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Die Anforderungen an ein modernes KIS sind sehr hoch. Spitäler wünschen sich erstklassige Lösungen, mit der sie messbare Vorteile erzielen, die aber doch wirtschaftlich tragbar sein sollen. Diese Wünsche umzusetzen, ist alles andere als einfach. Daher haben die Fachleute der CompuGroup Medical die Referenzlösung RefKIS geschaffen, mit der sie in intensivem Austausch mit ihren Kunden eine kosteneffiziente Standardisierung und eine möglichst massgeschneiderte Individualisierung anvisieren.
Dr. med. Stefan Girsberger, MSc, Team Lead Referenzlösungen CompuGroup Medical Schweiz AG, erläutert, was unter dem RefKIS zu verstehen ist: «Die Anforderungen an ein modernes Krankenhausinformationssystem (KIS) sind in der Tat gestiegen. Spitäler und Gesundheitseinrichtungen verlangen erstklassige Lösungen, die nicht nur den klinischen und administrativen Betrieb optimieren, sondern auch messbare Vorteile in Bezug auf Effizienz, Qualität der Patientenversorgung und Kostenkontrolle bieten. Die Herausforderung besteht darin, diese hochkomplexen Anforderungen wirtschaftlich tragbar zu erfüllen. Um diesen hohen Ansprüchen gerecht zu werden, setzen wir auf CGM CLINICAL, ein hoch konfigurierbares Produkt, das es uns ermöglicht, massgeschneiderte Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln. Durch die hohe Anpassungsfähigkeit des Systems können wir spezifische Anforderungen und Arbeitsabläufe der einzelnen Gesundheitseinrichtungen berücksichtigen und optimal integrieren. Das bedeutet, dass wir nicht nur eine Standardlösung liefern, sondern eine, die genau auf die Bedürfnisse und Herausforderungen des jeweiligen Spitals zugeschnitten ist. Diese Flexibilität erlaubt es uns, eine Balance zwischen erstklassiger Funktionalität und wirtschaftlicher Tragbarkeit zu finden. Indem wir eng mit unseren Kunden zusammenarbeiten, können wir sicherstellen, dass unsere Lösungen nicht nur technologisch fortschrittlich, sondern auch kosteneffizient und nachhaltig sind.»
Für welchen Markt arbeitet Ihr RefKIS- Team primär?
RefKIS ist grundsätzlich international gedacht, mit einem klaren aktuellen Fokus auf die Schweiz und Deutschland. Während wir in der Schweiz stark markt- und praxisgetrieben arbeiten, rücken in Deutschland insbesondere die KHZGKriterien und deren strukturierte Umsetzung in den Mittelpunkt. RefKIS dient hier als Referenzrahmen, um regulatorische Anforderungen systematisch, nachvollziehbar und nachhaltig im KIS abzubilden. Gleichzeitig ist uns aber bewusst, dass gerade in den klinischen Abläufen grosse Überschneidungen bestehen.
Was genau verbirgt sich hinter der RefKIS- Methode? Was dürfen die Kunden erwarten?
Die RefKIS-Methode beschreibt einen strukturierten Ansatz, ein Krankenhausinformationssystem auf Basis erprobter Referenzprozesse, Konfigurationen und Standards aufzubauen. Die Kunden dürfen erwarten, dass RefKIS nicht als starres Template verstanden wird, sondern als fundierte Ausgangsbasis, die Orientierung gibt, Entscheidungen vereinfacht und gleichzeitig Raum für Weiterentwicklung lässt. Somit können wir bei Projektstart direkt in einem laufenden System mit den Kunden in die Diskussion einsteigen - und bestenfalls bestimme Umsetzungen mit minimalen Anpassungen übernehmen.
Was ist neu gegenüber klassischen Lösungen?
Neu ist der bewusste Schritt weg von rein projektgetriebener Individualisierung hin zu einem referenzbasierten Vorgehen. RefKIS definiert, was sich bewährt hat – fachlich, technisch und methodisch – und macht dieses Wissen wiederverwendbar. Dadurch entsteht nicht nur Effizienz, sondern auch eine kontinuierliche Qualitätssteigerung über Projekte hinweg. Gleichzeitig ist wichtig, nicht die Einschränkungen von einem Standardgedanken mitzunehmen. Der Begriff ist bewusst gewählt: eine Referenz ist für uns eine Umsetzung, die schon einmal in der Realität bestanden hat.
Was prägt die RefKIS-Lösung?
RefKIS ist geprägt von Praxisnähe, Klarheit und Lernfähigkeit. Ein zentraler Gedanke ist, dass RefKIS mit jedem Kundenprojekt das Potenzial hat zu reifen. Erkenntnisse aus realen Implementierungen fliessen gezielt zurück in die Referenz – RefKIS entwickelt sich also nicht im Elfenbeinturm, sondern gemeinsam mit den Anwendern.
Was hebt RefKIS von anderen Standardisierungen ab, bzw. was sind ihre USPs?
RefKIS ist keine abstrakte Standardbeschreibung, sondern eine konkret umsetzbare Referenzlösung. Die USPs liegen in:
• der engen Verzahnung mit realen Kundenprojekten,
• der direkten Integration in unser KIS CGM CLINICAL,
• und der Fähigkeit, regulatorische Anforderungen aus dem KHZG strukturiert abzubilden, ohne den operativen Alltag aus den Augen zu verlieren.
Welchen primären Nutzen hat ein CGM- Kunde durch RefKIS?
Der primäre Nutzen liegt in Orientierung und Sicherheit. RefKIS hilft Kunden, schneller tragfähige Entscheidungen zu treffen, Projektrisiken zu reduzieren und regulatorische Anforderungen – etwa im Rahmen von KHZG – gezielt umzusetzen. Gleichzeitig profitieren sie davon, dass RefKIS auf Erfahrungen aus anderen Projekten aufbaut und kontinuierlich weiterentwickelt wird. Die Systemverfügbarkeit früh im Projekt erlaubt zudem Endanwendern direkt den Zugang zu der zukünftigen Arbeitsweise – wir können praxisnah in die Workshops einsteigen und müssen nicht hypothetisch diskutieren.
Wurden seit dem letzten Interview alle geplanten Ziele erreicht?
Die zentralen Ziele wurden erreicht, insbesondere im Aufbau der Methodik und der inhaltlichen Struktur. Gleichzeitig hat sich gezeigt, dass RefKIS bewusst kein abgeschlossenes Zielbild, sondern ein dynamisches Programm ist. Neue regulatorische Anforderungen und Projekterfahrungen haben zusätzliche Schwerpunkte entstehen lassen – was RefKIS letztlich robuster und relevanter macht.
Gibt es Unterschiede im RefKIS-Programm zu Deutschland?
Ja, teilweise in der inhaltlichen Ausprägung. Insbesondere regulatorische Vorgaben beeinflussen die länderspezifische Umsetzung. In Deutschland spielt das KHZG eine zentrale Rolle und beeinflusst die Priorisierung und Struktur von RefKIS deutlich. In der Schweiz stehen andere regulatorische und organisatorische Fragestellungen im Fokus. Die Methodik ist vergleichbar, die konkreten Inhalte sind jedoch marktgerecht angepasst. Wichtig ist aber auch, sich die Gemeinsamkeiten bewusst zu machen – die klinischen Abläufe in der Medizin folgen internationalen Standards.
Wie sieht die Entwicklungs-Roadmap für RefKIS in der Schweiz aus?
Der Schwerpunkt liegt auf kontinuierlicher Reifung. RefKIS wird gezielt entlang realer Kundenprojekte weiterentwickelt, fachlich vertieft und an neue regulatorische Anforderungen angepasst. Ziel ist es, RefKIS langfristig als lernende Referenzlösung zu etablieren, die sowohl Stabilität als auch Weiterentwicklung ermöglicht. Wir sind auf den Input aus den Projekten angewiesen, sie machen RefKIS mit jeder weiteren Umsetzung besser und praxisnaher. So freuen wir uns jetzt auch sehr auf die nächsten Schritte in konkreten Kundenprojekten.