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Aktionsplan AMTS 2021–2024: Fokus Patient und Nutzung digitaler Technologien

22. Februar 2021 | Julia Girnus
viele Medikamente

Der Aktionsplan AMTS (Arzneimitteltherapiesicherheit) ist die Strategie des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit. Er entstand bereits 2007 und wird von einer Koordinationsgruppe, bestehend aus Vertretern der Ärzte- und Apothekerschaft, der Krankenhäuser sowie Patientenvertretern und BMG-Mitarbeitern, organisiert. In der fünften Fortschreibung der Strategie liegt der Fokus stärker auf der Sensibilisierung des Patienten sowie auf mehr Information zu Arzneimitteln.

42 Maßnahmen sollen Medikationsfehler verringern

Die insgesamt 42 Maßnahmen des Aktionsplans AMTS 2021–2024 haben das Ziel, unterwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW) als Folge von Medikationsfehlern zu vermeiden. Behandlungskosten, die aus Medikationsfehlern resultieren, belasten das Gesundheitssystem – laut dem Aktionsplan – in einer Höhe von ca. 800 Millionen bis 1,2 Milliarden Euro pro Jahr. Diese Zahlen basieren auf Schätzungen gesundheitsökonomischer Analysen. Das BMG gibt an, dass in Deutschland etwa 5 Prozent aller Krankenhausaufnahmen durch unerwünschte Arzneimittelwirkungen verursacht werden. Circa 25 Prozent davon sind zudem vermeidbar. Zur Reduzierung von Medikationsfehlern werden in dem Aktionsplan insbesondere zwei Schwerpunkte gesetzt:

  1. Die Sensibilisierung von Patienten, Ärzten, Apothekern, Hebammen, Pflegern und der Öffentlichkeit
  2. Die Verbesserung der Information über Medikamente, Dokumentation der Arzneimitteltherapie und Messung der AMTS

Sensibilisierung für das Thema

Als Apotheker sind Sie sicherlich für das Thema AMTS bereits sensibilisiert, führen Sie doch häufig AMTS-Checks für Ihre Kunden bereits durch. Ob mit dem PATIENT SAFETY CHECK in WINAPO® oder durch die Erstellung von patientenindividuellen Blistern für Ihre Kunden mit Hilfe von CGM VIVO – es bestehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verringerung von Medikationsfehlern. In der Beratung Ihrer Patienten bzw. der Bereitstellung der patientenindividuellen Blister besteht bereits ein erster Ansatz zur Sensibilisierung Ihrer Patienten. Zusätzlich könnten Sie beispielsweise über kleine Aufklärungsvideos oder Tipps und Hilfen auf Ihrer Homepage oder in den Social Media Ihre Kunden sensibilisieren. Aber auch der Austausch unter den Professionen der Gesundheitsbranche bietet weiteres Potential zur Optimierung der AMTS.

Einsatz digitaler Technologien

Mit den Anwendungen der Telematikinfrastruktur besteht zudem die Möglichkeit, die Arzneimitteltherapie zu verbessern. Beispielsweise mit dem elektronischen Medikationsplan haben sowohl Sie als Apotheke als auch behandelnde Ärzte Zugriff auf die aktuellen Medikationsdaten und Änderungen sind für alle Beteiligten direkt sichtbar. Aber auch der Patient hat so in jedem Fall die aktualisierten Daten zur Hand und kann sich über seine Medikation informieren. Die sektorenübergreifende Kooperation über digitale Wege wird damit als Möglichkeit zur Verbesserung der AMTS eingestuft. Zur Erarbeitung und Empfehlung risikominimierender Maßnahmen sollen zudem Listen von Hochrisikoarzneimitteln für den ambulanten und stationären Bereich erstellt werden. Die AMTS-Forschung und die Einbeziehung ihrer Ergebnisse in die Praxis bildet ein weiteres Handlungsfeld des Aktionsplans.

Der Aktionsplan zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit wurde von der Kooperationsgemeinschaft bereits zum fünften Mal fortgeschrieben und durch das Bundesministerium für Gesundheit kürzlich veröffentlicht.

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