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Digitale Infektionsprävention: Vorbeugen und Nachverfolgen von Infektionsketten

14. Juni 2021

Praktischer Nutzen der Digitalisierung: 
Vor, während und nach der SARS CoV-2 Pandemie

Befunde auf Papier sichten, Kontaktketten aus analogen Dokumentationen nachverfolgen, Formulare ausfüllen, Statistiken manuell erstellen: Das ist Alltag in der Spitalhygiene. Während der Pandemie ist zudem der zeitliche Aufwand für die Kontaktverfolgung und Dokumentation von Besucherkontakten im Spital gestiegen – also genau dort, wo Ressourcen ohnehin meist knapp sind.

„Auch nach der SARS CoV-2-Pandemie werden die Infektionsprävention und die Nachverfolgung von Kontakten in Spitälern ein äusserst wichtiges Thema bleiben. Denn nicht nur das Coronavirus, sondern auch andere Erreger sind in Spitälern allgegenwärtig“, so Johann Zehntner, Geschäftsführer der CompuGroup Medical Schweiz AG (CGM).

 

Patienten-Tracking

Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Patienten im Spital wird positiv auf einen zuvor nicht nachgewiesenen Erreger getestet. Um mögliche Infektionsketten nachzuvollziehen und notwendige diagnostische oder therapeutische Maßnahmen schnellstmöglich einzuleiten, muss bekannt sein: Wann hat der Patient sich wo aufgehalten, mit wem hatte er Kontakt?

Sie gehen die handgeschriebenen Aufzeichnungen durch und prüfen alle Orte, an denen der Patient behandelt wurde. Ein enormer Aufwand! Mithilfe der digitalen Lösung MetaIPSS der CGM werden Patientenbewegungen, die im Krankenhausinformationssystem (KIS) dokumentiert wurden, automatisch nachverfolgt, für Anwender visualisiert und viele Detailinformationen gezeigt. Kontakte zu Mitpatienten werden automatisch identifiziert und gekennzeichnet. Sie erhalten genaue Informationen zu Ort, Zeitpunkt, Art und Dauer des Kontaktes. Durch Sprung „von Patient zu Patient“ können problemlos auch Kontaktketten abgebildet werden. Auch Kontakte von Patienten mit Besuchern werden dargestellt, da durch diese Kontakte ein Eintrag von Erregern ins Spital möglich ist.

 

Besucher verursachen zusätzliche Ressourcenbindung

Seit Beginn der „Corona“-Pandemie ist der erste Blick in ein Spital häufig derselbe: an einer Pforte erfassen ein bis zwei Mitarbeiter die Daten der Besucher und dokumentieren, welches Besuchsziel vorgesehen ist. Das kann neben einem Patient-Besuch auch eine Abteilung, oder eine bestimmte Person sein, die im Spital beschäftigt ist. Lange Warteschlangen sind die Folge. Im schlimmsten Fall entsteht ein „Papierchaos“. Hier kann Digitalisierung ad hoc entlasten: Besucher erfassen vorab ihre Daten von Zuhause aus oder unterwegs und geben an, welches Besuchsziel sie haben. Bei dieser Registrierung erhalten sie einen Besuchscode, der beim Eintreffen im Spital lediglich eingelesen werden muss. Sind alle Daten vollständig und plausibel, ist keine weitere Erfassung notwendig. Selbst wenn die Selbstregistrierung nicht genutzt wird, entsteht ein Mehrwert: Eine stets aktuelle Patientenliste, individuell durch das Spital vorgegebene Ziele, und das „vorblenden“ bereits zuvor einmal registrierter Besucher verschlanken und beschleunigen den Ablauf an der Pforte erheblich. Anfragen zu Kontakten von Patienten mit bestimmten Besuchern, oder eine Aufstellung, wann welche Besucher im Spital waren und bei welchen Patienten sie sich aufgehalten haben stehen binnen Sekunden zur Verfügung – ohne zeitintensives Sichten von  Papierlisten.

 

MetaIPSS als umfassender Ansatz für Infektionsprävention und Surveillance

MetaIPSS VISITORS konnte im vergangenen Jahr den Kunden schnell zur Verfügung gestellt werden. Der Hintergrund: die Funktionalität zur Kontaktverfolgung war bereits vorhanden. MetaIPSS, die Lösung der CompuGroup Medical für Infektionsprävention und Surveillance, unterstützte schon vor der Pandemie bei der Identifikation von Infektionsvektoren – ein zentraler Aspekt im Ausbruchsmanagement.

„MetaIPSS bietet eine Vielzahl an Funktionen, die vor allem die Krankenhaushygiene adressieren. So können neben Diagnosen und Prozeduren auch Laborbefunde der Mikrobiologie, der Virologie und der klinischen Chemie nicht nur für einzelne Patienten, sondern auch für Patientengruppen hinweg eingesehen und analysiert werden. Weitere Daten, klinischer wie administrativer Art, können je nach eingesetztem KIS verwendet, und so die Identifikation von Risikopatienten unterstützt werden. Die Digitalisierung eines Spitals trägt so dazu bei, z. B. Patienten mit einem erhöhten Risiko für das Entstehen einer nosokomialen Infektion zu identifizieren, und im optimalen Falle diese Infektion zu verhindern. Statistiken und Berichte zu Erregern, Resistenzentwicklungen, oder der Häufigkeit bestimmter Diagnostik wie Blutkulturen helfen dabei, jederzeit den Überblick zu behalten - und wenn nötig auch Prozesse anzupassen“, führt Christian Dahlmann aus, Produktverantwortlicher bei der CGM.

 

Fazit

„Die Corona-Pandemie war der Aufhänger für uns, MetaIPSS weiter auszubauen und stärker in den Fokus zu rücken. Auch wenn Covid-19 irgendwann keine so grosse Rolle mehr spielen wird, sehen wir klar die Vorteile der Infektionsprävention und sind uns sicher, dass die Spitäler der Schweiz vermehrt auf digitale Lösungen setzen werden, um Patienten, Angehörige und Mitarbeitende besser zu schützen“, so Johann Zehntner.

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