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Die elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU)

Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung auf gelbem Papier hat schon bald ausgedient. Künftig soll eine elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) die Papierform ersetzen. Bisher führte das Versenden und Bearbeiten der Papierbescheinigungen zu einem hohen bürokratischen Aufwand. Zudem kommt es immer wieder zu Unstimmigkeiten darüber, ob eine Bescheinigung rechtzeitig vorlag oder nicht. Beides soll im Sinne des Patienten durch die neue eAU vermieden werden. Die Übermittlung der eAU durch die Praxen an die Krankenkassen ist ab dem 1. Oktober 2021 möglich. In einer Übergangszeit bis zum 31. Dezember 2021 können Ärzt:innen sowohl die analoge als auch die digitale Übermittlung vornehmen. Grundlage ist das Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG).

eAU aus CGM ALBIS

Als CGM ALBIS Anwender können Sie die eAU direkt aus Ihrem CGM ALBIS heraus an die Krankenkassen übermitteln. Dafür benötigen Sie den Fachdienst Kommunikation im Medizinwesen (KIM), mit dem Sie innerhalb der Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI) sicher Daten versenden können. Außerdem benötigen Sie das aktuelle E-Health-Upgrade für Ihren Konnektor sowie einen elektronischen Heilbe­rufsausweis (eHBA) für die elektronische Signatur. 

Mit der CGM ALBIS Version 21.40 ist es möglich, die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (Muster 1a) über Kommunikation im Medizinwesen (KIM) an den Kostenträger zu versenden.

Aktivierung der CGM ALBIS Version 21.40 zur Versendung der eAU

Aktivierung
Voraussetzung

Die eAU wird mit der CGM ALBIS Version 21.40 deaktiviert ausliefert und muss erst aktiviert werden. 

So aktivieren Sie die eAU: 

Rufen Sie im Menü Optionen -> TI Optionen -> TI Optionen-eAU auf. Es öffnet sich dann ein Dialogfenster, in dem Sie einen Haken bei eAU aktivieren setzen können.  

Neben der Anbindung an die TI ist ein komplett eingerichteter KIM-Account Voraussetzung für die Nutzung der eAU. Eine zusätzliche Freischaltung wird nicht benötigt.

Folgende Punkte müssen zur Nutzung gegeben sein:

  • Mindestens CGM ALBIS Version 21.40
  • Lizenz zur Nutzung der TI
  • Freischaltung für KIM
  • Praxisausweis (SMC-B)
  • Elektronischer Heilberufsausweis (eHBA) Generation 2
  • registrierte KIM Mailadresse

Fristen der eAU

Die KBV weist ausdrücklich darauf hin, dass Praxen im Laufe des vierten Quartals von der Papier-AU auf die eAU umstellen müssen, denn spätestens ab 1. Januar 2022 ist die eAU ist für alle Ärztinnen und Ärzte verpflichtend.

Ab Juli 2022 sind Krankenkassen dann auch dazu verpflichtet, die eAU an den Arbeitgeber des Versicherten weiterzuleiten. Der Patient hat weiterhin Anspruch auf eine ausgedruckte Version seiner Bescheinigung.

Ab 1. Oktober 2021Start der eAU in Arztpraxen
Ab 1. Januar 2022eAU Pflicht für Ärzt:innen
Ab 1. Juli 2022eAU Pflicht für Krankenkassen

Anleitung: Einrichtung der eAU in CGM ALBIS

Finden Sie hier eine detaillierte Anleitung zur Einrichtung der eAU in Ihrem CGM ALBIS. Hier herunterladen. 

Video-Anleitung: Übermittlung der eAU

Mit dem Aufruf des Videos erklären Sie sich einverstanden, dass ihre Daten an YouTube übermittelt werden und dass Sie die Datenschutzerklärung gelesen haben.

Akzeptieren
elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) mit CGM ALBIS

FAQ zur eAU in CGM ALBIS

Muss ich mit der Praxis an die Telematik Infrastruktur angeschlossen sein, um eAU´s zu versenden?

Ja, Sie benötigen dafür zwingend den TI Anschluss (Telematikinfrastruktur) und KIM (Kommunikation im Medizinwesen).

Wir haben die TI bestellt, bisher ist sie aber noch nicht eingerichtet. Was sollen wir ab Oktober tun?

Es gibt eine Übergangsfrist bis 01.01.2022. Unsere CGM ALBIS Vertriebs- und Servicepartner arbeiten die Bestellungen aktuell mit Hochdruck der Reihenfolge nach ab.

Wird die eAU automatisch ab dem 1.10.2021 in CGM ALBIS aktiviert?

Nein. In der Q4 Quartalsversion 21.40 wird die eAU deaktiviert ausgeliefert. Sie entscheiden, ob Sie die eAU aktivieren möchten.

Werden nach der Aktivierung automatisch eAUs an alle meine Patienten verschickt?

Nein. Im Moment nehmen erst wenige Krankenkassen am Verfahren teil. Beim Aufruf des AU Formulars prüft CGM ALBIS im Hintergrund, ob eine valide KIM Adresse der Krankenkasse vorliegt. Im Positivfall ist der Versand der eAU möglich, im Negativfall wird die eAU Krankenkassenausfertigung gedruckt. Für den Ausdruck einer AU wird automatisch das neues Druckverfahren über das KBV-Stylesheet genutzt. Das dreifach ausgedruckte Formular (für Patienten, Arbeitgeber und Krankenkasse) der eAU muss anschließend händisch signiert und das Exemplar für die Krankenkassen anschließend vom Patienten selbst postalisch an diese versendet werden.

Kann ich das alter Muster 1 Formular für die Übergangszeit weiterverwenden?

Solange Sie die eAU nicht aktiviert haben, können Sie das alte Muster 1 weiterhin verwenden. Mit der Aktivierung der eAU wird für den Ausdruck das neue Stylesheet verwendet. Die Ausdrucke haben die Formate DIN A4 oder A5. Sicherheitspapier ist nicht notwendig; Praxen können normales Druckerpapier verwenden.

Woher bekomme ich die PIN für den eHBA?

Diese sollte Ihnen mit dem eHBA zur Verfügung gestellt worden sein.

Kann ich an einem Arbeitsplatz, der kein Terminal zur Verfügung hat, eine eAU erstellen und erst später an einem anderen Arbeitsplatz, mit Anschluss an ein Terminal, signieren und verschicken?

Ja, über die Funktion "Später senden". Dieser Schalter befindet sich auf dem Formular. Man kann auch im Menü Optionen | TI-Optionen an dem Arbeitsplatz die Stapelsignatur anwählen. Dann ist der Schalter "Später versenden" automatisch gesetzt.

Kann man die eAU vor dem Versand noch korrigieren (beispielsweise bei vergessener wichtiger Diagnose)?

Ja, solange die eAU noch nicht versendet ist, kann sie problemlos korrigiert werden.

Wo finde ich die, für den späteren Versand, gespeicherten AUs?

Diese finden Sie in CGM ALBIS im Menü Extern | ePostfach im Register "versandbereit".

Falls ich mich in der eAU vertippt habe und eine korrigierte eAU erneut sende, muss ich dann die Krankenkasse informieren? Wie storniere ich in einem solchen Fall die eAU?

Sie können die fehlerhaft versendete eAU aus der Karteikarte des Patienten oder aus dem Postfach "gesendet" stornieren. Öffnen Sie die eAU und Sie haben auf dem Formular nun die Schaltfläche "stornieren". Sie werden nun aufgefordert Ihr Stornierung zu Signieren. Damit ist die Stornierung abgeschlossen und der Status wechselt auf "Storno". Nach dem Stornieren erstellen Sie eine neue eAU mit den Korrekturen, die Sie dann versenden und drucken.

Kann ich dem Patienten schon einen Ausdruck mitgeben aber erst am Abend die eAU´s der gesamten Praxis versenden?

Ja, das ist möglich, der Ausdruck zu Weitergabe an den Arbeitgeber kann in jedem Fall mit gegeben werden.

Bei Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen, die z. B. bei Hausbesuchen ausgestellt werden, muss die Übermittlung der Daten an die Krankenkasse bis zum Ende des folgenden Werktages erfolgen. Wenn Sie also am Freitagabend am Ende der Sprechstunde eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen, haben Sie bis Montagabend Zeit für die digitale Übermittlung der Daten an die Krankenkasse. 

Muss ich mir für die eAU einen neuen Drucker kaufen?

Mit der Einführung der eAU wird zunächst nur die Übermittlung an die Krankenkassen elektronisch stattfinden. Wie die KBV informiert, müssen Ärzte weiterhin Papierbescheinigungen für Arbeitgeber und Patienten erstellen – sollte die elektronische Übertragung nicht funktionieren zusätzlich eine für die Krankenkasse. Die Ausdrucke haben die Formate DIN A4 oder A5. Sicherheitspapier ist nicht notwendig; Praxen können normales Druckerpapier verwenden. In den meisten Fällen dürfte ein Laser- oder Tintenstrahldrucker die wirtschaftlichste Option sein. Praxen, die einen neuen Drucker anschaffen wollen, sollten dabei direkt die Anforderungen an das E-Rezept, welches ab dem 1. Januar 2022 verpflichtend eingeführt wird, beachten.

Ist ein Ausdruck der eAU auf anderen Drucker möglich?

Ja, Sie können den Drucker pro Arbeitsplatz im CGM ALBIS Menü Optionen | Formulare im Formular AU anpassen. Empfohlen wird weißes Papier in DIN-A5 oder in Din-A4.

Kann ich die eAU auch an den Spooler schicken?

Ja, Sie können die Spoolerfunktion wie gewohnt nutzen. Wenn es sich um einen Arbeitsplatz handelt, der in die Telematik Infrastruktur eingebunden ist, werden Sie aufgefordert, das Formular zu signieren und das Krankenkassenexemplar wird versendet. Die Exemplare für den Patienten und Arbeitgeber liegen im Spooler.

Wenn Sie das Formular für den späteren Versand markieren, können Sie die Signatur später an einem anderen Arbeitsplatz durchführen. Die Exemplare für den Patienten und Arbeitgeber liegen in diesem Fall ebenfalls im Spooler Bei der Erstellung einer AU an einem Arbeitsplatz, der nicht an die TI angebunden ist, ist automatisch der Status "Später versenden" gesetzt.

Bekommt man z. B. am Tagesende einen Hinweis, wenn noch nicht alle eAU`s versendet wurden?

Ja, CGM ALBIS bringt in diesem Fall einen Hinweis. Es gibt ein ePostfach-Symbol, welches anzeigt, ob sich noch eAUs zum Versand im Postfach befinden.

Kann ich für Privatpatienten und sonstige Kostenträger weiterhin das gelbe Muster 1 verwenden ?

Bei Sonstigen Kostenträgern werden automatisch (bei aktivierter eAU) drei Exemplare im neuen Format ausgedruckt.  Für Privatpatienten empfehlen wir die Privat-AU zu nutzen. Das Muster 1 kann für Privatpatienten oder sonstige Kostenträger nicht mehr elektronisch erstellt werden.

Wir benutzen nur die Mustervorlage für die AU und haben keine Blankoformularbedruckung. Müssen wir das ändern?

Nein, Sie müssen es nicht ändern. Sie brauchen keine Blankoformularbedruckung - es wird dennoch als "Blankoformular" gedruckt. Sie benötigen einen Tinten- oder Laserdrucker (ein Nadeldrucker wird nicht empfohlen). Ggf. ändern Sie die Druckereinstellungen unter Optionen | Formulare bei der AU, wenn das Formular  auf einem anderen Drucker gedruckt werden soll.

Ist auch später der Versand (ohne eHBA) weiterhin über SMC-B möglich oder nur im Übergang ?

Wir hoffen, dass es auch später möglich sein wird , die Vermutung liegt allerdings nahe, dass es ggf. irgendwann nur noch per eHBA möglich ist. Dazu liegt uns derzeit keine Entscheidung vor, es war aber immer nur von einem  "Übergang" die Rede.

Wenn ein technischer Fehler vorliegt, muss ich dann per Post versenden? Wer schickt die eAU dann an die Krankenkasse, der Patient oder die Praxis?

Wenn die digitale Datenübermittlung an die Krankenkasse vorübergehend nicht möglich ist, werden die Daten von CGM ALBIS gespeichert und der Versand erfolgt, sobald dies wieder möglich ist.

Wenn der Patient oder die Patientin noch in der Praxis ist, drucken Sie den Ausdruck für die Krankenkasse aus. Der Versand an die Krankenkasse erfolgt dann über die Versicherten. Hat der Patient oder die Patientin die Praxis bereits verlassen und der digitale Versand ist auch bis zum Ende des nachfolgenden Werktages nicht möglich, muss die Praxis die Papierbescheinigung an die Krankenkasse versenden. Um dieses für die Praxen aufwendigere Ersatzverfahren zu vermeiden, empfehlen wir die Nutzung der Komfortsignatur, die Probleme beim digitalen Versand in der Regel sofort erkennen lässt.

Neue Kostenpauschalen für den Versand der eAU per Post

GOP 40130 (0,81 Euro) Für den Versand des Ausdruckes an die Krankenkasse, wenn eine digitale Übermittlung aus technischen Gründen nicht möglich ist, der Arzt dies aber erst bemerkt, wenn der Patient die Praxis bereits verlassen hat und die Übermittlung nicht bis zum Ende des nachfolgenden Werktags nachgeholt werden kann. Der Versand der digitalen Daten erfolgt nach Behebung der Störung automatisch.

GOP 40131 (0,81 Euro) Für den Versand der Ausdrucke für Arbeitgeber und Patient nach einem Hausbesuch. Die digitale Übermittlung an die Krankenkasse ist in diesem Fall direkt aus der Praxis möglich.

Werden bereits ausgestellte eAU's (von anderen Praxen etc.) über die KIM angezeigt? Also mit ICD u. Dauer der AU?

Nein, die eAU´s anderer Praxen unterliegen dem Datenschutz und werden Ihnen nicht in KIM angezeigt. Im Postfach werden nur die von Ihnen erstellten AU´s aufgeführt.

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