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So arbeitet es sich als Arbeitsmediziner:in

5. November 2021 | Nicole Graf

Das Tätigkeitsfeld Arbeitsmedizin ist besser als sein Ruf

Nur selten erwischt man Medizinstudierende, die angeben, später unbedingt im Bereich der Arbeitsmedizin arbeiten zu wollen. Was viele dieser Student:innen jedoch noch nicht wissen: Das Fachgebiet ist spannender als sein Ruf. Denn Arbeitsmediziner:innen beschäftigten sich mit dem ganzen Menschen – mehr, als Fachärzte anderer Disziplinen. Ein weiterer Vorteil: Durch die planbaren Einsatzzeiten bietet eine Tätigkeit in der Arbeitsmedizin deutlich bessere Chancen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Warum die Arbeitsmedizin so wichtig ist

Ein Großteil der Menschen geht einer bezahlten Tätigkeit nach. Nicht selten nimmt die Arbeit dabei auch einen Großteil unseres Tages und somit unseres täglichen Lebens ein. Ziel der Arbeitsmedizin ist es, den Beschäftigten zu helfen, aktiv und ohne Beschwerden am Berufsleben teilnehmen zu können. Die Gesundheit der Arbeitenden soll nicht nur im Krankheitsfall schnell wiederhergestellt werden, sondern auch auf lange Sicht präventiv gefördert werden.

Beim Erfüllen dieser Aufgabe sieht sich die heutige Arbeitsmedizin einigen Herausforderungen gegenübergestellt. Zum einen steigt der Anteil der älteren Arbeitnehmer:innen kontinuierlich an. Gleichzeitig sind Mitarbeiter:innen häufiger monotonen und damit belastenden Tätigkeiten ausgesetzt. Doch auch die psychische Belastung ist merklich gestiegen. Umfragen haben ergeben, dass das Niveau des empfundenen Stresses zugenommen hat. Zukunftsängste und Mehrfachbelastung sind häufig die Gründe dafür. Es ist somit nicht schwer vorauszusagen, dass das Berufsbild der Arbeitsmedizinerin/des Arbeitsmediziners in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird und muss. Nur so kann einem steigenden Anteil an Arbeitsunfähigkeit und krankheitsbedingtem Arbeitsausfall entgegengewirkt werden.

Die Ausbildung als Arbeits- oder Betriebsärzt:in

Um Arbeitsmediziner:in zu werden gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen können Medizinstudierende den Facharzt für Arbeitsmedizin absolvieren. Dieser beinhaltet eine Ausbildung von 24 Monaten in der Inneren Medizin/Allgemeinmedizin und 36 Monaten in der Arbeitsmedizin, wovon 12 Monate in anderen medizinischen Gebieten angerechnet werden können. Zusätzlich beinhaltet dieser Facharzt einen Kurs Arbeitsmedizin im Umfang von 360 Stunden. Wer sich jedoch erst nach einer abgeschlossenen Facharztausbildung für die Arbeitsmedizin entscheidet, kann die so genannte Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin erwerben. Für diese Zusatzbezeichnung sind 12 Monate in der Inneren Medizin/Allgemeinmedizin, 24 Monate in der Allgemeinmedizin und der Kurs Arbeitsmedizin von 360 Stunden notwendig. Wer bereits einen Facharzt für Innere Medizin absolviert hat, beziehungsweise Teile seines Facharztes auf der Inneren absolviert hat, kann diese anrechnen lassen.

Die Aufgaben der Arbeitsmedizin 

Betriebsmediziner:innen haben Kontakt mit vielen verschiedenen Krankheitsbildern, Menschen und Arbeitswelten. Sie verlassen die kleine Welt des Krankenhauses oder der Praxis, um Patient:innen in der Gesamtheit ihrer Umgebungsbedingungen zu behandeln. Die Betriebsmedizin spricht dabei wie kaum ein anderes medizinisches Fach den „ganzen“ Menschen an, denn die Vielzahl der Berufskrankheiten tangiert fast alle klinischen Fachgebiete. Das Tätigkeitsfeld ist breit gefächert. Vorsorgeuntersuchungen, Impfprävention und Arbeitsverletzungen gehören ebenso dazu wie die Begehung von Arbeitsplätzen und die für Betriebe gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilungen. Weitere Bereiche sind die Wiedereingliederung von Arbeitnehmern, Problemfalluntersuchungen oder auch die Ausbildung von Student:innen.

Verschiedene Beschäftigungsverhältnisse stehen Arbeitsmediziner:innen für diese Tätigkeiten zur Auswahl. Während Betriebsmediziner:innen traditionell als sogenannte Werksärzt:innen vor allem in der Großindustrie angestellt sind oder als externe Betreuer:innen betriebsmedizinische „Dienste“ anbieten, interessieren sich auch niedergelassene Ärzt:innen mit Kassenzulassung zunehmend für ein zusätzliches betriebsmedizinisches Standbein. Ein besonders attraktives Modell kombiniert die Tätigkeit als niedergelassener Hausärztin/-arzt mit einem zusätzlichen Einsatz als Betriebsärztin/-arzt. Dies ist möglich, da Betriebsärzt:innen keine eigene Kassenzulassung benötigen, sondern in der Regel vom jeweiligen beauftragenden Unternehmen bezahlt werden.

Digitale Helfer in der Arbeitsmedizin

Auch in der ärztlichen Tätigkeit von Arbeitsmedziner:innen ist die Unterstützung durch entsprechende Softwarelösungen kaum noch wegzudenken. Mit Hilfe einer solchen Software können zum Beispiel die Verwaltung und Dokumentation aller Vorsorgeuntersuchungen bei den Beschäftigten eines Betriebs zentral organisiert werden. Darüber hinaus können mit dem Ziel der Qualitätssicherung anonymisierte Statistiken erstellt sowie durch eine bedarfsorientierte Planung Doppeluntersuchungen der Mitarbeiter:innen vermieden werden. Ein Spezialist für Softwarelösungen dieser Art ist CGM HSM, ein Geschäftsbereich des E-Health-Unternehmens CompuGroup Medical (CGM). CGM HSM ist Anbieter der Lösung CGM ISIS MED, einem beliebten und bewährten Softwaresystem speziell für die Anforderungen in der Betriebsmedizin. Ob Kalender mit Workflowlisten, digitale Probandenakten, Fristenmanager, Impfmanager, Statistiken und Auswertungen oder bidirektionale Outlook-Integration: CGM ISIS MED unterstützt mit einer Vielzahl an Funktionen und optionalen Modulen Arbeitsmediziner:innen bei ihrer täglichen Arbeit.

Vorteile des Berufs Arbeitsmediziner:in

Als Nachteil am Berufsbild der Arbeits- bzw. Betriebsmediziner:in können zwar die vielen Verordnungen und Gesetze betrachtet werden. Manche Kolleg:innen würden es auch bevorzugen, wenn sich der Arbeitsalltag etwas weniger am Schreibtisch und dafür noch stärker am Arbeitsplatz der Patienten abspielte. Demgegenüber stehen jedoch klare Vorteile: In kaum einem anderen Arztberuf ist die Planbarkeit und die Familienfreundlichkeit der Arbeitszeiten so gegeben wie in der Arbeitsmedizin. Gleichzeitig sind die Aufgaben abwechslungsreich und eine Zusammenarbeit mit verschiedensten Disziplinen und an den unterschiedlichsten Orten ist möglich. Zusammengenommen ist die Arbeitsmedizin ein attraktives Berufsfeld mit Zukunft.

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