selbstzweck, sondern um konkrete Unterstützung für diejenigen, die Versorgung täglich leisten. Er verwies dabei auf die realen Herausforderungen der Vor-Ort-Apotheken: Fachkräftemangel, steigende Morbidität, komplexere Therapien, Lieferengpässe und eine Informationsdichte, die ohne digitale Unterstützung kaum noch beherrschbar ist. Hier müssen KI-gestützte digitale Systeme Apothekenteams effektiv entlasten, Prozesse vereinfachen und Zeit für persönliche Beratung schaffen
CGM LAUER hat Künstliche Intelligenz in ein nachhaltiges medizinisches Assistenzsystem mit hoher Verantwortung übersetzt, das auf gesicherten und qualitätsgeprüften Informationen basiert. Dazu Ulf Hönick:
„Für uns ist KI ohne kuratiertes Fachwissen wie ein Apotheker ohne Fachliteratur. Unsere Systeme arbeiten ausschließlich auf geprüften Wissensbeständen und selbstverständlich nicht auf zufälligen Internetquellen.“
Entscheidend seien sichere Datenstrukturen, nachvollziehbare Quellen und eine tiefe Integration in die Arbeitsabläufe der Apotheke. Etwa bei:
Gerade im Bereich der Informationsbeschaffung und Bürokratie kann KI einen enormen Unterschied machen, erklärte Hönick:
„In der Apotheke geht es um schnellen kompetenten Service. KI hilft uns, aus tausenden Seiten Fachinformationen in Sekunden die relevanten fünf Sätze zu finden.“
Gleichzeitig könne KI dabei helfe, administrative Prozesse spürbar zu entlasten:
„Jede Minute, die wir nicht mit Formularen verbringen müssen, können wir in Beratung und klinischen Mehrwert investieren. KI kann uns einen Teil dieser Zeit zurückgeben.
Neben technologischen Fragen richtete sich der Blick beim AByou Future.Lab auch auf die politischen Rahmenbedingungen. Das beherrschende Thema vieler Gespräche: Das Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz. Von vielen Teilnehmenden als wichtiges Signal für die Zukunft der Vor-Ort-Apotheken gesehen, weckte das Gesetz neben einem positiv gestimmten Aufbruchs-Gefühl auch eine klare Erwartungshaltung: Gesundheitspolitische Impulse müssen nun konsequent in praktikable und alltagstaugliche Strukturen übersetzt werden.
Es bleibt entscheidend, wie digitale Prozesse, regulatorische Anforderungen und Versorgungsrealität künftig sinnvoll miteinander verbunden werden.
Für CGM LAUER steht weiterhin fest: Die Apotheke vor Ort bleibt in einer zunehmend digitalisierten Welt ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung.
Das AByou Future.Lab 2026 hat gezeigt, wie groß der Wunsch nach konstruktivem Austausch innerhalb des Gesundheitswesens ist. Die Teilnahme war für CGM LAUER deshalb weit mehr als ein Branchenauftritt; sie war ein klares Bekenntnis zur Zukunft der Vor-Ort-Apotheke. Zum Abschluss betonte Ulf Hönick:
„Wenn wir die technisch, regulatorisch und organisatorisch richtige Infrastruktur schaffen kann KI helfen, unser Gesundheitssystem resilient zu machen. Unsere Aufgabe als Industrie ist es, sichere, integrierte Systeme zu liefern. Die Aufgabe der Politik ist es, die Rahmenbedingungen zu setzen. Ganz klar bleibt die Verantwortung in der Versorgung immer bei den Menschen.“