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Uni Linz führt bezahltes Pflicht­praktikum bei Haus­ärzten ein

25. September 2019 | APAMED
Erfahrener Arzt bespricht Röntgenbilder mit junger Ärztin
Erfahrener Arzt bespricht Röntgenbilder mit junger Ärztin

Die medizinische Fakultät der Johannes Kepler Uni (JKU) Linz führt in ihrem Curriculum erstmals ein Pflicht­praktikum bei einem Hausarzt für Studenten ein. Für die vier Wochen, die während der 48 Wochen des Klinischen Praktischen Jahrs absolviert werden müssen, gibt es ein Taschen­geld von 650 Euro. Darauf verstän­digten sich JKU, Ärzte­kammer und Gebiets­krankenkasse (OÖGKK) in Oberösterreich.

Damit hätten die drei Institu­tionen gemeinsam an einem Tisch ein "Anreiz­modell" für den Beruf des Haus­arztes geschaffen, hieß es am Dienstag in einer Presse­konferenz in Linz. Sie finan­zieren sowohl die 650 Euro für den Studenten als auch eine Aufwands­ent­schä­digung für den prak­tischen Arzt von 500 Euro. Auf Wunsch kann das Praktikum noch um vier Wochen verlängert werden, auch in diesem Fall gibt es die finan­zielle Unter­stützung. Dieser Förder­vertrag wurde vorerst für fünf Jahre abge­schlossen. Das Klinische Praktische Jahr, das im sechsten Studien­jahr erstmals an der noch jungen Med-Fakultät der JKU in Linz statt­findet, wurde von vorn­herein als ein Pflicht­fach festgesetzt.

Noch herrsche zwar in Ober­öster­reich laut aktuellen Zahlen kein akuter Mangel an Allgemein­medi­zinern, von aktuell 734 Kassen­stellen sind 28 unbesetzt. Da aber in den nächsten Jahren eine Pensio­nierungs­welle anstehe, müssten ständig frei­werdende Stellen nach­besetzt werden, erklärte OÖGKK-Obmann Albert Maringer. Und so will die JKU bereits so früh wie möglich damit beginnen, Inter­esse für diesen Beruf zu wecken, ergänzte JKU-Vize­rektorin für Medizin, Andrea Olschewski. Zur Stärkung der Allgemein­medizin halten daher bereits prak­tische Ärzte ab dem ersten Semester Vorle­sungen. Nächster wichtiger Schritt sei das bezahlte Pflichtpraktikum.

Die Prägung für eine Fach­richtung starte mehr oder weniger mit dem ersten Uni-Tag, begrün­dete auch Ärzte­kammer­präsident Peter Niedermoser, warum Studenten so früh wie möglich mit den Aufgaben eines Allgemein­medi­ziners vertraut gemacht werden sollten. Bisher gab es während des Studiums zu wenig Berüh­rungen mit einer Ordi­nation, so fehle den Studenten vielfach die Vor­stellung, was einen im Alltag erwarte. Das soll sich mit dem Pflicht­praktikum ändern. Es wird noch vor der Basis­aus­bildung, wo die Ent­scheidung für eine Fach­richtung oder für die Allgemein­medizin getroffen wird, abgeleistet.

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