Wer heute engagierte, belastbare und motivierte MFA im Team haben möchte, braucht mehr als einen guten Arbeitsvertrag. Die aktuelle Befragung des PKV Instituts zeigt sehr klar: Zufriedenheit entsteht dort, wo Praxen echte Wertschätzung zeigen, Weiterbildung ermöglichen und die Arbeitsbedingungen kontinuierlich verbessern. Genau das macht den Unterschied und entscheidet am Ende darüber, ob MFA bleiben, wachsen und Verantwortung übernehmen.
Die Umfrage zeigt einen positiven Trend: 50,8 % der Befragten bezeichnen sich als zufrieden, 17,3 % sogar als sehr zufrieden. 2022 lagen die Werte noch deutlich darunter. Das ist ein gutes Zeichen. Gleichzeitig ist fast ein Drittel weiterhin unzufrieden. Die Zahl der Kündigungen im Praxisteam stieg sogar von 45 % auf 53 %. Es gibt also weiterhin Handlungsbedarf, um Personal zu sichern und die Arbeitszufriedenheit langfristig zu stärken.
Wertschätzung beginnt nicht mit warmen Worten, sondern mit strukturellen Maßnahmen. Flexible Arbeitszeitmodelle, Homeoffice-Optionen, eine transparente Aufgabenverteilung und klare Verantwortlichkeiten wirken sich unmittelbar auf den Arbeitsalltag aus. Doch bislang bieten weniger als 40 % der Praxen flexible Modelle an. Dabei schafft gerade eine gute Organisation das Gefühl von Fairness und stärkt das gesamte Team.
Weiterbildung ist eines der stärksten Signale von Wertschätzung. 51 % der Befragten fühlen sich in Sachen Fortbildung unterstützt – 2022 waren es erst 36,8 %. Gleichzeitig wünschen sich viele MFA mehr Möglichkeiten zur persönlichen und fachlichen Entwicklung. Denn der Job ist längst kein reiner Assistenzberuf mehr. Er erfordert Entscheidungsfähigkeit, medizinisches Know-how, Organisationstalent und Stressresistenz. Wer hier investiert, stärkt nicht nur die Mitarbeitenden, sondern auch die Stabilität der gesamten Praxis.
Der wertschätzende Umgang im Team hat stark an Bedeutung gewonnen: 65 % erleben inzwischen ein positives Miteinander, deutlich mehr als 2022. Teamevents, Austauschformate und regelmäßige Gespräche stärken die Bindung und schaffen Resilienz im oft herausfordernden Patientenkontakt. Gerade weil viele MFA zunehmende Ungeduld und ein Anspruchsdenken im Praxisalltag erleben, ist Rückhalt durch das Team und die Leitung ein wichtiger Schutzfaktor.
61,5 % der Befragten fühlen sich in der Öffentlichkeit massiv unterschätzt – das ist ein Hauptgrund für Frust. Die fachlichen Kompetenzen von MFA sind vielen schlicht nicht bewusst. Umso mehr kommt es auf Praxen an, die Expertise ihrer Teams sichtbar zu machen und nach innen wie außen klar zu kommunizieren. Ohne qualifizierte MFA läuft in der ambulanten Versorgung nichts.
Weiterbildung ist einer der wichtigsten Faktoren für Zufriedenheit und Bindung. Die kostenfreien Online-Veranstaltungen „MFA-Days“ unterstützen dabei. Sie bieten MFA die Möglichkeit, ihr Wissen gezielt auszubauen, mehr Sicherheit im Umgang mit der Praxissoftware zu gewinnen und ihre Routinen zu festigen. Das signalisiert nicht nur Wertschätzung, sondern erleichtert den Arbeitsalltag spürbar.
Die MFA-Days vermitteln praxisnah genau das, was im täglichen Praxisbetrieb zählt:
• Einführung in die Praxissoftware – verständlich, kompakt und direkt anwendbar.
• Tipps & Tricks – konkrete Hinweise für effizientere Abläufe und mehr Überblick.
• Offene Fragerunde – Austausch mit Expertinnen und Experten für individuelle Unterstützung.
So wird Weiterbildung zum echten Krafttraining: Sie stärkt die MFA, entlastet das Team und verbessert letztlich auch die Versorgung der Patientinnen und Patienten.
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