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Medizinklimaindex: Mehr Ausgaben, weniger Einnahmen

Nicht alle, aber sehr viele Ärzt:innen sehen sorgenvoll in die Zukunft, wenn es um die wirtschaftliche Lage ihrer Praxen geht. Das ergab der aktuelle Medizinklimaindex der Stiftung Gesundheit zum 3. Quartal 2022. Die Gleichung ist einfach: Niedergelassene erwarten mehr Ausgaben bei gleichzeitig weniger Einnahmen.

Noch bewerten viele Ärztinnen und Ärzte ihre wirtschaftliche Situation als gut oder befriedigend. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Medizinklimaindex der Stiftung Gesundheit zum 3. Quartal 2022. Mit Blick auf die kommenden sechs Monate ändert sich dieses Bild: 69,8 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung ihrer Lage. Eine Ausnahme stellen die Psychologischen Psychotherapeuten dar, die mehrheitlich nicht von einer ungünstigen Entwicklung ausgeht.

Die Preisschraube dreht sich

Fakt ist: Vieles ist bereits teurer, und es ist davon auszugehen, dass sich die Preisschraube hier und da weiterdrehen wird. Dies belegen nicht zuletzt Zahlen des Statistischen Bundesamtes: So liegt die Inflationsrate aktuell bereits bei 10 Prozent, und es wird mit steigenden Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte um 45,8 Prozent und steigenden Energiepreisen für Verbraucher um 35,6 Prozent gerechnet.

Sorgen angesichts geplanter Deckelung

Diese Entwicklungen werden sich auf die gesamte Praxis auswirken. So sind einerseits höhere Unterhaltskosten und eine teurere Materialbeschaffung einzukalkulieren. Um Fachkräfte zu halten, wollen viele Ärzt:innen zudem auf ihre Angestellten zugehen und ihnen wirtschaftliche Zugeständnisse machen. Prekär ist die Gesamtsituation zudem mit Blick auf das geplante GKV-Finanzstabilisierungsgesetz. Denn das sieht eine Deckelung der Punktwertsteigerung für die Jahre 2023 und 2024 vor, was für Praxisinhaber:innen in Zeiten höherer Ausgaben weniger Einnahmen bedeuten würde.

Kostenpflichtige Behandlungen verschieben

Nicht zuletzt ist zu befürchten, dass auch Patient:innen angesichts des steigenden Kostendrucks auf Investitionen in Ihre Gesundheit hier und da verzichten werden, z. B. beim Zahnersatz. Behandlungen, die kostenpflichtig und verschiebbar sind, wird der ein oder andere wohl oder übel auch verschieben bzw. in vielen Situationen die günstigste Lösung wählen müssen. Auch von dieser Seite wird der Druck auf den Haushalt der Praxen folglich steigen.

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