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Mundhygiene kann Auswirkungen der Corona-Pandemie erheblich abmildern

17. Februar 2021 | Julia Girnus
Zahnbürsten

Der Mund ist für viele Infektionen die erste Barriere der Immunabwehr. Auch Corona-Viren dringen vor allem über Rezeptoren in Mund und Rachen in den Körper. Sind diese geschwächt, kommt es nicht nur zu häufigeren Infektionen. Leidet ein COVID-19-Patient an einer Zahnfleischerkrankung, ist das Sterberisiko um 70 % erhöht.  

Die Bedeutung der oralen Immunkompetenz wurde bereits vor der Pandemie mehrfach betont und nachgewiesen. Zahnmediziner Prof. Roland Frankenberger (Universität Marburg) und Diabetologe Prof. Andreas Pfützner (Pfützner Science & Health Institute, Mainz) haben mit ihrer Allianz für die orale Immunkompetenz nun große Anstrengungen unternommen, um Aufklärung zu leisten und unnötige, schwere Verläufe oder Todesfälle von Menschen mit COVID-19 zu verhindern. Denn eine britische Studie belegt inzwischen, dass das Sterberisiko für COVID-19-Patienten, die an einer Zahnfleischerkrankung leiden, um 70% erhöht ist.

Zahnfleischentzündungen begünstigen die Entwicklung von Lungenentzündungen

Diese Erkenntnisse decken sich mit den Ergebnissen einer Studie, die den engen Zusammenhang zwischen Dentalhygiene und Lungenentzündung mit fast 100 000 Menschen über einen Zeitraum von 12 Jahren untersuchte. Sie zeigt, dass vor allem parodontale Degenerationsprozesse, die oftmals unbemerkt fortschreiten und durch eine schlecht gepflegte Mundhöhle begünstigt werden, kritisch sind. Kommt es dann zu einer zusätzlichen, bakteriellen Infektion, steigt das Risiko, an einer Lungenentzündung zu erkranken oder gar an einer Sepsis zu versterben.

Schlechte Mundhygiene bedingt erhöhtes Sterberisiko bei CoV2-Infektion

Auch für das SARS-CoV-2-Virus stellt der Mund die Haupteintrittspforte dar. Die aktuellen Zahlen lassen daher wenig überraschende Rückschlüsse zu: Leiden COVID-19-Patienten parallel an einer Zahnfleischerkrankung, steigt das Sterberisiko um 70%. Denn die Viren reichern sich vor allem an der oralen Mukosa an und haben es besonders einfach, wenn diese geschwächt ist. Zudem wird der ACE2-Rezeptor dort hochgradig exprimiert.

Aus diesem Grund kommt es vor allem auch bei älteren Diabetespatienten zu häufigeren, schweren Verläufen. Dabei gilt Diabetes schon lange als Risikofaktor für orale Erkrankungen. So leiden viele Patienten auch an Parodontitis, und ihre orale Immunkompetenz ist oftmals zusätzlich durch Hyperglykämien geschwächt. Das Risiko, in Zusammenspiel mit einer Zahnfleischentzündung eine Lungenentzündung zu entwickeln, ist für sie um 78% höher.

Immunologische Speicheldiagnostik

Fakt ist: Die orale Immunkompetenz als Schlüsselfaktor wurde bislang unterschätzt. Gezielte Präventionsstrategien mit zusätzlichen Empfehlungen zur Überwachung und Erhaltung der Mundgesundheit können einen erheblichen Beitrag zum Schutz gegen die Coronavirus-Pandemie bzw. zur Abmilderung ihrer Auswirkungen leisten. So belegt die Studie, dass das Infektionsrisiko durch eine Parodontal-Behandlung um 31 %, durch eine intensivierte Therapie sogar um bis zu 66% niedriger ist.

Die Basis für eine passgenaue Therapie kann z. B. das PerioSafe Diagnostik-System liefern. Durch sie

lässt sich der Status der Mundhygiene anhand einer Speichelprobe schnell und einfach analysieren. Das System misst die beiden zentralen Erkrankungen in der Zahnheilkunde – Parodontitis und Periimplantitis – und zwar mit einer Sensitivität und Vorhersagegenauigkeit des verwendeten Biomarkers, die im Vergleich zu bekannten Verfahren 250 – 300% höher sind.

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