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Blick in die Seele mit Videosprechstunde

24. März 2021 | Beata Luczkiewicz

Viele Menschen machen sich derzeit Sorgen. Wie soll man mit den neuen Herausforderungen umgehen? Was ist mit meinen Angehörigen, Freunden und Kollegen? Wie organisiere ich die Kinderbetreuung? Die Pflege? Was ist mit meinen Finanzen? Meinem Arbeitsplatz? Diese Fragen verursachen Stress. Ein Gespräch über die Sorgen von Bildschirm zu Bildschirm kann helfen.

Psychotherapeuten bescheinigen den Nutzen der Videosprechstunde, weil sie mit Patienten in Kontakt bleiben können, die aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 sonst nicht weiter in die Praxis kommen würden. Tatsächlich haben die Videosprechstunden in der Pandemie großen Zuspruch erlebt. Laut einer Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe lief von April bis Ende 2020 jede zehnte Sitzung mit depressiv Erkrankten über Video oder Telefon.

Therapiesitzung mit Videosprechstunde

Technisch ist das ganz einfach. Mehr als einen Computer mit Internetverbindung, Kamera, Mikrofon und Lautsprecher braucht es nicht. Der Psychotherapeut setzt sich an den Rechner und wartet, bis sich der Patient über die Videosprechstunde einwählt. Die Therapiesitzung läuft dann ähnlich einer Videokonferenz ab.

Praktisch sind oft die ersten Schritte die schwersten. Insbesondere, wenn sich Patient und Therapeut nicht kennen und der Erstkontakt per Videosprechstunde erfolgt, braucht es viel Einfühlungsvermögen. Vieles, was bei einem echten Treffen eher beiläufig wahrgenommen wird, fällt online weg. Seit Corona dürfen Psychotherapeuten dennoch deutlich mehr digitale Alternativen anbieten. Eine Therapie kann derzeit sogar als Videosprechstunde beginnen, auch wenn es bisher noch keinen persönlichen Kontakt zwischen Patient und Therapeut gab.

Videosprechstunde bietet eine Alternative

Das virtuelle Angebot will, muss sogar, Lücken schließen. Eine Befragung der Stiftung Deutsche Depressionshilfe hat ergeben: 58 Prozent aller Menschen mit Depressionen in Deutschland waren in den ersten Monaten der Pandemie von Defiziten in der Versorgung betroffen. So sind Therapiesitzungen ausgefallen oder wurden von den Patienten abgesagt. Auch die Zahl der psychischen Erkrankungen ist nach Angaben der Kaufmännischen Krankenkasse KKH während der Corona-Krise stark gestiegen: um rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Zwar ist die Videosprechstunde nicht für alle Patienten eine Alternative, aber es gibt viele Menschen, die in diesen Zeiten froh über Videosprechstunden sind und das Angebot gern nutzen. Auch wenn der persönliche Kontakt für den Erfolg einer Therapie auch weiterhin eine große Rolle spielen wird.

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