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Ordensspitäler würden bei Primär­ver­sorgung mithelfen

29. April 2019 | APAMED
Dr. Michael Heinisch, Geschäftsführer der Vinzenz Gruppe

Die Ordensspitäler sind bereit, beim Aufbau der geplanten Primär­ver­sorgungs­einheiten (PVE) mitzuarbeiten. Der Sprecher der Arbeits­gemein­schaft der Ordens­spitäler, Michael Heinisch, bezeich­nete es am Montag als vor­stell­bar, dass man selbst PVEs betreibt oder eigene Spitäler dafür zur Verfügung stellt. 

Die Ordensspitäler seien bereit, zusätzliche Ver­sorgungs­aufträge zu über­nehmen, stellte Heinisch in Aus­sicht. So sei eine Öffnung der Kranken­haus-Struk­turen für die Ein­bindung von Ordi­nationen nieder­ge­lassener Ärzte bereits in Planung. Und auch beim Aufbau der PVE kann er sich ein Engage­ment der Ordens­spitäler vor­stellen. So könnten PVEs einer­seits Infra­struktur von Spitälern wie IT, Einkauf oder Adminis­tration nutzen. Ander­seits könnten PVEs sich auch in einem Spital ein­mieten und dessen Infra­struktur nutzen. Und schließ­lich wäre es für Heinisch auch denkbar, dass die Ordens­spitäler als gemein­nütziger Kranken­haus­träger selbst PVEs betreiben, wenn in einer Region sich keine Gruppe dafür findet. Dazu müsste man aber extra All­gemein­mediziner suchen, die in den Ordens­spitälern nicht vorhanden sind, und für diese dann Kassen­verträge geschaffen werden.

Die 23 Ordensspitäler haben 2018 mehr als 500.000 Patien­ten stationär und fast 1,5 Millionen ambulant betreut, zog Heinisch eine sehr posi­tive Rekord-Bilanz. Von 223.000 Opera­tionen wurden bereits 30 Prozent tages­klinisch erledigt. Die durch­schnitt­liche Belegs­dauer konnte zwischen 2008 und 2017 um rund 20 Prozent auf eine stationäre Verweil­dauer von weniger als vier Tagen im Schnitt gesenkt werden, lobte Heinisch die Effizienz.

Auch in der Spitzenmedizin haben die Ordens­spitäler nach Angaben ihres Sprechers neue Maß­stäbe gesetzt: Pionier­leis­tungen bei der Stamm­zellen-Trans­plan­tation, in der Herz- und in der Augen-Chirur­gie, beim Einsatz von Magne­sium, Zucker und Human-Knochen­material in der Ortho­pädie oder mit dem Betrieb von fünf Sys­temen für roboter­assistierte OPs, zählte Heinisch als Beispiele auf.

Die Ordensspitäler arbeiten als gemein­nützige Non-Profit-Kranken­häuser im Auftrag der Länder und sind Teil der Spitals­planung. Die Finan­zierung erfolgt ver­gleich­bar mit den Landes­spitälern über­wiegend über Steuer­mittel und die Sozial­ver­sicherungen. In der Patienten­ver­sorgung sind sie "uner­setzlich", wie Heinisch und Schwester Katharina Laner vom Kardinal Schwarzen­berg Klinikum in Schwar­zach betonten. So werden von den Elisa­bethinen in Linz 95 Prozent aller Stamm­zellen-Trans­plan­tationen durch­geführt oder in Wien 30 Prozent aller Katarakt-OPs sowie 45 Prozent aller neuen Gelenksoperationen.

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