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Mit Tumor-Profiling zur indivi­duali­sierten Therapie

31. Januar 2023 | APAMED (APA-OTS)
Eine wachsende Krebszelle breitet sich auf gesundem Gewebe aus.
Eine wachsende Krebszelle breitet sich auf gesundem Gewebe aus.

Mit Hilfe von "Profiling" verläuft Krebstherapie zunehmend "maßgeschneidert", dafür wird auf molekularer Ebene das Erbgut jedes einzelnen Tumors analysiert. Dieses "Comprehensive Cancer Profiling" kommt am Comprehensive Cancer Center Vienna (CCC) von MedUni Wien und AKH Wien bereits bei allen Krebsarten zum Einsatz. Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar (Samstag) wurden drei Beispiele vorgestellt, wie diese Methoden Leben verlängern und verbessern können.

Next Generation Sequencing (NGS) erlaubt, viele Gene gleichzeitig, aber auch Mutationen eines Tumors zu untersuchen. Darunter versteht man "Comprehensive Cancer Profiling". Dabei werden DNA- und RNA-Moleküle isoliert, sequenziert und Fehler im genetischen Code festgestellt. 

"Einerseits erkennen wir laufend weitere Tumorerkrankungen, in denen bestimmte Mutationen auftreten, die therapierbar sind, andererseits solche, die wir aus anderen Tumoren kennen und für die dann für diese Erkrankungen bewährte Therapien zum Einsatz kommen", erklärte Renate Kain, Leiterin des Klinischen Instituts für Pathologie von MedUni Wien und AKH Wien und stellvertretende Leiterin des Comprehensive Cancer Center (CCC) Vienna.

NGS verwendet eine Technologie, die erlaubt, aus geringen Mengen von z.B. DNA Mutationen zu erkennen: Sehr rasch hat sich der Einsatz der Liquid Biopsy von der Anwendung in der Forschung für den Einsatz in der Routinediagnostik entwickelt. Im Tumorboard Precision Medicine, einem von 25 Tumorboards am CCC Vienna, werden alle möglichen Untersuchungen besprochen und danach durchgeführt. Sie kommen bei fortgeschrittenen Tumoren oder metastasierten Erkrankungen mit unbekanntem Primärkarzinom standardmäßig zum Einsatz.

Beispiele für Einsatzgebiete der aufwendigen Methoden: Für Kinder mit Hirntumoren etwa spielen präzisionsmedizinische Therapieansätze eine immer größere Rolle, derzeit werden Modelle von seltenen Hirntumoren entwickelt. Diese "Avatare" ermöglichen die Erprobung verbesserter Therapien im Labor. Beim Blasenkarzinom führte unlängst ein Screening mit über 1.700 chemischen Substanzen zur Identifizierung einer Vielzahl neuer potenzieller Therapien. Klinische Studien bezüglich einer Chemotherapie, die bisher zur Behandlung von Leukämien in Kindern eingesetzt wird, seien im Anlaufen.

Ein weiteres Beispiel ist die bildgesteuerte adaptive Brachytherapie, also die Innenbestrahlung durch für kurze Zeit eingebrachte Bestrahlungsapplikatoren, beim lokal fortgeschrittenen Gebärmutterhalskarzinom. Dieses Projekt, das von der Universitätsklinik für Radioonkologie am gynäkologischen Krebszentrum des CCC geleitet wird, personalisiert im Rahmen eines Konsortiums mit 24 Zentren in Europa, Asien und Nordamerika die Therapie des Zervixkarzinoms. Bisher wurde eine Verbesserung der lokalen Tumorkontrolle um 15% gezeigt: Bei 92% der Frauen wurde fünf Jahre nach der Behandlung kein Tumor mehr im Bereich der Gebärmutter nachgewiesen.

Die aktuellen Forschungsschwerpunkte des CCC sind translationale Forschung und Immunonkologie. Translationale Forscherinnen und Forscher übersetzen Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in klinisch anwendbares Wissen. 2021 entstanden an der MedUni Wien 1.724 krebsbezogene Publikationen.

Quelle: pubmed

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