CompuGroup Medical
Synchronizing Healthcare

Erfahren Sie alles über die Vision, Mission sowie die Menschen, die die CompuGroup Medical weltweit prägen. 

Investor Relations
Eine Person tippt mit dem Finger auf ein Tablet-PC mit einer Investor-Relations-Präsentation
Karriere
Eine junge Frau telefoniert mit ihrem Smartphone, während sie einen Tablet-PC hält
CGM Global
Mehrere CGM-Flaggen

"Tumor-Verbrenn­methode" kurz vor dem Durchbruch

27. März 2023 | APAMED (APA-OTS)
3D-Modell von embryonalen Stammzellen
3D-Modell von embryonalen Stammzellen

Der Innsbrucker Radiologe Reto Bale hält es für möglich, dass die neuartige Methode des "Tumorverbrennens" mit mehreren erhitzten Nadeln, die von ihm und seinem Team an der Medizinischen Universität Innsbruck vorangetrieben wird, viele chirurgische Eingriffe ersetzen wird. "Das könnten im Falle von Lebermetastasen sogar bis zu 90 Prozent sein."

Bisher wurden in Innsbruck rund 1.400 Patienten auf diese Art und Weise behandelt. Die Methode wird derzeit ebenso in Linz und bald auch am MD Anderson Cancer Center in Houston angewandt. "Die Methode steht kurz vor dem Durchbruch", strich Bale, der als leitender Oberarzt für Interventionelle Onkologie fungiert, heraus. Die Vorteile der Behandlungsart lägen jedenfalls klar auf der Hand: "Man kann beispielsweise mehrere Behandlungen in recht kurzen Intervallen durchführen, da beim Eingriff das gesunde Lebergewebe geschont wird."

Auch der "Workflow", also der Arbeitsablauf, den man in Innsbruck entwickelt und optimiert habe, werde das seinige zur Verbreitung der Methode beitragen, war er sich sicher. Statt der bereits bekannten Methode, die im Prinzip auf der Hitzeschädigung von Tumorgewebe mit einer Nadel beruhe, kämen in Innsbruck nämlich mehrere Nadeln, je nach Tumorgröße, gleichzeitig zum Einsatz, führte Bale aus.

Dazu verwende man eine Zielvorrichtung, die er bereits in seiner Studienzeit entwickelt habe, und ein 3D-Navigationssystem. "Zuvor wird auch noch ein 3D-Plan erstellt, mittels dem das Navigationssystem die Nadeln punktgenau platzieren kann", so der Radiologe. Damit könne man nicht nur mehrere und verstreute, sondern auch große Tumore "verbrutzeln": "Nach oben hin sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, wird können auch 30 Nadeln und mehr setzen."

Aufmerksam auf diese in Innsbruck entwickelte, neuartige Behandlung von Tumoren wurde erst kürzlich eines der weltweit größten und renommiertesten Krebszentren, das MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas. Auf Einladung des Co-Direktors für Forschung am Department für Interventionelle Radiologie, Bruno Odisio, hatte Bale erst Ende Februar dieses Jahres zwei Eingriffe in den USA vorgenommen und die Innsbrucker Methode dort eingeführt.

Die bisherigen Ergebnisse, etwa was die Mortalität und das nachhaltige Verschwinden von Tumoren betreffe, seien überaus positiv: "Unsere Methode kann bei den Langzeitdaten mit den besten Daten der Chirurgie mithalten." Mitbedenken müsse man aber - und das lasse die "Innsbruck-Methode" in einem noch besseren Licht erscheinen -, dass "bei uns auch Patienten behandelt wurden, die man gar nicht mehr hätte operieren können".

Der neu geschaffene, innovative Arbeitsablauf und die Verwendung von mehreren Nadeln sei nichts weniger als ein "Gamechanger", so Bale. Keinesfalls wolle er aber die Funktion und Aufgabe der Chirurgie-Kollegen kleinreden: "Sowohl durch unsere Methode als auch durch die Weiterentwicklungen in der Chirurgie und Onkologie können heute insgesamt mehr Patienten auf eine vollständige Heilung bei Lebertumoren hoffen."

Verwandte Artikel
Symbolbild Zukunft.
Symbolbild Zukunft.
Zukunftsperspektive CGM CLINICAL RCM
5 Fragen an Sven Strakeljahn (CGM)

Die Ankündigung von SAP, bis ...

Unzufriedene Patientin am Mobiltelefon.
Unzufriedene Patientin am Mobiltelefon.
Massive Unzufrie­denheit der Versich­erten mit OÖ Gesund­heits­system

Immer mehr Menschen sind derzeit mit der Gesundheitsversorgung in ...