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Risiko von Krankenhaus­infektionen nimmt mit Temperatur­anstieg zu

8. Juni 2022 | APAMED (APA-OTS)
Chirurg wäscht sich die Hände
Chirurg wäscht sich die Hände

Aufgrund von Personalmangel im medizinischen Sektor durch die Pandemie, haben sich aktuell zahlreiche Operationen in die kommenden Sommermonate verschoben. Pro Grad Celsius Außentemperatur steigt allerdings das Risiko der postoperativen Wundinfektion um 1%. Allein in Österreich sterben jährlich rund 5.000 Patienten an den Folgen von Krankenhausinfektionen, wobei postoperative Wundinfektionen zu den häufigsten zählen. 

Antibiotika-Resistenzentwicklungen schränken zunehmend die Therapiemöglichkeiten ein. Deshalb ist es umso wichtiger, die Gesundheitskompetenz der Bevölkerung zu verbessern, indem man durch Aufklärungsmaßnahmen die Patientendekontamination forciert: Patienten können zusätzlich selbst präventive Maßnahmen vor einer OP ergreifen und verringern damit nachweislich das eigene Infektionsrisiko. 

Bis zu 50% wären durch optimale Hygienemaßnahmen zu verhindern.

ÖGKH (Österreichische Gesellschaft für Krankenhaushygiene)

 

30% höheres Infektionsrisiko im Sommer: Studien aus der Orthopädie und Plastischen Chirurgie zeigen, dass in Österreich im Zeitraum Juni, Juli, August signifikant mehr postoperative Wundinfektionen auftreten. An heißen Sommertagen ist das Risiko statistisch gesehen um ca. 30% höher, als in einer kühlen Jahreszeit.

 

Vorsorge durch Patientenbeteiligung

"Da die Hygienestandards in den österreichischen Krankenhäusern prinzipiell als hoch einzustufen sind und die patienteneigene Hautflora als häufige Ursache für postoperative Infektionen erkannt wurde, setzt man nun zusätzlich direkt an den Patienten an", erklärt Dr. Christoph Klaus, Genetiker und Infektionspräventionsexperte und gewR GF Schülke & Mayr GmbH. 

"Eine wesentliche Maßnahme mit hoher wissenschaftlicher Evidenz ist die Patientendekontamination: eine Kombination von antiseptischer Ganzkörperwaschung und Nasenbehandlung, die vor der Operation zu Hause durchgeführt wird", ergänzt Dr. Klaus.

"Studien haben gezeigt, dass bei den postoperativen Wundinfektionen die Erreger meistens von der Hautflora der Patienten selbst stammen. Auf jedem Quadratzentimeter Haut sind bis zu zehn Mio. Bakterien angesiedelt. Diese nehmen prinzipiell wichtige Schutzfunktionen wahr. Bei einer Operation können sie aber in das Wundgebiet eindringen und möglicherweise Infektionen und damit verbunden Folgeoperationen, Schmerzen, Behinderungen oder Arbeitsunfähigkeit auslösen und schlimmstenfalls bis hin zum Tod führen", erklärt Prof. Albert Tuchmann, Generalsekretär der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie.

 

Vorbereitung beginnt zu Hause

"Die Anwendung sollte mit Produkten auf Octenidin-Basis bis zu fünf Tage vor der geplanten Operation zu Hause beginnen: 1 x täglich duschen, 2 - 3x täglich ein Nasengel in den Nasenvorhöfen verteilen, da Staphylokokkus vor allem in der Nase vorkommen", erklärt Dr. Christoph Klaus das Prozedere.

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