Deutschland

Ausblick 2026: Wohin steuert CGM Reha? Im Gespräch mit Stefan Weinmann.

22. Januar 2026
Reha mobil für Reha-Einrichtungen

Das Jahr 2026 ist da und bringt viel Bewegung mit sich. Grund genug, Stefan Weinmann, Team Lead Product Management CGM REHA, nach seinen Erwartungen und Einschätzungen für dieses Jahr zu fragen. Welche Entwicklungen und Trends prägen in seinen Augen die Rehabilitation 2026?

 

Frage: Stefan, wenn du auf das Jahr 2026 blickst: Was treibt dich persönlich im Bereich REHA besonders um? Welche Entwicklungen, Herausforderungen oder Chancen siehst du für unsere Kundinnen und Kunden in diesem noch frischem Jahr?

Nachdem das Jahr 2025 stark von Security-Themen geprägt war, um unsere Software konsequent an die Anforderungen des BSI anzupassen, werden uns 2026 vor allem die Themen rund um den neuen KTL-Katalog intensiv beschäftigen. Geplant sind unter anderem der Ausbau mobiler Lösungen sowie weitere Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz.
Gerade beim Einsatz von KI sind die Potenziale enorm. Gleichzeitig dürfen jedoch die gesetzlichen Rahmenbedingungen und der verantwortungsvolle Umgang mit sensiblen Patientendaten nicht aus dem Blick geraten. Leider erleben wir immer wieder einen allzu leichtfertigen Umgang mit Patientendaten sowie die Nutzung nicht zertifizierter Lösungen. Hier besteht weiterhin ein klarer Bedarf an Aufklärung und Sensibilisierung.
Um diese innovativen Themen konsequent voranzutreiben, bauen wir unser Team in den Bereichen Entwicklung und Produktmanagement kontinuierlich weiter aus.

 

Frage: Unsere REHA-Kundinnen und - Kunden fragen immer wieder: „Was habt ihr auf der Roadmap für uns?“ – Wie würdest du die wichtigsten Vorhaben für 2026 zusammenfassen? Welche Ziele verfolgen wir damit ganz konkret?

Abgesehen von den gesetzlichen Anforderungen, die uns jedes Jahr begleiten, haben wir für 2026 weitere zentrale Themen geplant. Besonders spannend sind die neuen Entwicklungen unserer mobilen Anwendungen, die in diesem Jahr erstmals bei unseren Kunden im Einsatz sein werden, sowie die Anbindung unserer Tools zur Künstlichen Intelligenz.
Beide Themen werden wir in den kommenden Jahren konsequent weiterentwickeln und damit die Arbeit mit unseren Lösungen nachhaltig verändern.

 

Frage: Ein großes Thema sind die mobilen Lösungen für Therapeuten. Welche Funktionen stehen dabei im Mittelpunkt, und welchen Mehrwert wird sie für das therapeutische Arbeiten im Alltag bieten?

Für die CGM REHA Mobile haben wir konkret drei zentrale Themen geplant:
1. Ablösung des Papierplans
   Therapeutinnen und Therapeuten sollen ihren aktuellen Therapieplan direkt auf 
   dem Tablet einsehen können.
2. Rapporterfassung direkt in der App
    Die Erfassung von Rapporten erfolgt künftig mobil und unmittelbar während der
    Behandlung.
3. Dokumentation der Leistungen in der App
    Therapeutische Leistungen werden direkt in der App dokumentiert – ohne 
    Medienbrüche.
Der Mehrwert liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand. Therapeutinnen und Therapeuten können mobil und direkt am Patienten Termine einsehen, bestätigen und dokumentieren. Der Weg zu einem stationären Rechner in der Klinik entfällt.
Immer online, immer aktuell, ohne Zeitverzug – das steigert sowohl die Behandlungsqualität als auch die Zufriedenheit von Patientinnen, Patienten und Mitarbeitenden.
 

Frage: Auch das Thema Dashboards sorgt für viel Interesse. Worum geht es hier genau, und wie helfen die neuen Übersichten dabei, Prozesse in REHA-Einrichtungen transparenter und effizienter zu machen?

In einem zentralen Dashboard werden wir künftig den vollständigen Überblick über einen Fall darstellen. Dabei setzen wir konsequent auf die Technologie unserer mobilen Lösungen. Das Dashboard wird daher sowohl in der mobilen Version – beispielsweise auf dem iPad – als auch in der Windows-Version am Desktop-Rechner verfügbar sein.

 

Frage: Die Medikation ist ein weiterer zentraler Baustein auf der Roadmap. Welche Verbesserungen oder neuen Möglichkeiten können REHA-Einrichtungen in diesem Bereich 2026 erwarten?

Wir arbeiten kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Medikation im Rahmen der Reha-Prozesse. Eine zentrale Rolle spielt dabei die enge Verzahnung der beteiligten Systeme. Dies gilt selbstverständlich nicht nur für die Medikation, sondern ebenso für weitere G3-Module.
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Funktionen aus dem Krankenhausbereich – insbesondere im Zuge der Anforderungen des KHZG – in das Medikationstool eingeflossen. Davon profitieren wir nun auch im Reha-Umfeld. Entscheidend ist dabei, dass die relevanten Daten zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung stehen und dort zuverlässig weiterverarbeitet werden können.
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