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Demenz kostet Österreichern jähr­lich mehr als 2,6 Milliarden Euro

20. September 2021 | APAMED (APA-OTS)
Demenzkranker lest seinen Namen von der Handinnenseite ab
Demenzkranker lest seinen Namen von der Handinnenseite ab

Geschätzt 147.000 Menschen sind in Österreich von Demenz betroffen. Sowohl die Lebensqualität der Erkrankten als auch der Angehörigen wird beeinträchtigt, hieß es kürzlich bei einer Pressekonferenz des Instituts für Höhere Studien (IHS). Das IHS schätzte nun auch die Kosten der Krankheit in Österreich ab. "Jährlich verursacht Demenz mehr als 2,6 mrd EUR an Kosten für medizinische Versorgung bzw. formelle Pflege und Betreuung", erläuterte Studienautorin Miriam Reiss.

 

Die Gesamtkosten verdeutlichen die Größenordnung des Problems: Demenz verursacht jährlich medizinische Kosten von rund 1,39 mrd EUR sowie formelle Pflegekosten von rund 1,26 mrd EUR. 

"Dazu kommt noch der sehr bedeutende Faktor der informellen Pflege, den wir in der Studie ebenfalls beleuchten", betonte Reiss einen Tag vor dem Welt-Alzheimer-Tag. Gerade im Pflegebereich sei Demenz eine enorme Herausforderung. Bei 85% der Bewohner und Bewohner von Pflegeeinrichtungen müsse davon ausgegangen werden, dass eine demenzielle Beeinträchtigung vorliegt.

Gerade im Pflegebereich sind die Datenlücken aber am gravierendsten, geht aus der IHS-Studie hervor. "Die Auswirkungen von Demenz in Österreich werden derzeit nicht systematisch erfasst. Daher ist die Datenlage trotz der Relevanz des Themas mangelhaft, vor allem in Bezug auf die gesamtgesellschaftlichen Kosten", sagte Studienautor Thomas Czypionka.

 

Die unterschiedlichen Bereiche in den Kosten anfallen beschreibt Czypionka als Leiter des Bereichs Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik am IHS so: 

Direkte medizinische sowie nicht-medizinische Kosten, etwa für Diagnostik und Behandlung oder Medikamente bzw. Pflege und Betreuung, indirekte Kosten, etwa durch verringerte Beschäftigung von informell Pflegenden, und intangible Kosten, etwa durch die psychische und physische Belastung von Betroffenen und Pflegenden.

Das Risiko, an Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter. Parallel dazu steigt die Lebenserwartung in unserer Gesellschaft. Diese Kombination führt zu einem besorgniserregenden Anstieg der Demenzerkrankungen, warnte das IHS. 

"Durch die schlechte Datenlage wird die Planung erschwert und die Zahl der Betroffenen unterschätzt. Auch zum Ausmaß der sozialen Dimension durch die Beeinträchtigung der Betroffenen und Angehörigen sowie zu Präventionsstrategien ist dadurch zu wenig bekannt", betonte Czypionka.

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