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Die "Grüner Pass" App ist da!

2. Juli 2021 | APAMED (APA-OTS)

Das Gesundheitsministerium stellt in Zusammenarbeit mit dem Bundesrechenzentrum eine App für den Grünen Pass zur Verfügung. Die digitale Anwendung soll eine sichere Offline-Speicherung der EU-konformen Zertifikate inklusive QR-Code sowie einen einfachen Vorweis selbiger bei Zutritten und Reisen innerhalb der Europäischen Union ermöglichen. 

Die kostenlose App ist bereits für das Betriebssystem iOS verfügbar, in Bälde dann auch für Android, hieß es.

Die App, die in den jeweiligen Stores erhältlich ist, speichere und verarbeite die Daten ausschließlich offline, also nur am Handy des Endverbrauchers, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit. Einmal hochgeladen und abgespeichert wird das EU-konforme Zertifikat in einer vereinfachten Version dargestellt. Angezeigt werden in der App dann nur noch wesentliche Informationen, wie beispielsweise Vorname, Nachname, COVID-19-Impfstoff sowie der EU-konforme QR-Code. Eine Speicherung in einer Cloud erfolge nicht.

"Da es sich bei den Zertifikaten des Grünen Passes um besonders sensible Gesundheitsdaten handelt, mussten wir in der Entwicklung der App enge rechtliche Rahmenbedingungen beachten", betonte Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (Grüne). Daher habe es nicht nur einen gesundheitspolitischen, sondern auch einen gesellschaftspolitischen Auftrag zum Datenschutz gegeben. Mückstein zeigte sich überzeugt, dass die Anwendung einen "bestmöglichen Schutz der Gesundheitsdaten" gewährleiste.

Zudem könne die überprüfende Stelle (z.B. Restaurants, Kinos, Theater, Fitnessstudios) die Gültigkeit des vorgezeigten Zertifikats mittels der offiziellen Prüf-Anwendung "GreenCheck" (https://greencheck.gv.at/) kontrollieren. Dafür werde ein Mobiltelefon oder Tablet mit funktionierender Handykamera benötigt. Auch bei dieser Web-App-Lösung würden keine persönlichen Daten übermittelt, die Prüfung erfolge offline. Damit soll Veranstaltern eine einfache Kontrolle beim Eintritt ermöglicht werden. Die Einhaltung dieser Vorgaben werde stichprobenartig kontrolliert, hieß es.

Verantwortlich für die Entwicklung der App zeichnet das Bundesrechenzentrum (BRZ), das mit dem Epidemiologischen Informationssystem (EPI) bereits die technische Grundlage für den Grünen Pass in Österreich lieferte. Die technische Umsetzung erfolgte auf Basis der Open Source App des Schweizer Bundesamts für Informatik und Telekommunikation (BIT), mit dem das BRZ u.a. in der EURITAS vernetzt ist.

 

"Grüner Pass" trat EU-weit in Kraft

Das digitale COVID-Zertifikat der EU ist mit vergangenem Donnerstag in Kraft getreten. Damit kann über einen QR-Code nachgewiesen werden, dass eine Person gegen Corona geimpft bzw. negativ getestet wurde oder eine Infektion überstanden hat. Das Zertifikat wird in allen 27 EU-Ländern sowie in der Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein anerkannt. Das Reisen innerhalb Europas soll damit einfacher werden. Dennoch gibt es unterschiedliche Auflagen bei der Einreise in die Staaten.

Bei den Einreise-Vorschriften der einzelnen Länder ist etwa die Dauer der Gültigkeit von Genesungszertifikaten und Testergebnissen unterschiedlich geregelt ebenso wie das Mindestalter, ab dem ein Test erforderlich ist. Unterschiedlich ist auch die Frist, ab wann eine Impfung anerkannt wird. Meistens ist dies 14 Tage nach einer Vollimmunisierung (zweite Dosis bzw. erste Dosis des Impfstoffs Johnson & Johnson). Der EU-Rat hat unlängst eine Empfehlung ausgegeben, wonach genesene Personen nur eine Impfung benötigen und damit bereits dann ein Impfzertifikat bekommen sollen. Diese Empfehlung muss in Österreich technisch und rechtlich erst umgesetzt werden. Zusätzlich ist in vielen Ländern eine Registrierung vor Antritt der Reise verpflichtend.

In Österreich ist der begehrte "Grüne Pass" neben der App auch mit Handysignatur oder Bürgerkarte unter https://www.gesundheit.gv.at/ erhältlich. Bis letzten Mittwoch wurden bereits 3,4 Mio. Zertifikate abgerufen, so das Gesundheitsministerium. 

Eine weitere Möglichkeit, an das Zertifikat zu kommen, ist über den direkten Link, den man nach einem Coronatest zugeschickt bekommt. Über Direktlinks nach Tests wurden bisher 9,8 Mio. Zertifikate abgerufen. Zusätzlich stehen laut Gesundheitsministerium mehrere Offline-Möglichkeiten zur Verfügung: Personen, die bis Ende Juni vollimmunisiert sind, erhalten ihr Impfzertifikat per Post. Ein Ausdruck ist auch bei niedergelassenen Ärzten, Apotheken, Kundenservicestellen der Österreichischen Gesundheitskasse (ÖGK) und Teststellen möglich.

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