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It's all about Ressourcen­planung!

22. Juni 2020 | Philipp Streinz
Sebastian Grünmüller (CGM) kurz vor seinem Trainingslauf
Sebastian Grünmüller, Teamleiter für die Entwicklung von Dienstplanlösungen

Ressourcenplanung, Dienstplanung und vor allem deren Kombination sind zeitaufwändige und sehr komplexe Vorgänge. Der permanente Anstieg des Verwaltungsaufwandes und der Bedarf an hohem Qualitätsstandard legen den Einsatz von modernen IT-Lösungen als Unterstützung nahe. Sebastian Grünmüller, (Teamleiter für die Entwicklung von Dienstplanlösungen bei CGM) erklärt, worauf es bei Multi-Ressourcenplanung generell, sowie speziell im klinischen Umfeld, ankommt.

 

Was ist eigentlich das komplexe an diesem Thema?

Sebastian Grünmüller: Es geht grundsätzlich darum, die optimale Kombination einzelner Ressourcen unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Anforderungen, Zeitdauern, Qualifikationen und Verfügbarkeiten zu bestimmen. Gerade die Terminplanung ist eine komplexe Angelegenheit, da sie unter Beachtung von unzähligen Regelungen erfolgt und bereits kleine Änderungen Auswirkungen auf die gesamte Planung haben. Damit sie reibungslos funktioniert, muss also im Detail alles zusammenstimmen.

 

Und welche Besonderheiten ergeben sich hinsichtlich effektiver Ressourcenplanung im Krankenhausumfeld?

Sebastian Grünmüller: Spitäler sind hoch spezialisierte und komplexe Dienstleistungsunternehmen. Und Geschwindigkeit, Effizienz und Servicequalität erlangten speziell in den jüngsten Jahren eine bislang nicht dagewesene Priorität. Im Zeitalter des Fachkräftemangels und der knappen Budgets im Gesundheitswesen hat Ressourcenplanung als Kernbereich aller klinischen Prozesse schlechthin ein enormes Potenzial für Ertrags- und Qualitätssteigerungen in Spitälern. Eine weitere Herausforderung in diesem Zusammenhang ist das neue Arbeitszeitgesetz der Spitalsärzte, das deren maximale Wochenarbeitszeit von 60 auf 48 Stunden reduziert hat.

 

Wie funktioniert Multi-Ressourcenplanung eigentlich genau?

Sebastian Grünmüller: Kernfunktion ist die Tagesdisposition, also die konkrete Zuteilung von Mitarbeitern (Ressourcen) zu deren Aufgaben. Eine solche Aufgabe kann dabei natürlich auch von mehreren Ressourcen erfüllt werden. Unter Berücksichtigung der aktuellen Bedarfs­hoch­rechnung erfolgt die Buchung von Diensten direkt am Monatsplan. Die maximal erlaubte Arbeitszeit der Mitarbeiter wird dabei ständig berücksichtigt und bei Überschreitung erfolgt eine entsprechende Warnung bzw. Fehlermeldung. Insgesamt gibt es aber natürlich noch viele weitere Einflussfaktoren, das Regelwerk ist tatsächlich hoch komplex.

 

Das klingt spannend, aber auch sehr fordernd. Bleibt da noch Zeit für private Dinge?

Sebastian Grünmüller: Naja, mit der richtigen (privaten) Ressourcenplanung geht das schon! Ich selbst bin sehr sportlich, laufe sehr gerne, fahre Rennrad, nehme an Triathlons und auch Ironman Bewerben teil. Glücklicherweise haben wir bei CGM ein ambitioniertes Laufteam mit über 70 Mitgliedern. Da kann man geplante Trainingseinheiten schon mal in die Mittagspause verlegen und diese gemeinsam mit Kollegen absolvieren. Dann bleibt am Abend mehr Zeit zur Entspannung - also alles eine Frage der Einteilung.

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