INTEGRI 26: Ihre Einreichung als Sozialeinrichtung gesucht!
INTEGRI, Integrierte Versorgung, Vernetzung im Gesundheitswesen - 23.11.2025
Das Thema der Integrierten Versorgung (IV) gewinnt im österreichischen Gesundheits- und Sozialwesen zunehmend an Bedeutung. Die Veranstalter des "INTEGRI 2026" (Österreichischer Preis für Integrierte Versorgung) rufen zur Einreichung von sektorenübergreifenden, vernetzten Versorgungslösungen auf und erwartet gespannt Beiträge zu aktuellen Initiativen aus allen Bereichen des österreichischen Gesundheitswesens.Insbesondere Einrichtungen im Sozial- und Pflegebereich spielen eine immer wichtige Rolle, um die sektorenübergreifende Patientenversorgung zu verbessern. Hier gibt es zahlreiche spannende Projektideen und Innovationsfelder, mit denen eine INTEGRI-Teilnahme möglich wäre!Wir beleuchten in diesem Artikel die relevanten Rahmenbedingungen und Anforderungen zur INTEGRI-Teilnahme, mögliche Inspirationen für Projektideen, zu denen österreichische Sozialeinrichtung einreichen könnte, sowie Hinweise auf Innovationsfelder - worauf beim Aufbrechen der sektoralen Grenzen im Besonderen geachtet werden? Rahmenbedingungen und Anforderungen beim INTEGRIWenn Sie als Mitarbeitende*r in einer Sozialeinrichtung ein IV-Projekt aus Ihrer Institution beim INTEGRI 26 einreichen möchten, gilt es, die Voraussetzungen und Bewertungsfaktoren zu beachten:Ziel: Aufzeigen von innovativen Modelle der integrierten Versorgung, also Versorgungsansätze, die sektorenübergreifend wirken, Akteure vernetzen und Patient*innen bzw. Klient*innen in den Mittelpunkt stellen.Wichtige Erfolgsfaktoren, die in bisherigen Einreichungen genannt wurden:Sorgfältige Vernetzung von Akteur*innen über die traditionellen Sektorgrenzen (z.B. zwischen Ambulant/Stationär, Gesundheit / Soziales).Prozess- und strukturorientiertes Vorgehen: klare Konzepte, Steuerung, Operationalisierung.Patient*innen- oder Klient*innenorientierung: Fokus auf Qualität der Versorgung, Lebensqualität, nicht nur Kostenreduktion.Einreichfrist: Seit September 2025 können IV-Initaitiven zum INTEGRI eingereicht werden - die Einreichfrist endet am 15. März 2026. Für Ihre Sozialeinrichtung heißt das: Ihr Projekt sollte über das klassische eigene Leistungsangebot hinausgehen, möglichst Schnittstellen adressieren, neues Zusammenwirken ermöglichen und gut dokumentierbar sein (Zielgruppen, Wirkungen, Prozesse). Idealerweise gibt es schon erste Ergebnisse oder zumindest ein gut ausgearbeitetes Konzept. Mögliche Projektideen für SozialeinrichtungenUm Ihnen bessere Orientierung zu geben, stellen wir hier einige Vorschläge zusammen, wie eine Institution im österreichischen Sozialwesen mit einer konkreten Projektidee beim INTEGRI teilnehmen könnte. Hinterfragen Sie doch einmal aktiv, ob derartige Initiativen auch in Ihrer Institution Sinn machen könnten. #Idee A: Übergangsmanagement zwischen Sozial- und GesundheitsversorgungIhre Einrichtung (z.B. Pflegeheim, betreutes Wohnen, Tageszentrum) entwickelt ein verbindliches Übergangs- und Nachsorge-Modell mit Gesundheitsakteur*innen (z.B. Hausärzte, ambulante Pflegedienste, Spitalsentlass-Management). Ziel ist es, zur Vermeidung von unnötigen stationären Aufenthalten bzw. Re-Hospitalisierungen beizutragen, indem eine deutlich bessere Betreuung beim Wechsel vom Krankenhaus ins Heim und von da zu ambulanten Betreuungen zu ermöglichen.Durch die Kooperation des Sozialbereichs mit Spitälern und ambulanten Diensten könnten gemeinsame Schnittstellen und Prozessketten sowie abgestimmte Rückmeldemechanismen zu einer Verbesserung des Gesamtsystems - also für alle Beteiligten - möglich machen.#Idee B: Integriertes Präventions- und Gesundheitsförderungsangebot im SozialraumEine Sozialeinrichtung initiiert ein gesundheits- bzw. lebensstilorientiertes Angebot (z.B. für ältere Menschen, Menschen mit Behinderung oder chronisch Erkrankte) in Kooperation mit Gesundheitsdienstleistern (Ergotherapie, Physiotherapie, Gesundheitsberatung), kommunalen Stellen und eventuell Tele- bzw. Digitalangeboten. Mit dem Ziel, frühzeitige Intervention möglich zu machen, eine Verringerung von gesundheitlicher Risiken sicherzustellen, die Verlagerung von Interventionen in den Sozialraum zu ermöglichen und eine bessere Lebensqualität für die Klient*innen zu erzielen.Durch die Vernetzung zwischen Sozial- und Gesundheitsdiensten, der Einbindung von Gemeinden, Kommunen u/o Stadtteil-Netzwerken entsteht ein aktives Förderungs- und Präventionssystem. Die "Schnittstelle Sozial-Gesundheit" wird weit...