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Ambulante Versorgung: Erstmals mehr Ärztinnen als Ärzte tätig

1. März 2023 | Nicole Graf
CGM Spotlight: Frauenquote auf 50,3 Prozent gestiegen

Frauenquote auf 50,3 Prozent gestiegen

Nach aktuellen Zahlen der Stiftung Gesundheit sind für das Jahr 2022 in der ambulanten Versorgung erstmals mehr Frauen als Männer ermittelt worden. Es ist zu erwarten, dass der Anteil der Ärztinnen in allen Fachgebieten in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Aktuelle Zahlen aus Nordrhein-Westfalen spiegeln diesen Trend bereits, was sich in einer steigenden Frauenquote unter Medizinstudierenden beobachten lässt. Ein Grund dafür ist die zunehmende Flexibilität bei der Gestaltung von Arbeitsmodellen im niedergelassenen Bereich.

Frauenquote im psychotherapeutischen Bereich am höchsten

Die Frauenquote in der ambulanten Versorgung stieg im Laufe des Jahres 2022 von 49,5 Prozent auf 50,3 Prozent. Damit sind zum ersten Mal in der Geschichte der Medizin in Deutschland mehr Ärztinnen als Ärzte im ambulanten Bereich tätig. Zwei der drei Fachrichtungen mit den höchsten Frauenquoten sind dabei im psychotherapeutischen Bereich angesiedelt. Auf dem dritten Platz liegt das Fachgebiet Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Grundsätzlich ließ sich beobachten, dass der Anteil der Frauen in allen drei Fachrichtungen im Laufe des Jahres 2022 gestiegen ist. Die drei Fachrichtungen mit dem höchsten männlichen Anteil sind im chirurgischen bzw. orthopädischen Bereich angesiedelt. In zwei der drei Fachrichtungen sank der Anteil der Männer allerdings im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahlen stammen aus einer Veröffentlichung der Stiftung Gesundheit. Mit Hilfe des Strukturverzeichnisses, das die Stiftung seit mehr als 25 Jahren pflegt, können aktuelle Entwicklungen dargestellt und Trends mit Blick auf die medizinische Versorgung in Deutschland abgebildet werden. 

Der Frauenanteil im Medizinstudium steigt

Zumindest in Nordrhein-Westfalen. Dort zeigen aktuelle Auswertungen, dass zukünftig mit einem höheren Frauenanteil zu rechnen ist. Denn in Nordrhein-Westfalen steht schon jetzt fest: Die Zukunft der Medizin ist weiblich, wenn man die Studierendenzahlen zum Maßstab nimmt. Im Wintersemester 2021/22 betrug in NRW der Frauenanteil an den Medizinstudierenden 64,2 Prozent. Auch zehn Jahre zuvor waren in dem Bundesland bereits knapp 62 Prozent weiblich, so die Anfang Februar 2023 veröffentlichten Zahlen des nordrhein-westfälischen Landesstatistikamtes. 

Bezogen auf ganz Deutschland liegt das Verhältnis von Frauen zu Männern unter den Medizinstudierenden jedoch seit Jahren nur bei ungefähr 30 zu 60. So waren im Wintersemester 2021/22 insgesamt 105.275 Studierende im Fach Humanmedizin eingeschrieben, davon waren mit 38.126 nur rund ein Drittel weiblich.

Gesucht: Flexible Arbeitszeiten und neue Praxiskonstellationen

Der ambulante Sektor ist zunehmend für junge Ärztinnen attraktiv. Frauen sehen dort die größten Chancen, ihre Vorstellungen von Work-Life-Balance sowie geregelten Arbeitszeiten und Familienplanung umzusetzen. Es ist dabei jedoch nicht die klassische Einzelpraxis, die sie lockt: Es gibt zunehmend mehr unterschiedliche Arbeitsmodelle und Praxiskonstellationen als Alternative. Junge Ärztinnen und Ärzte finden immer flexiblere Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung. Auch verschiedene Arten von Teilzeitmodellen mit entsprechender Teilförderung sind vorstellbar. Viele Praxisinhaber:innen sind zunehmend flexibel, und meist findet sich ein Konsens, der für alle Seiten passt.

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