Die Anforderungen an moderne Krankenhäuser steigen: hoher Kostendruck, Fachkräftemangel, komplexere Behandlungsverläufe – bei gleichzeitigem Anspruch an eine hohe Versorgungsqualität und hohe Patientenzufriedenheit. Der Schlüssel liegt in einer konsequent digital unterstützten Patient Journey, vernetzten Systemen und dem gezielten Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). CompuGroup Medical (CGM) zeigt, wie sich Krankenhäuser entlang der gesamten Versorgungskette effizienter und zukunftsfähig aufstellen können.
Die Patient Journey beginnt lange vor dem Betreten des Krankenhauses. Mit einem digitalen Patientenportal schafft CGM eine moderne, patientenzentrierte Eingangstür. Patientinnen und Patienten können Termine online vereinbaren, Anamnesebögen im Vorfeld elektronisch ausfüllen und Einwilligungserklärungen digital unterzeichnen. Alle Daten werden papierlos, ortsunabhängig und zeitsparend erfasst und fließen direkt in die nachgelagerten klinischen Systeme ein. Dadurch wird die Aufnahme deutlich entlastet, Wartezeiten werden reduziert und es entsteht von Beginn an eine saubere und vollständige Datenbasis für alle weiteren Behandlungsschritte. Krankenhäuser, die ein solches Patientenportal einsetzen, berichten zudem von spürbar höherer Patientenzufriedenheit – ein Mehrwert, der weit über den reinen Effizienzgewinn hinausgeht.
Im Zentrum der digitalen Versorgung steht das Klinikinformationssystem (KIS) CGM CLINICAL, das als zentrale Informationsplattform für den stationären Versorgungsprozess dient. Es führt sämtliche relevanten Patientendaten strukturiert zusammen und macht diese entlang des gesamten Behandlungsverlaufs verfügbar – von der Aufnahme über Diagnostik, Medikation und Pflegedokumentation bis hin zur Entlassung und zur sektorenübergreifenden Überleitung. CGM CLINICAL ist konsequent prozessorientiert aufgebaut und bildet die Basis für alle weiteren Lösungen im CGM-Portfolio. Statt isolierter Einzellösungen entsteht eine digitale Infrastruktur, in der medizinische, pflegerische und administrative Prozesse eng miteinander verzahnt sind und durchgängig ablaufen.
Ein integraler Bestandteil dieses digitalen Ökosystems ist der CGM HEALTH Assistant, ein KI-Assistent für den klinischen Alltag. Er nutzt unter anderem generative KI, um zeitaufwändige Routineaufgaben zu übernehmen, ohne selbst medizinische Entscheidungen zu treffen. Diktate und Arzt-Patienten-Gespräche, sofern eine Einwilligung vorliegt, werden automatisch in strukturierte Dokumentation überführt; diese Funktion ist als Voice2Docu Assist bekannt. Epikrisen für Arztbriefe werden aus den vorhandenen Patientendaten in Sekunden generiert, ein Skill, der unter Voice2Letter firmiert. Mit Voice2Overview können Fragen zu einzelnen Patienten in natürlicher Sprache gestellt werden, worauf das System kontextbezogene Antworten auf Basis der bereits im KIS vorhandenen Daten liefert, ohne dass langwieriges Suchen notwendig ist.
Der HEALTH Assistant ist modular aufgebaut und kann rollenbasiert für Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonal sowie Verwaltungsmitarbeitende aktiviert werden. Zudem ist er KIS-agnostisch konzipiert, das heißt, er funktioniert nativ in den KIS-Systemen von CGM, lässt sich aber auch in Systeme von Drittanbietern integrieren. Dabei bleibt ein Grundprinzip unverändert: Die KI unterstützt und entlastet im Alltag, trifft jedoch keine eigenständigen klinischen Entscheidungen. Fachliche Bewertungen, Korrekturen und Freigaben liegen stets beim qualifizierten Fachpersonal.
Studien zeigen, dass Ärztinnen und Ärzte bis zu 45% ihrer Arbeitszeit im KIS verbringen. Der CGM HEALTH Assistant setzt genau hier an, indem KI-gestützte Skills Routinearbeit übernehmen und so den Dokumentationsaufwand deutlich reduzieren. Auf diese Weise entsteht mehr Zeit für das, was im Krankenhaus am meisten zählt: die direkte Versorgung von Patientinnen und Patienten. Gleichzeitig sind alle Prozesse MDR-konform (Medical Device Regulation), DSGVO-konform und an den Anforderungen des EU AI Acts ausgerichtet. Innovation und regulatorische Sicherheit werden dadurch eng miteinander verbunden.
Eine exzellente Patient Journey ist nur gewährleistet, wenn Personalbedarf, Qualifikation und Verfügbarkeit sinnvoll zusammenpassen. CGM CLINICAL HRM stellt hierfür eine moderne, webbasierte Dienstplan- und Personaleinsatzplanung zur Verfügung, die sowohl Planungsverantwortliche als auch die Teams deutlich entlastet. Gesetzliche Arbeitszeitregelungen, Qualifikationsanforderungen und individuelle Dienstwünsche werden automatisch berücksichtigt, sodass rechtssichere, bedarfsgerechte Dienstpläne effizient und transparent entstehen.
Pflegekräfte und Ärzteteams können eigene Schichtwünsche einbringen und Dienste untereinander tauschen. Das erhöht die Planungsstabilität, stärkt die Zufriedenheit im Team und reduziert kurzfristige Ausfälle. Ein integriertes Poolmanagement senkt zudem die Abhängigkeit von externer, kostenintensiver Leiharbeit.
CGM CLINICAL HRM setzt darüber hinaus gezielt auf KI, um die Personaleinsatzplanung vorausschauend zu gestalten. KI-gestützte Bedarfsprognosen werden aus KIS-Daten gespeist, etwa aus den geplanten Operationen, den aktuellen Belegungen und typischen saisonalen Schwankungen. So wird aus reaktiven Feuerwehrübungen eine vorausschauende Einsatzplanung. Ein KI-basiertes Frühwarnsystem erkennt drohende Engpässe frühzeitig, schlägt bei Ausfällen automatisch geeignete Vertretungen vor und liefert konkrete Handlungsempfehlungen, bis hin zur Einschätzung, ob zusätzliche Ersatzkräfte erforderlich sind. Dies macht die Personalplanung nicht nur effizienter, sondern auch fairer und stabiler – ein entscheidender Faktor für motivierte Teams und eine sichere Versorgung im Krankenhaus.
Verlässliche Diagnostik bildet die Grundlage jeder Therapieentscheidung im Krankenhaus. CGM setzt für Kliniklabore auf ein abgestimmtes Lösungsensemble, das sowohl die internen Abläufe als auch die Kommunikation mit den klinischen Einheiten optimiert. Das Laborinformationssystem CGM VT steuert und dokumentiert sämtliche Prozesse im Labor: von der Probenannahme über die Analytik bis zur Befunderstellung. Es ist speziell auf die Anforderungen eines Krankenhauslabors ausgelegt und kann exakt auf das jeweilige Leistungsspektrum abgestimmt werden, von der Standardanalytik über die Transfusionsmedizin bis hin zur Mikrobiologie.
Die Brücke zwischen Labor und den behandelnden Einheiten schlägt CGM CHANNEL, ein webbasiertes Order-Entry- und Reporting-Portal. Laboranforderungen aus Stationen, Ambulanzen oder niedergelassenen Praxen erreichen das Labor vollständig digital, fertige Befunde werden in Echtzeit an die Einsender zurück übermittelt. Papierformulare, die verlorengehen können, entfallen ebenso wie manuelle Übertragungsschritte, die Fehler verursachen können. Was früher Stunden dauerte, steht heute nahezu in Echtzeit zur Verfügung und beschleunigt damit Diagnosen, Therapieentscheidungen und letztlich die gesamte Behandlung im Krankenhaus.
Mit der zentralen Probenentnahme unterstützt CGM CHANNEL zudem die digitale Organisation, Durchführung und Dokumentation von Blutentnahmen in einer zentralen Entnahmestelle. Ergänzend ermöglicht die digitale Transfusionserfassung eine strukturierte und nachvollziehbare Dokumentation sämtlicher transfusionsrelevanter Prozessschritte. Das erhöht die Sicherheit und Transparenz und reduziert Medienbrüche im klinischen Alltag.
Medizinische Entscheidungen im Krankenhaus benötigen nicht nur Laborwerte, sondern auch Bilder und Dokumente – und vor allem einen zentralen Ort, an dem all diese Daten strukturiert verfügbar sind. JiveX Healthcare Content Management $ (\text{HCM}) $ von VISUS ist eine Lösung, die sämtliche medizinischen Daten innerhalb einer einheitlichen Plattform konsolidiert. Radiologische Bilder, Endoskopiebefunde, Wundfotos, PDF-Dokumente und weitere medizinische Inhalte werden, unabhängig von ihrem Ursprungsformat, einem Fall oder einer Patientin beziehungsweise einem Patienten zugeordnet und auf einen Blick verfügbar gemacht. Damit entfallen Systemwechsel und Medienbrüche; die Informationen stehen fall- und patientenbezogen in strukturierter Form zur Verfügung.
JiveX HCM ist modular aufgebaut und umfasst vier Kernbereiche. Medical Integration ermöglicht die formatunabhängige Einbindung aller relevanten Datenquellen. Medical Viewing stellt sämtliche Informationen kontextbezogen direkt im Browser dar. Medical Sharing sorgt für einen sicheren und unkomplizierten Austausch der Daten mit externen Zuweisern und Partnern. Medical Archiving garantiert eine herstellerneutrale, revisionssichere Langzeitarchivierung nach gängigen Standards wie DICOM und HL7. Durch die hohe Integrationsfähigkeit in das KIS wird der Kommunikationskreislauf geschlossen: Befunde und Bilder sind direkt im Patientenkontext verfügbar, ohne zusätzliche Systemwechsel und ohne manuelle Übertragungsschritte. Diagnosen werden dadurch beschleunigt, und die Versorgungsqualität verbessert sich im gesamten Krankenhaus.
Die Einführung eines leistungsfähigen KIS ist für Krankenhäuser ein komplexes und ressourcenintensives Vorhaben, zumal jede Einrichtung individuelle Anforderungen mitbringt. CGM begegnet dieser Herausforderung mit Referenzkonfigurationen für CGM CLINICAL, die entlang der zentralen Geschäftsprozesse eines Krankenhauses aufgebaut sind. Dazu gehören die Aufnahme, das Patientenbewegungsmanagement, der stationäre Prozess, das Auftragsmanagement, der OP-Bereich, die Entlassung und die Notfallversorgung.
Der Grundgedanke dieser Referenzkonfigurationen besteht darin, nicht bei jedem Projekt bei null zu beginnen, sondern mit einer bewährten Basislösung zu starten, die aus realen Kundenprojekten destilliert und validiert wurde und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Dadurch werden Projektaufwände und Risiken erheblich reduziert. Individuelle Anpassungen bleiben zwar möglich, erfolgen jedoch gezielt und kontrolliert auf Basis einer strukturierten Delta-Analyse zwischen den Referenzkonfigurationen und den spezifischen Anforderungen des jeweiligen Krankenhauses.
Die Referenzkonfigurationen sind in Ausbaustufen konzipiert. Sie reichen von Lösungen für Häuser der Grundversorgung mit bis zu etwa 300 Betten und typischen Fachbereichen wie Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie und Notfall bis hin zu Konfigurationen für erweiterte Fachbereiche und ein multizentrisches Management. Jede Stufe baut auf der vorherigen auf, schützt bereits getätigte Investitionen und schafft Planungssicherheit für Krankenhäuser, die heute solide einsteigen und morgen wachsen wollen.
Die beschriebenen Lösungen von CGM bilden zusammen ein integriertes Versprechen für Krankenhäuser. Sie reduzieren System- und Medienbrüche, verringern die administrative Last und schaffen mehr Freiraum für die direkte Patientenversorgung. Gleichzeitig tragen sie zu einer höheren Patientenzufriedenheit und besseren Entscheidungsgrundlagen bei, weil durchgängige, strukturierte Daten verfügbar sind. Für Krankenhäuser, die in zukunftsfähige Infrastruktur investieren, ist dieses Zusammenspiel aus KIS, Patientenportal, KI-Assistenten, Labor-, Bildgebungs- und HR-Lösungen nicht mehr nur eine Option, sondern eine strategische Notwendigkeit. Nur wer die Prozesse entlang der Patient Journey konsequent digitalisiert und intelligent vernetzt, kann effizient, resilient und patientenzentriert arbeiten.