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Digitalisierung als breite Team­arbeit in der Medizin

8. Juli 2024 | APAMED (APA-OTS)
Symbolbild "Patientenakte".
Symbolbild "Patientenakte".

Auf der einen Seite preschen in Sachen Digitalisierung im Gesundheitswesen KI-Anwendungen voraus. Auf der anderen Seite scheitern die Systeme an schlechter Zugänglichkeit für die Benutzer und an Insellösungen zwischen Institutionen. Digitalisierung sei breites Teamwork, hieß es jetzt bei den 11. Praevenire Gesundheitsgesprächen in Alpbach in Tirol (4. bis 7. Juli).

Ab dem Jahr 2006 wurde in Österreich die elektronische Gesundheitsakte (ELGA) entwickelt. Doch von einer durchgängigen Digitalisierung ist das Gesundheitswesen noch weit entfernt. "Als Arzt ist man hier zwischen zwei Welten gefangen. Wir benutzen alle schon KI-Anwendungen. Und dann sucht man einen ELGA-Befund des Patienten und kommt auf 120 PDFs", sagte der Tiroler Ärztekammerpräsident Stefan Kastner. Es fehlten beispielsweise digitalisierte Informationen aus der niedergelassenen Praxis.

Während er bereits von Künstlicher Intelligenz unterstützt Endoskopien durchführe, leuchte im elektronischen Patientenakt nicht einmal eine vorhandene Allergie als Warnsignal auf. Kastner über die aktuelle Situation: "Auf der einen Seite die große digitale Welt, auf der anderen Seite knallt man in der Gesundheitswelt in Österreich mit der Kinnlade auf die Straße." Um die Anwendungen der Künstlichen Intelligenz brauche man sich keine Sorgen zu machen. Das sei ein weltweit potenter Markt, dort werde die Industrie von sich aus vorangehen. Die leichte Nutzbarkeit der Informationen in der täglichen Routine sei entscheidend.

Ähnlich äußerte sich auch Karl Lehner von der oberösterreichischen Gesundheitsholding mit rund 16.000 Beschäftigten: "Wir brauchen einen sehr klaren Zugriff für alle. Wir brauchen eine Plattform- statt einer Schnittstellenlösung. Wir benötigen Dinge, die den bei uns beschäftigten Menschen wirklich eine Hilfe sind." Ein Beispiel habe man getestet: Die Übertragung der Patientenrufe in einer Spitalsabteilung auf das Handy des diensthabenden Pflegepersonals habe die Wegzeiten in diesen Fällen um die Hälfte reduziert.

"Digitalisierung und IT leben von der Datenqualität. Sonst geht gar nichts", sagte Herwig Loidl, Sprecher der IHE Austria-Initiative zur Integration von IT und Medizintechnik im Gesundheitswesen. Es fehle auch am Engagement der beteiligten Berufsgruppen. "Wir haben eine Standard-Arztsoftware. Es erfassen aber nur 50 Prozent der Ärzte strukturierte Medikationsinformationen der Verabreichung." Digitalisierung - auch im Gesundheitswesen - ist damit eine Teamarbeit, in der sich alle Beteiligten bei Ausrichtung auf allgemeinen Nutzen in der täglichen Praxis und leichten Zugang engagieren sollten.

Angelika Widhalm, Präsidentin des Bundesverbandes Selbsthilfe Österreich, betonte die potenziell enorme Bedeutung digitaler Systeme bei entsprechenden Erwartungen der Patienten: "Die Erwartungshaltung der Patienten? Leicht verständlich, der Datenschutz muss gewährleistet sein, aber noch wichtiger ist die Datensicherheit. Wir stehen zu ELGA. Wenn aber ELGA, dann für alle Bereiche. Ich empfinde es als absoluten Wahnsinn, wenn nur PDFs enthalten sind. Der arme Doktor ist ja aufgeschmissen." 

Leicht könne man per Digitalisierung auch Präventionsprogramme starten und damit eine Verbesserung der Gesundheitskompetenz der Menschen erreichen.

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