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Tirol: Flexibilisierungs­zuschlag für Lang­zeit­pflege

9. September 2022 | APAMED (APA-OTS)
Sozialarbeiter hilft Seniorin mit Krücken.
Sozialarbeiter hilft Seniorin mit Krücken.

Die schwarz-grüne Landesregierung hat einen Zuschlag für Einspringerdienste in der Langzeitpflege beschlossen. Personen, die kurzfristig Dienste übernehmen, würden damit mit 23 Euro pro Dienst honoriert, informierte das Land in einer Aussendung am Mittwoch. Dafür stelle das Land für das Jahr 2023 eine halbe Million bereit. Der Zuschlag komme Bediensteten von Gemeinden und Gemeindeverbänden in Gesundheits- oder Sozialbetreuungsberufen zugute.

Mit ebenjenem "Flexibilisierungszuschlag" würde ein weiterer Punkt des im Juni verkündeten MEHR-Pflegepakets des Landes umgesetzt, so die Verantwortlichen. Der Antrag sei vom Finanzreferenten Landeshauptmann Günther Platter, Gemeindelandesrat Johannes Tratter und Pflegelandesrätin Annette Leja (alle ÖVP) eingebracht worden.

Platter fand, dass der Dank an Pflegerinnen und Pfleger, die eine "unverzichtbare Aufgabe in unserer Gesellschaft" übernähmen, durch das MEHR-Pflegepaket "auch finanziell zum Ausdruck" komme. Gesundheitslandesrätin Leja hielt indes fest, dass "Einspringen" nicht nur zusätzliche Aufwendungen, sondern auch mehr Stress und Druck verursache und Landesrat Tratter führte die wichtige Rolle der Gemeinden in der Pflegeversorgung ins Treffen.

Die Regierung hatte - anknüpfend an das von der Bundesregierung geschnürte Pflegepaket - im Juni das "5-mal MEHR-Pflegepaket des Landes Tirol" beschlossen. In fünf Bereichen soll dadurch die Arbeitssituation für Pflegekräfte in Tirol verbessert werden: Neben mehr Geld für die Pflege in Tirol würden mehr Ausbildungsmöglichkeiten, mehr Qualität für die Pflege, mehr Unterstützung für pflegende Angehörige sowie mehr Kinderbetreuung in der Pflege geschaffen, hieß es damals. In den kommenden drei Jahren stellen Bund und Land Tirol dafür zusätzlich 71 Millionen Euro zur Verfügung.

Der Tiroler ÖGB sah mit dem Zuschlag nur einen "Schritt zu Verbesserungen" und das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht: "Der Weg zu einem guten und umfassenden Pflegepaket ist allerdings nach wie vor noch weit", sagte Vorsitzender und Landtagswahlkandidat Philip Wohlgemuth in einer Aussendung. Der Zuschlag fürs Einspringen müsse "für alle MitarbeiterInnen in Pflege und Gesundheitsberufen gelten", forderte er. Wohlgemuth erneuerte indes die Forderung des ÖGB nach "mehr Geld, mehr Personal, mehr Freizeit".

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