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Priorisierung von Corona-Impfungen aufheben – sinnvoll oder verfrüht?

9. April 2021 | Julia Girnus
Arzt impft Patient

Mit dem Einsatz der Hausärzte in der bundesweiten Covid-19-Impfkampagne wird auch der Wunsch nach einer Erhöhung der Impfgeschwindigkeit lauter. Ein Ansatz kann es sein, die Priorisierung der Impfungen ab einer höheren Verfügbarkeit von Impfdosen aufzuheben. Ein anderer, gebildete Impfstoff-Rücklagen aufzulösen, um die dritte Infektionswelle zu stoppen. Sind aktuell die Impfstoffe noch stark begrenzt, so sollen den Arztpraxen ab Ende April mehr als drei Millionen Impfdosen pro Woche zur Verfügung stehen. So die Planung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. In jedem Fall könnte mit den nun gestarteten Impfungen in den Hausarztpraxen das Impftempo deutlich an Fahrt aufnehmen.

Aktuelle Zahlen der Corona-Impfungen

Laut Angaben des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland aktuell (Stand 07.04.2021) 15,4 Millionen Impfdosen verabreicht worden – die Zahl der vollständig Geimpften liegt jedoch erst bei 4,6 Millionen. Damit sind nur 5,6 % der deutschen Bevölkerung vollständig geimpft, die erstrebte Herdenimmunität noch weit entfernt. Neben der stark beschränkten Verfügbarkeit der Impfstoffe sind die Ursachen auch im Stop-and-go des AstraZeneca-Vakzins und in den Rücklagen von Impfstoffen zur Verabreichung als zweite Dosis zu suchen. Mit 35.000 Ärzten, die bereits für die erste Impf-Woche Impfstoff bestellt haben, soll nun ein wichtiger Schritt hinsichtlich der Impfgeschwindigkeit gegangen werden. Auch die Impfstoffmenge soll mit über drei Millionen Dosen pro Woche für die Hausarztpraxen bereits Ende April erhöht werden. Eine gute Basis, um über weitere Schritte nachzudenken?

Hausärzte regen Aufgabe der Impfreihenfolge an

Ulrich Weigeldt, Bundesvorsitzender des deutschen Hausärzteverbandes, äußerte gegenüber der „Rheinischen Post“ den Ansatz, die Impfreihenfolge bei genügend Impfstoffdosen allmählich aufzugeben. Er wirbt dafür, den Fokus stärker auf die Gesundheit des Einzelnen zu richten. „Die Priorisierung war und ist eine gute Leitlinie für die Ärztinnen und Ärzte, solange der Impfstoff noch in geringen Mengen verfügbar ist“, so Weigeldt. Bei erhöhter Verfügbarkeit der Impfstoffmenge müsse es aber darum gehen, diese so schnell wie möglich zu verimpfen. Hierbei setzt er auch auf das vertrauliche Verhältnis der Hausärzte zu den Patienten. Denn schnelles Impfen gehe vor allem dann, „wenn die Impfungen dort stattfinden, wo sich die Menschen impfen lassen wollen“.

Chef der Ärztekammer für Auflösung der Impfstoff-Rücklagen

Auch die Ärztekammer denkt bereits über die Optimierung und Beschleunigung in der Durchimpfung nach. Auch, um die dritte Infektionswelle zu brechen. Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, sprach sich für eine kurzfristige Auflösung der Impfstoff-Rücklagen aus. Zur Gewährleistung der zweiten Dosis werden Impfstoffe zurückgelegt und so eine Rücklage gebildet. Angesichts der vom Bund zugesagten Liefermengen ab Ende April ständen aber ausreichend Kapazitäten für die Zweitimpfung zur Verfügung, erklärte Reinhardt der „Rheinischen Post“. Natürlich müsste sichergestellt sein, dass die zugesagten Mengen auch tatsächlich geliefert werden. Bei Auflösung der Reservekapazität könnte somit zeitnah mehr Impfstoff verfügbar gemacht und die dritte Welle gebrochen werden.

Großes Vertrauen in Hausärzte

Die Einbeziehung der Hausärzte in die bundesweite Impfkampagne ist in jedem Fall ein wichtiger Schritt. Denn: Das Vertrauen in die Hausärzte ist groß. Viele Patienten sind seit langer Zeit mit ihrem Arzt verbunden und möchten sich lieber dort als in einem anonymen Impfzentrum impfen lassen. Das kann auch im Impfablauf selbst Zeit sparen: In aller Regel entfällt die umfangreiche Anamnese, da Vorerkrankungen und sämtliche medizinische Daten bereits vorliegen.

Bei der Abwicklung des Impfprozesses, also Impfstoffbeschaffung, Lagerhaltung, Terminvergabe, Dokumentation und Datenexport für die Meldung von Corona-Impfungen, können Ärzte zudem von cleverer Software profitieren. Die Einführung einer Impfmanagement-Lösung – wie ImpfDocNE – kann zu einem deutlichen Anstieg der Impfquote in der Praxis führen. Und damit zu einer Beschleunigung in der gesamten Impfkampagne. Um dieses Ziel schnellstmöglich zu erreichen, stellt CGM Ärzten die Impfmanagement-Lösung ImpfDocNE bei Bestellung bis zum 30. Juni 2021 lizenzkostenfrei und für die ersten drei Monate ohne Softwarepflegegebühren zur Verfügung. Die Aussicht auf ein Ende von Lock-downs und Einschränkungen durch die rettende Impfung lässt den konstruktiven Dialog über Optimierungen nicht nur zu – aus logischer Sicht fordert sie ihn gar.

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