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13. Mai 2021 | Alexandra Keller
AKH Wien, Außenansicht
AKH Wien, Außenansicht

Im ÖKZ-Interview gibt die Generaldirektorin des Wiener Gesundheitsverbundes, Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, einen Einblick in den Stellenwert, den der größte Spitalsbetreiber Österreichs einem Blackout beimisst. 

 

Welchen Stellenwert hat die steigende Blackout-Bedrohungslage in der Notfall- oder Katastrophenvorsorge der Einrichtungen des Wiener Gesundheitsverbundes? 

 

Evelyn Kölldorfer-Leitgeb: 

Der Wiener Gesundheitsverbund ist als größter Spitalsbetreiber Österreichs Teil der kritischen Infrastruktur des Landes und der Stadt Wien. Daher beschäftigt sich das Unternehmen selbstverständlich laufend mit diversen Bedrohungsszenarien. Wien hat zur Bewältigung von Katastrophenereignissen, Großschadenslagen und/oder „komplexen Schadenslagen“ ein eigenes Katastrophenmanagement eingerichtet. Der Wiener Gesundheitsverbund ist als Unternehmung der Stadt Wien in das Katastrophenmanagement der Stadt Wien integriert und insbesondere bei der Fragestellung der Ausweitung der Aufnahme- und Behandlungskapazität für die Bewältigung externer Notfälle einbezogen. Das Szenario „Blackout“ hat dementsprechend den hohen Stellenwert, den die Frage der Stromversorgung generell hat. 

 

Sind die Krankenhäuser des Wiener Gesundheitsverbundes auf einen weitreichenden Strom- und Infrastrukturausfall vorbereitet? 

Kölldorfer-Leitgeb: 

Selbstverständlich. Die dafür notwendigen Vorbereitungen und Präventionsmaßnahmen erfolgen in Abstimmung mit der Magistratsdirektion, Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit, Gruppe Krisenmanagement und Sicherheit (MD-OS-Gruppe KS). Wesentlichste technische Vorsorge wird durch Notstromversorgungssysteme in den jeweiligen Einrichtungen getroffen. Diese Systeme werden auch laufend auf ihre Funktionstüchtigkeit hin überprüft. 

 

Welches Szenario wurde diesbezüglichen Planungen bzw. Vorkehrungen zugrundegelegt? 

Kölldorfer-Leitgeb: 

Es werden unterschiedliche Szenarien, von stundenweisen lokalen Stromausfällen bis hin zum Stromausfall in weiten Teilen Europas und ein damit verbundener möglicherweise mehrtägiger lokaler Stromausfall zugrundegelegt. Darüber hinaus werden auch besondere Tages- und Jahreszeiten mit deren Einfluss auf die Frage der Stromversorgung mit einbezogen. 

 

Wie lange könnte die Versorgung respektive Notfallversorgung der Bevölkerung im Zuge eines Stromausfalles und des Zusammenbruchs der Lieferketten aufrechterhalten werden? 

 

Kölldorfer-Leitgeb: 

Abhängig vom jeweiligen Tankvolumen der Notstromanlagen schwankt dieser Bereich zwischen mindestens 24 Stunden bis maximal 72 Stunden. Der Wiener Gesundheitsverbund entspricht natürlich auch in Hinblick auf das Szenario eines großflächigen Stromausfalls allen gesetzlichen Vorgaben.

Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, <br>Generaldirektorin, <br>Wiener Gesundheitsverbund
Der Wiener Gesundheitsverbund entspricht allen gesetzlichen Vorgaben.

Evelyn Kölldorfer-Leitgeb, 
Generaldirektorin, 
Wiener Gesundheitsverbund

Quelle: ÖKZ 03-04/2021 (Jahrgang 62), Springer-Verlag

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