CompuGroup Medical
Synchronizing Healthcare

Erfahren Sie alles über die Vision, Mission sowie die Menschen, die die CompuGroup Medical weltweit prägen. 

Investor Relations
Eine Person tippt mit dem Finger auf ein Tablet-PC mit einer Investor-Relations-Präsentation
Karriere
Eine junge Frau telefoniert mit ihrem Smartphone, während sie einen Tablet-PC hält
CGM Global
Mehrere CGM-Flaggen

Zukunftsplan Pflege

9. September 2019 | APAMED
Alte Hände
Alte Hände

Für die ÖVP Burgenland wirft das Modell zur Anstel­lung pfle­gender Ange­höriger im "Zukunfts­plan Pflege" weiter Fragen auf. So könnten Ansprüche von Ange­stellten aus arbeits­recht­licher Sicht teuer kommen, wurde argumen­tiert. Das Modell sei geschei­tert, "bevor es überhaupt in Kraft tritt", sagte ÖVP-Landes­partei­obmann Thomas Steiner am Donners­tag. Die SPÖ kritisierte die Aus­sagen scharf.

Die Volkspartei hatte Träger­organi­sationen und Betreiber von Heimen zu einem "Pflege­gipfel" in den Land­tags­klub geladen. Unter den Teil­nehmern war auch der Vor­sitzende der GÖD-Gesund­heits­gewerk­schaft, Reinhard Waldhör. Komme es zu einem Anstel­lungs­ver­hältnis bei einer Tochter­gesell­schaft der KRAGes (Burgen­ländische Kranken­anstalten-Gesell­schaft m.b.H.) und gebe es keinen Kollektiv­vertrag, so komme die bundes­weite Arbeits­ver­fassung zum Tragen, so Waldhör.

Das Pflegemodell sehe etwa bei Pflege­stufe 3 eine Anstel­lung im Ausmaß von 20 Wochen­stunden vor. "Die Arbeits­ver­fassung kennt den All-in-Vertrag klassisch nicht. Das bedeutet: Was passiert mit der 21. Stunde oder in den folgen­den Pflege­stufen mit der 31., 41. Stunde?", fragte Waldhör. Wenn einmal der Fall eintrete, dass ein Ange­höriger mittels seiner Arbeits­zeit­auf­zeichnungen den Dienst­geber (die KRAGes-Tochter­gesell­schaft, Anm.) auf­fordere, ihm die ausste­henden Zahlungen abzu­gelten, dann werde das arbeits­recht­lich "sehr sehr teuer werden für diese Tochter­gesell­schaft", argumen­tierte der GÖD-Vertreter.

Zudem wären Ruhezeitenbestimmungen einzu­halten und Fragen betreffend Sonder­zahlungen, Urlaubs- und Weihnachts­geld zu klären. Berech­nungen zufolge könne das Pflege­modell auch dazu führen, dass sich nach Anstellung eines Ange­hörigen das Familien­ein­kommen aufgrund von Abzügen reduziere.

Rechne man alles klar durch, werde es wenige geben, die das Modell in Anspruch nehmen werden, meinte Waldhör. ÖVP-Obmann Steiner ortete im Hinblick auf den "Zukunfts­plan Pflege" eine "Politik der Überschriften".

Die Volkspartei fingiere einen "Pflege­gipfel", um mit ÖVP-nahen Funktions­trägern gegen den "Zukunfts­plan Pflege" zu polemi­sieren, stellte SPÖ-Landes­geschäfts­führer Roland Fürst in einer Aus­sendung fest. Er verwies auf ein Maß­nahmen­paket der Salz­burger Landes­regierung, wobei der Fokus auf die Arbeits­bedin­gungen pfle­gender Angehöriger gelegt werde. Das Paket bein­halte auch pensions­recht­liche Absiche­rungen für pflegende Ange­hörige. Die burgen­ländische Volks­partei sollte "mit den Partei­kollegen aus Salzburg Kontakt auf­nehmen und sich in Sachen Pflege aufklären lassen", so der SPÖ-Politiker.

Impressum