Österreich

Grenz­über­schrei­tende Gesund­heits­ver­sorgung wird erleicht­ert

17. Oktober 2025 | APAMED (APA-OTS)
Grenzüberschreitende Medikation in der EU.
Grenzüberschreitende Medikation in der EU.

Österreich will bei der sicheren Nutzung von Gesundheitsdaten Vorreiterrolle übernehmen

“Wir wünschen uns eine EU ohne Grenzen, jetzt haben wir die EU ohne Grenzen sogar auf Rezept”, sagte ÖVP- Gesundheitssprecherin Juliane Bogner-Strauß bei der Debatte zum Gesundheitstelematikgesetz im Nationalrat. Im Konkreten sollen durch Änderungen in diesem Gesetz und im ASVG die Rechtsgrundlagen für einen vereinfachten Zugang zu Arzneimitteln in der EU mittels “EU- Rezept” sowie den Abruf von sogenannten Patientenkurzakten geschaffen werden.

Für jene, die sich länger in einem anderen EU-Land aufhalten und dort Medikamente brauchen, bringe dies wesentliche Vorteile. 

Man braucht nicht alle Medikamente einzupacken und sollte man krank werden, kann man über das EU-Rezept dort vor Ort in der Apotheke Arzneimittel abholen. Neben den Aspekten der Behandlungskontinuität und der Sicherheit für die Patient*innen gehe es auch um die Fälschungssicherheit von in Österreich ausgestellten EU-Rezepten sowie den Abbau bürokratischer Hürden.

Vor allem ältere Menschen würden sich manchmal nicht mehr trauen, auf Urlaub zu fahren, weil sie befürchten, dort ihre Medikamente nicht zu bekommen, oder dass es eben einen medizinischen Notfall und Sprachbarrieren gibt. – Hier hilft die Patientenkurzakte.

“Österreich will hier bei der sicheren Nutzung von Gesundheitsdaten eine Vorreiterrolle einnehmen”, so die Abgeordnete.

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