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Arzneimitteltherapiesicherheit – Wissen schützt vor lebensbedrohlichen Interaktionen

21. Oktober 2021 | Julia Girnus
Das Risiko von Interaktionen bei Polymedikation kann durch die Anwendung cleverer Datenbanken und Software deutlich verringert werden.

Poly- oder auch Multimedikation beschreibt die dauerhafte, parallele Einnahme von mehreren Medikamenten. Je nach Definition geht man bei einem Patienten bzw. einer Patientin von mindestens drei oder fünf gleichzeitig eingenommenen Arzneimitteln aus. Oftmals ist die Polymedikation für Patient:innen unvermeidbar, birgt aber erhebliche Risiken. Jährlich kommt es in Deutschland zu mehreren hunderttausend Krankenhauseinweisungen wegen vermeidbarer Medikationsfehler. Und damit zu erheblichen Zusatzkosten für das Gesundheitssystem. Dank cleverer Software kann das Risiko von Interaktionen verringert werden.

Für Ärzt:innen

Digitale Arzneimittel- und Verordnungsdatenbanken unterstützen Ärzt:innen als effiziente Nachschlagewerke schon bei der Verordnung. Beispielsweise enthält das ifap praxisCENTER® alle in Deutschland zugelassenen apothekenpflichtigen Arzneimittel und darüber hinaus weitere Artikel wie Phytopharmaka, Hilfsmittel oder Homöopathika. Software zum Arzneimitteltherapiesicherheitscheck (wie beispielsweise THERAFOX) berücksichtigt zusätzlich zu den Medikamenten individuelle Informationen zu Patient:innen wie Alter, Diagnose oder Allergien.

Für Apotheker:innen, Ärzt:innen und Patient:innen

Der elektronische Medikationsplan (eMP) ist eine von vielen bereits verfügbaren Mehrwertanwendungen der Telematikinfrastruktur (TI). Mit dem eMP steigt der Bundeseinheitliche Medikationsplan (BMP) auf eine neue, digitale Entwicklungsstufe. Daten zur Medikation können in Form des eMP auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) von Patient:innen gespeichert werden. Das macht das Mitführen des BMP in Papierform überflüssig. Apotheker:innen und Behandler:innen erhalten die Informationen, indem sie die eGK über das E-Health-Kartenterminal auslesen. Dadurch wird nicht nur die Zusammenarbeit zwischen Ärzt:innen und Apotheker:innen gestärkt. Durch die Verfügbarkeit der Daten sinkt auch das Risiko von Fehl- oder Doppelverordnungen, Medikamentenmissbrauch, Kontraindikationen, Unverträglichkeiten und unerwünschten Arzneimittelwechselwirkungen. Die Arzneimitteltherapiesicherheit steigt.

Für Apotheken

Apothekenmanagementsysteme verfügen ebenfalls oftmals über Schnittstellen oder Module zum Arzneimitteltherapiesicherheits- oder CAVE-Check. Die häufig als Medizinprodukt klassifizierten Softwares zeigen dem Apothekenteam bei der Auswahl von Medikamenten mögliche Risiken an. Neu verordnete Medikamente können so direkt in Zusammenhang mit einer gegebenenfalls bereits bestehenden Medikation gestellt werden. Dadurch wird auch bei Polymedikation das Risiko von Interaktionen verringert, die Therapiesicherheit erhöht.

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