In 2020 kommt das eRezept

In 2020 kommt das E-Rezept

Das E-Rezept: Vorteile für jeden Apotheker und Kunden

In 2020 kommt das E-Rezept. Fest steht bereits, dass es innerhalb der hochsicheren Umgebung der Telematikinfrastruktur umgesetzt wird. Erfahren Sie mehr zu den technischen Rahmenbedingungen und den Vorteilen die sich durch das E-Rezept für Patienten und Apotheker ergeben.

Welche Vorteile bietet das E-Rezept für Apotheken?

In erster Linie bringt das E-Rezept Klarheit, denn Übertragungsfehler und nicht lesbare Verschreibungen werden vermieden und Retaxationen reduziert. Auch die Prozesse werden vereinfacht: der Rezeptscan für den Apotheker entfällt, langfristig wird weniger Hardware am HV benötigt, die Übertragung neu eingestellter Rezepte wird vereinfacht und es entstehen neue Abrechnungsmodelle.

Das E-Rezept ist Ihre Chance, neue Kunden zu gewinnen und an sich zu binden.

Nutzen Sie die die Einführung des E-Rezepts, um durch neue Services die Kundenbindung deutlich zu stärken. Durch die elektronische Übermittlung von Bestellungen können Rezepte frühzeitig zur Abholung vorbereitet und um Nachbestellung ergänzt werden, noch bevor der Kunde die Apotheke betritt. Des Weiteren kann jede Apotheke ihren Botendienst ausbauen und individualisieren.

Ein weiterer bedeutender Vorteil, den das eRezept mit sich bringt, ist die Verbesserung der ambulanten Pflegeversorgung und die Zusammenarbeit mit den Pflegeeinrichtungen, wie etwa im Bereich der Verblisterung , da sich die Zusammenarbeit mit Ärzten und Pflegeheimen deutlich erleichtert.

Welche Vorteile bietet das E-Rezept für den Kunden?

Durch die schnelle und unkomplizierte Abgabe/Lieferung von Medikamenten bietet das eRezept für den Kunden vor allem eins: Komfort. Arztbesuche zur Abholung von Rezepten werden reduziert und der Kunde ist unabhängig von den Öffnungszeiten der Arztpraxen.

Darüber hinaus werden deutliche Verbesserungen in Bezug auf die Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) erwartet: Das E-Rezept wird die Versorgung von Patienten in strukturschwachen Regionen verbessern, da nun Fernbehandlung durch den Arzt möglich werden. Auch der Arztbesuch zur Abholung von Rezepten wird überflüssig. Damit verlieren zudem Öffnungszeiten und räumliche Hürden etwa bei der Ausstellung von Folgerezepten an Bedeutung.

Da auch die Übermittlung der Rezepte an die Apotheke einfacher wird, gehen Experten von einer höheren Anzahl eingelöster Rezepte und damit verbunden von einer gesteigerten Therapietreue der Patienten aus.

Welche Vorteile ergeben sich gegenüber Online-Apotheken?

Die freie Apothekenwahl wird durch das BMG weiterhin geschützt, das heißt Ärzte sind nicht berechtigt, Rezepte automatisch weiterzuleiten. Der entscheidende Vorteil einer Apotheke vor Ort gegenüber einer Online-Apotheke ist, dass Online-Apotheken in der Regel 2 bis 3 Werktage bis zur Lieferung benötigen, während die Apotheke vor Ort am selben Tag lieferfähig ist - selbst bei Nachbestellungen.

Zudem ist die Belieferung durch Online-Apotheken über Paketzusteller weit weniger komfortabel als der flexible Botendienst der Apotheke vor Ort. Nicht zu unterschätzen ist zudem die Beratungsleistung und das Vertrauen der Kunden in die Kompetenz des pharmazeutischen Personals - diese kann nur eine Apotheke vor Ort durch den persönlichen Kontakt übermitteln.

Warum wird die Telematikinfrastruktur (TI) für das E-Rezept benötigt?

Der Grundgedanke der TI ist der sichere Datenaustausch sowie die Bereitstellung digitaler Dienste in einer sicheren Umgebung. Daher wurde die TI vom Gesetzgeber als technischer Rahmen für das eRezept definiert. Bis heute sind bereits über 100.000 Ärzte an die TI angeschlossen - die Apotheken sollen bis Ende 2020 folgen.

Im Hinblick auf das E-Rezept sind folgende Aspekte wichtig:

  • Sicherer Datentransport: Das Hinterlegen und Abrufen von Rezepten auf einem Rezeptspeicher soll künftig über die TI laufen.
  • Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Zugang zur TI erhält nur, wer sich mit einem E-Health-Router und einer SMC-B-Karte zur Identifizierung der Apotheke ausweist.
  • Nachvollziehbarkeit: Die Qualifizierte Elektronische Signatur (QES): Über den elektronischen Heilberufeausweis (eHBA) und einen persönlichen PIN können Ärzte und Apotheker Rezepte und Abgabe durch eine digitale Unterschrift signieren.

Warum sollten sich Apotheken frühzeitig an die TI anbinden lassen?

Je früher sich Apotheken für die Telematikinfrastruktur entscheiden, desto eher werden sie angebunden und haben somit die eine entscheidende Voraussetzung geschaffen, um ihren Kunden die Einlösung von E-Rezepten anzubieten. Ein frühzeitiges "Sich vertraut machen" mit den neuen Technologien sorgt zudem für einen reibungslosen Ablauf in der Apotheke.

Apotheken profitieren außerdem schon ab Anfang 2020 von den Vorteilen der medizinischen TI-Anwendungen:

  • Notfalldatenmanagement (NFDM)
  • elektronischer Medikationsplan (eMP)
  • Versichertenstammdatenmanagement (VSDM)
  • Qualifizierte Elektronische Signatur (QES)

Wie kann das E-Rezept technisch umgesetzt werden?

Die gematik GmbH definiert im Laufe des Jahres 2020 die genauen Spezifikationen für das E-Rezept.

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