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ePA, KIM & Co: So stärkt die TI die Position der Physiotherapeuten

28. Juli 2021 | Dr. Dorothée Zerwas

Seit dem 21. Juli 2021 steht die Telematikinfrastruktur (TI) auch Physiotherapeuten offen – und mit ihr zahlreiche Möglichkeiten für den sicheren, unkomplizierten und versorgungsfördernden Informationsaustausch. Im Fokus stehen dabei die Vorteile der elektronischen Patientenakte (ePA) und der Fachanwendung KIM (Kommunikation im Medizinwesen). Die Kosten für die TI-Ausstattung und den laufenden Betrieb in Physiotherapiepraxen werden von den Krankenkassen übernommen. Noch ein Grund mehr, sich schnellstmöglich freiwillig an die TI anzuschließen.

Jede Therapeutin und jeder Therapeut kennt die Situation: Der neue Patient kommt mit einem Rezept aber ohne umfassende Informationen zur Anamnese, geschweige denn den dazugehörenden Röntgen-, CT- oder MRT-Aufnahmen in die Praxis. Auch aus den Schilderungen der Patientin lassen sich keine final verbindlichen Schlüsse hinsichtlich der Erkrankung oder der aktuellen Symptomatik ziehen. Eine Kontaktaufnahme zum behandelnden Arzt scheint dann oft der beste Weg, um eine wirklich erfolgversprechende Therapie einzuleiten. Diese kostet allerdings Zeit und ist – je nach Praxis und Arzt – im Ergebnis eher frustrierend als hilfreich.

ePA: Sofort gut informiert

Mit der Einführung der elektronischen Patientenakte (ePA) wurde der Austausch von behandlungsrelevanten Informationen deutlich vereinfacht. Seit Anfang 2021 haben alle gesetzlich Versicherten Anspruch auf die Bereitstellung einer ePA durch ihre Versicherung. Und ab Herbst 2021 werden Haus-, Zahnarzt- und Psychotherapiepraxen nach den Krankenhäusern dazu verpflichtet, die digitale Akte mit ihren medizinischen Informationen zu befüllen. Im Klartext heißt das: Künftig finden sich alle für die physiotherapeutische Behandlung wichtigen Informationen in der digitalen Akte eines Patienten und sind direkt einsehbar. Vorausgesetzt, die Patienten nutzen die Akte und stimmen der Einsicht in die Daten zu. Einzige Ausnahme sind aktuell noch die diagnostischen Bilddaten, da diese erst in einer der kommenden Versionen Bestandteil der ePA werden.

Um von den Vorteilen der ePA, also dem direkten Zugriff auf Befunde, Arztbriefe etc. zu profitieren, ist die Anbindung an die Telematikinfrastruktur (TI) notwendig. Bei der TI handelt es sich um ein eigens an die strengen Datenschutzanforderungen für medizinische Informationen angepasstes Netzwerk, das ausschließlich Menschen mit Heilberufen offensteht. Die Legitimation der Anwender erfolgt über einen speziell zu beantragenden Heilberufsausweis, der in Zukunft über D-TRUST, einem Unternehmen der Bundesdruckerei-Gruppe, unter www.d-trust.net/cgm bestellt werden kann. Technische Voraussetzung für den Zugriff auf die TI sind die sogenannten Konnektoren, die bei der CompuGroup Medical (CGM) KoCoBox MED+ heißen.

Die CGM zählt zu den Pionieren auf dem Feld der TI und war der erste Anbieter, der mit der KoCoBox MED+ einen zertifizierten E-Health-Konnektor auf den Markt brachte. Rund 60.000 Institutionen arbeiten heute schon sicher mit CGM-Komponenten in der TI.

Sicher kommunizieren mit KIM

Neben der ePA steht über die TI noch ein weiterer wichtiger Weg zur Informationsbeschaffung offen: KIM. KIM steht für Kommunikation im Medizinwesen und ist in der Funktion vergleichbar mit herkömmlichen Mailprogrammen. Die Anwender erhalten ein persönliches KIM-Postfach inklusive Adresse und können Nachrichten und Dokumente einfach online an einen oder mehrere KIM-Empfänger verschicken.

KIM unterscheidet sich von regulären Mail-Adressen durch seine Verschlüsselungstechnik und die elektronische Signatur, die den sicheren und geschützten Austausch sensibler medizinischer Informationen ermöglichen. Darüber hinaus steht KIM ebenfalls ausschließlich Heilberuflern zur Verfügung.

KIM ersetzt dabei keinesfalls das persönliche Gespräch mit Kollegen oder Kooperationspartnern, bietet aber endlich die Möglichkeit, sensible Daten sicher und schnell zu übermitteln. Dies entlastet die Patienten, die Dokumente nicht länger von A nach B tragen müssen. Ein weiterer Vorteil ist die Schnelligkeit und damit die Verbesserung der Behandlung des Patienten. Außerdem stärkt KIM die Kommunikation mit den Ärzten, die den Mehrwertdienst ebenfalls nutzen und Praxen präferieren, die auch auf diese einfach umzusetzende und datenschutzkonforme Kommunikationslösung setzen.

Weniger Administrationsaufwand bei gleichbleibenden Kosten

Mit der Anbindung an die TI können Physiotherapeuten jedoch nicht nur die Beziehung zu anderen Gesundheitseinrichtungen und vor allem den Arztpraxen verbessern, sondern auch den eigenen Administrationsaufwand mindern. Dies gelingt sogar ohne dass zusätzliche Kosten entstehen, da die Mehrkosten für die Anbindung an die TI von den Krankenkassen übernommen werden – auch, wenn die Anbindung für Physiotherapeuten aktuell noch freiwillig ist.

Der schnelle Zugriff auf Informationen über die elektronische Patientenakte (ePA) und die schnelle und sichere Kommunikation über KIM sparen im Arbeitsalltag wertvolle Zeit. Und auch das Bereitstellen der eigenen therapierelevanten Daten ist keinesfalls mit einem administrativen Mehraufwand verbunden. Darüber hinaus wird mittelfristig auch die Kommunikation mit den Krankenkassen vereinfacht.

Jetzt von den Vorteilen profitieren und anbinden lassen

Sie möchten auch von den Vorteilen einer Anbindung an die TI profitieren? Als Experte für Vernetzung aller Akteure im Gesundheitswesen mittels TI erarbeiten wir gern individuelle Lösungskonzepte für Ihre Praxis. Weitere Informationen finden Sie unter www.cgm.com/ti-physiotherapie.