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Die 23 Ordensspitäler in Österreich haben seit 2018 ihre Gesamt-Wertschöpfung auf rund vier Milliarden Euro verdoppelt. Zu diesem Ergebnis kommt eine von der Arbeitsgemeinschaft der Ordensspitäler beauftragte Studie von Joanneum Research, die am Mittwoch präsentiert wurde. Fast die Hälfte der Wertschöpfung wird dabei in Oberösterreich generiert, wo es neben Wien die meisten Ordensspitäler gibt.
Insgesamt wird jedes elfte Krankenhaus in Österreich von Ordensgemeinschaften geführt, jedes fünfte Spitalsbett steht in einem Ordensspital. Jährlich werden zwei Millionen Patient*innen betreut - in Oberösterreich sind es sogar die Hälfte, in Wien 20%. Bundesweit sind 20.000 Personen in Ordensspitälern beschäftigt.
Zur Einordnung der Wertschöpfung: Jeder 111. Euro in Österreich wird in einem Ordensspital generiert. Die direkte Wertschöpfung der Ordensspitäler entspricht in etwa jener des Forschungssektors in Österreich und liegt etwas über jener von Werbung und Marktforschung.
Für die Studie wurden dabei direkte, indirekte und induzierte Effekte unterschieden: Direkt entsteht Wertschöpfung etwa durch Gehaltszahlungen, Materialeinkäufe und Investitionen in Ordensspitälern, indirekt bei Zulieferbetrieben wie Bauunternehmen oder IT-Dienstleistern und induziert etwa durch Restaurantbesuche von Ärzt*innen oder Supermarkteinkäufe von Pflegern.
Am höchsten ist die wirtschaftliche Bedeutung der Ordensspitäler in Oberösterreich - das liegt an der hohen Anzahl (7) bzw. Größe der Einrichtungen und dem Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Wirtschaftliche Bedeutung haben sie durch indirekte Effekte aber auch in Bundesländern wie Niederösterreich (EUR 101 Mio.) und Vorarlberg (EUR 11 Mio.), wo es gar keine Ordensspitäler gibt.
Herausgerechnet hat man auch die Rückflüsse ins öffentliche Budget: Über Sozialversicherungsbeiträge (EUR 855 Mio.) und Steuern (EUR 630 Mio.) fließen rund EUR 1,5 Mrd. wieder in den öffentlichen Haushalt. Von jedem Euro, der direkt erwirtschaftet wird, gehen damit 37 Cent an den Staat. Seit 2018 haben die Ordensspitäler ihren Anteil an der direkten Bruttowertschöpfung des gesamten Gesundheitswesens von fünf auf 7,6% in etwa um das 1,5-fache gesteigert.
Trotz überproportionalen Wachstums nach wie vor ungelöst ist der Arbeitskonflikt in den oberösterreichischen Ordensspitälern - dort wurde in der Vorwoche gestreikt. Grund sind die stockenden Kollektivvertragsverhandlungen. Das nicht ärztliche Personal fordert Lohnerhöhungen zumindest in Höhe der Inflation und eine stufenweisen Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden. Die Arbeitgeber boten bisher 3,3% Plus und halten eine Arbeitszeitverkürzung für unrealistisch.
Die Verhandlungen sollen am 4. Februar fortgesetzt werden, so der Gesamtleiter der Einrichtungen der Barmherzigen Brüder, Peter Ausweger, bei der Pressekonferenz. Die Ordensspitäler seien in das Finanzierungssystem der öffentlichen Hand eingebunden - deshalb müssten auch Arbeitsbedingungen und Gehalt im Gleichklang mit anderen Spitalsbetreibern gehen.