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Signifikanter Anstieg an Herz­infarkten

2. März 2022 | APAMED (APA-OTS)

Die Innsbrucker Kardiologie behandelt jedes Jahr mehr Herzinfarkt-Patienten, die zudem jährlich immer jünger werden. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre sei es zu einer Verdoppelung der Herzinfarkte gekommen, jährlich kämen zudem rund 2% mehr Patienten unter 40 Jahren dazu, sagten Kardiologen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Der Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie und Angiologie, Axel Bauer, forderte eine "Aufstockung der Logistik".

Der Aufbau von "Nebenstrukturen in weiteren kleineren Zentren" sei hingegen kontraproduktiv. Auch gelte es die Digitalisierung bei der Herzinfarkt-Risikoüberwachung voranzutreiben, so Bauer. In einer von ihm und seinem Team vor kurzem publizierten Studie sei etwa gezeigt worden, dass ein implantierter Chip frühzeitig schwerwiegende Komplikationen nach einem Herzinfarkt anzeigen könne, führte Bauer aus. "Das ist vor allem für Hochrisikopatienten ein großer Fortschritt."

Das Thema Digitalisierung soll auch beim 24. Innsbrucker Kardiologie-Kongress diskutiert werden, der ab Donnerstag bis zum 6. März virtuell über die Bühne geht und für rund 700 Teilnehmer live aus dem Innsbrucker Congress übertragen wird. Auch beispielsweise der Zusammenhang von Depression und Herzinfarkt oder der Einfluss von Alkoholkonsum auf Herzschwäche soll laut Christoph Brenner, stellvertretender Direktor der Universitätsklinik für Kardiologie und Angiologie, aufs Tapet kommen.

Klares Schwerpunktthema des Kongresses ist der Herzinfarkt. Die Zahlen stiegen zuletzt deutlich an. Man habe mittlerweile "so gut wie täglich" mit Herzinfarkten zu tun, betonte Bernhard Metzler, geschäftsführender Oberarzt an der Universitätsklinik für Kardiologie und Angiologie. "Im Jahr 2021 haben wir 1.084 Herzinfarktpatienten aus ganz Tirol akut behandelt", nannte er aktuelle Zahlen.

Dafür verantwortlich sei unter anderem die Zusammensetzung der Tiroler Bevölkerung, die insgesamt immer älter werde, so Metzler. Aber auch andere Faktoren gebe es, vor allem bei den Patienten unter 40, hielt Metzler fest. "Übergewicht, Diabetes und ungesunder Lebensstil sind dabei ausschlaggebend."

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