Stellen Sie sich vor, in Ihrer Praxis werden unbemerkt Einträge in Ihrer Patientendatei vorgenommen, ohne dass Sie es erlaubt haben. Sie wissen nicht, welche Änderungen vorgenommen worden sind. Klingt wie ein Albtraum? Genau das ist kürzlich in einer österreichischen Arztpraxis passiert.
Eine Praxis wollte ihren Telefondienst mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz verbessern – ein durchaus sinnvoller Gedanke. Dazu wurde ein Anbieter für KI-Telefonie getestet. Um dem Anbieter die Arbeit zu ermöglichen, wurde ein Zugang zur Arztsoftware eingerichtet. Dabei wurden Daten wie der Benutzername, Passwort und der zweite Sicherheitscode weitergegeben.
Die Praxis hatte vermutlich die Annahme, dass dieser Zugang nur für einen sehr eingeschränkten Zweck genutzt wird, insbesondere für Terminabfragen bzw. Terminbuchungen.
Leider stellte sich heraus, dass es doch nicht so verwendet wurde, wie gedacht. Der KI-Anbieter hat diesen Zugang nämlich nicht so verwendet, wie ein Mensch die Software bedienen würde. Stattdessen hat ein automatisiertes Programm, ein sogenanntes Script selbstständig auf die Arztsoftware zugegriffen. Und dabei ist etwas passiert, das in dieser Form technisch gar nicht vorgesehen war: Die KI hat eigenständig Einträge in die Patientendatenbank geschrieben. Die Einträge führten zu einem Ausfall der Software in der Praxis.
Patientendaten sind das Sensibelste, was eine Arztpraxis besitzt. Wenn ein externes Programm unkontrolliert in diese Daten schreiben kann, verlieren Sie die Kontrolle über Ihre eigene Kartei. Sie können die Änderung nicht nachvollziehen und Sie sind auch vor fehlerhaften, externen Daten nicht sicher. Sie können Ihren Patientinnen und Patienten nicht mehr garantieren, dass deren Daten sicher sind. Das ist nicht nur ein technisches Problem, sondern auch eine rechtliche und ethische Frage und im schlimmsten Fall eine, die Ihren guten Ruf gefährdet. Ein schlecht abgesichertes System kann genauso viel Schaden anrichten wie ein böswilliger Angriff.
Wir möchten Sie mit drei einfachen Regeln, unterstützen, die Sie und Ihre Patientendaten schützen:
Bei Fragen zu unseren KI Produkten können Sie sich gerne bei unserer KI-Expertin Frau Ruken Effenberger unter der E-Mail-Adresse ruken.effenberger@cgm.com melden oder gleich einen Termin mit Frau Effenberger vereinbaren.
KI wird auch den Medizinbereich grundlegend verändern. Wichtig ist dabei, dass die Sicherheit Ihrer Patientendaten nie auf der Strecke bleibt.