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Hoher Blutdruck fördert Demenz

6. Oktober 2022 | APAMED (APA-OTS)
Nahaufnahme einer Frau beim Blutdruckmessen.
Nahaufnahme einer Frau beim Blutdruckmessen.

Ein hoher Blutdruck im mittleren Lebensalter fördert Demenzentwicklung im späteren Lebensalter. Ein gesunder Blutdruck trägt maßgeblich zur Prävention von Demenzerkrankungen bei. Veränderte Lebensgewohnheiten wie mehr Bewegung, weniger Stress und eine gesunde Ernährung senken den Blutdruck nachweislich.

Während gemeinhin bekannt ist, dass hoher Blutdruck als ein Haupt-Risikofaktor für Herz-Kreislauferkrankungen gilt, ist der Zusammenhang zwischen Bluthochdruck (arterieller Hypertonie) und Demenzentwicklung im Alter in der Bevölkerung noch weitgehend unbekannt. Durch den erhöhten Blutdruck kommt es zu einer Überbelastung der Gefäße im ganzen Körper – auch im Gehirn. 

Dadurch werden kleinste Gefäße im Gehirn geschädigt und das Risiko für Demenz im Alter nimmt deutlich zu.

In einer gemeinsamen Kampagne setzen sich die Österreichische Gesellschaft für Hypertensiologie (ÖGH) und die Firma Sandoz dafür ein, der breiten Öffentlichkeit die Bedeutung eines normalen Blutdrucks für die Demenzprävention bewusst zu machen. 

Die wichtigsten Eckpunkte dieser Kampagne sind:

  1. die regelmäßige Kontrolle und gegebenenfalls Senkung des Blutdrucks bereits im mittleren Lebensalter
  2. die Förderung von Lebensgewohnheiten, die den Blutdruck nachweislich senken und damit zur Demenzprävention beitragen, beispielsweise gesunde Ernährung, Bewegung und Stressreduktion.
Priv.-Doz. Dr. Christian Koppelstätter PhD, <br>Vorstandsmitglied der ÖGH
Dr. univ. med. Christian Koppelstätter PhD, Internist in Innsbruck, Spezialist für Blutdruck und Niere.

Die WHO hat bereits 2017 die Behandlung und Vermeidung der Demenz zu einem ihrer vorrangigen Ziele gemacht. Aufgrund der Zunahme dementieller Erkrankungen in einer zunehmend älter werdenden Bevölkerung ist es der Österreichischen Gesellschaft für Hypertensiologie (ÖGH) ein Anliegen auf eine rechtzeitige Prävention hinzuweisen, um nicht nur Herzinfarkte und Schlaganfälle mit einer optimalen Blutdruckkontrolle zu vermeiden, sondern auch die Entwicklung einer Demenz in den von uns behandelten Patienten zu verhindern. Zuletzt konnte eine große amerikanische Studie zeigen, dass ein gut eingestellter Blutdruck ab der Lebensmitte das Risiko, im späteren Leben eine Demenz zu entwickeln, reduzieren kann. Dies bestätigten ähnliche Ergebnisse anderer Studien in den letzten Jahren.

Priv.-Doz. Dr. Christian Koppelstätter PhD, 
Vorstandsmitglied der ÖGH

Dieser Aussage schließt sich OÄ Priv.-Doz. Dr. Julia Ferrari, Präsidentin der Österreichischen Schlaganfall Gesellschaft, ebenfalls an: "Bluthochdruck ist einer der wichtigsten Risikofaktoren für Hirngefäßerkrankungen. Somit ist die optimale Einstellung des Blutdrucks sowohl im Sinne der Primär-, als auch der Sekundärprävention – also der Vorbeugung eines Schlaganfalls – unbedingt erforderlich."

Weiters erläutert sie: ´Bluthochdruck gilt als Hauptrisikofaktor der "zerebralen Mikroangiopathie´, die über Schädigungen der weißen Gehirnsubstanz (sogenannte ´white matter lesions´) zur Gefäßdemenz führt. Insofern kann die Blutdruckeinstellung einer verstärkten Vergesslichkeit in gewisser Weise vorbeugen. Aber auch bei der Alzheimer-Demenz hat sich gezeigt, dass die Modifikation der Gefäßrisikofaktoren und die Behandlung des Bluthochdrucks die Prognose günstig beeinflussen."

Michael Haidinger, Head Medical and Regulatory Affairs bei Sandoz in Österreich, ergänzt: "Wir wollen mit dieser Kampagne in Kooperation mit der ÖGH zu einem besseren Verständnis für den Zusammenhang von hohem Blutdruck und Demenzentwicklung beitragen. Es ist wesentlich, Bluthochdruck möglichst früh zu erkennen. So kann vom Arzt rechtzeitig eine Behandlung zur Blutdruckkontrolle in die Wege geleitet werden, um jene schleichend und oft unbemerkt auftretenden Schädigungen des Gehirns, die letztlich zu Demenz führen, möglichst zu verhindern."

Die fehlende Vorsorgebereitschaft zeigt sich auch innerhalb der Ergebnisse des Austrian Health Reports 2022. Die Pandemie hatte bzw. hat Auswirkungen auf die Gesundheitsvorsorge – 29% der ÖsterreicherInnen sind weniger häufig zum Arzt gegangen, auch wenn sie sich krank gefühlt haben, knapp ebenso viele haben auf Vorsorge- oder Routineuntersuchungen verzichtet.

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