Telematikinfrastruktur: Apotheken und Ärzte testen NFDM und eMP

CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) und CGM LAUER installieren seit dieser Woche die notwendigen Komponenten zur Erprobung der neuen Anwendungen in der Telematikinfrastruktur (TI). Bereits direkt nach der Installation konnten die beteiligten Leistungserbringer unter Einsatz des E-Health-Konnektors KoCoBox MED+ damit beginnen, die Anwendungen Notfalldatenmanagement (NFDM), elektronischer Medikationsplan (eMP) und Qualifizierte Elektronische Signatur (QES) in Apotheken und Arztpraxen zu erproben.

Nachdem im November 2019 der Konnektor der CGM, die KoCoBox MED+, als bislang einziger Konnektor die Zulassung als E-Health-Konnektor für die Durchführung eines Feldtests erhalten hat, ist dieser nun zur Erprobung der für Apotheken und Kunden mehrwertbringenden Anwendungen in der Telematikinfrastruktur (TI) gestartet. Die notwendigen Vorbereitungen wurden Anfang März 2020 erfolgreich abgeschlossen. 15 Apotheken (davon 8 CGM LAUER-Apotheken), 74 Arztpraxen, eine KVWL-Notfalldienstpraxis und ein Krankenhaus in der Region Westfalen-Lippe werden seit dem 2. März 2020 mit den notwendigen Komponenten für die Teilnahme am Feldtest ausgestattet. Hierzu gehören unter anderem der E-Health-Konnektor der CGM sowie ein Update für die jeweiligen Primärsysteme der teilnehmenden Einrichtungen. Die Erprobung der neuen medizinischen Anwendungen findet in enger Zusammenarbeit von CompuGroup Medical, der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL), der Apothekerkammer Westfalen-Lippe und der gematik statt.

Durch den Einsatz in einer realen Versorgungsumgebung sollen im Rahmen des Feldtests die Funktionalität und die Interoperabilität des E-Health-Konnektors nachgewiesen werden. In den teilnehmenden Apotheken, den Arztpraxen und der Klinik werden hierfür vorgegebene Anwendungsfälle durchgeführt. Für die Anwendung NFDM sind dies beispielsweise das Erstellen, Aktualisieren und Löschen von Notfalldatensätzen, aber auch das Anlegen persönlicher Erklärungen, wie einem Hinweis auf Vorhandensein und Ablageort eines Organspendeausweises. Als Anwendungsfälle für den eMP sind u. a. die Erstellung, Aktualisierung und Löschung des Medikationsplans vorgegeben. Jeder teilnehmende Leistungserbringer kann direkt nach der Installation der erforderlichen Komponenten mit der Erprobung der neuen Anwendungen beginnen. Dafür haben CGM und CGM LAUER die TI-Mehrwertanwendungen NFDM, eMP und QES in den WINAPO®-Systemen und in den am Feldtest teilnehmenden CGM-Arztinformationssystemen integriert.

Der erfolgreiche Abschluss des Feldtests ist Voraussetzung für die Zulassung des E-Health-Konnektors für den Produktivbetrieb durch die gematik. Liegt diese Zulassung vor, steht einem bundesweiten Rollout der förderfähigen TI-Komponenten und den mehrwertbringenden TI-Anwendungen in den Apotheken nichts mehr entgegen. Alle Leistungserbringer, die bereits über die KoCoBox MED+ an die TI angebunden sind, erhalten quasi über Nacht die neuen Funktionalitäten über ein Software-Upgrade. Ein Hardware-Austausch ist nicht notwendig.

Voraussichtlich ab Q2 werden damit endlich auch Apotheken Teil des sicheren Netzwerks der Telematikinfrastruktur sein, um als Caregiver ihren Beitrag für eine bessere medizinische Versorgung zu leisten. Darüber hinaus werden mit der Apothekenanbindung auch die technischen Voraussetzungen für das durch den Gesetzgeber bis Mitte des Jahres 2020 definierte E-Rezept geschaffen.

Bereiten auch Sie Ihre Apotheke auf die Telematikinfrastruktur vor und vertrauen Sie dabei auf die Erfahrung von CGM. Wir bringen Sie fristgerecht in die TI! Weitere Informationen finden Sie unter:

cgm.com/ti-apotheke