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Presseinformationen
30. März 2020, Koblenz

Videosprechstunden schützen Millionen Menschen vor Ansteckung

Koblenz. Selbst in normalen Zeiten birgt der Besuch einer Arztpraxis oder eines Krankenhauses immer auch ein – wenn auch eher geringes – Risiko einer Ansteckung, sowohl für die Patienten oder deren Angehörige, aber auch für die Ärztinnen und Ärzte und ihre Teams. Dabei ging es meist nur um Einzelfälle. In der aktuellen Pandemie aber sind Ansteckungen eher wahrscheinlich und sie sind dann verheerend! Daher trifft man Ärztinnen und Ärzte vermummt in Schutzkleidung, hinter Glas oder auch gar nicht, weil die Praxis schließen musste. Patienten sind verunsichert und meiden, wenn möglich, den Besuch der Praxis trotz wichtiger Fragestellungen.

Was aber soll man tun, wenn man selbst oder bei Angehörigen Symptome verspürt und befürchtet, an COVID-19 erkrankt zu sein? Die Empfehlung der Experten lautet unisono: Wenden Sie sich an Ihren Arzt, aber fahren Sie nicht einfach in die Praxis, denn dort gefährdet man auch andere Patienten und trägt womöglich aktiv zur weiteren Verbreitung der Erkrankung bei. Und noch etwas kommt verschlimmernd hinzu: Wird bei einem Patienten, der in der Praxis war, eine Corona-Infektion bestätigt, bedeutet dies die Quarantäne des Praxisteams und damit die Schließung einer Arztpraxis für mindestens 14 Tage. Leider gibt es dafür deutschlandweit schon viele Beispiele. Oder was tut man, wenn man zu den besonders gefährdeten Gruppen gehört und ärztlichen Rat benötigt? Ist ein Besuch der Praxis sinnvoll und möglich?

Die Arztpraxen stehen in diesen Fällen täglich vor der Frage: Wie können wir helfen und dies, ohne Patienten oder uns und auch unsere Familien zu gefährden? Seit Verschärfung der Situation in Deutschland Anfang März ist ein Teil der Antwort der Arztpraxen neben Schutzmaßnahmen beim persönlichen Umgang auch in zunehmendem Maße die Durchführung einer „virtuellen“ Sprechstunde über die sogenannten Videosprechstunden.

Eine Videosprechstunde hilft dem Behandler zu helfen, ohne dass unmittelbare Nähe notwendig ist. Und dabei müssen Videosprechstunden nicht distanziert sein. Sie sind sogar menschlicher, so Dr. Wolfgang Schneider-Rathert, Arbeitskreissprecher der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin: „Durch die Videosprechstunde sieht der Patient einen echten Menschen, der keine Schutzmaske trägt. Den Betroffenen gibt das die Zuversicht, dass sich wirklich um sie gekümmert wird.“

Weltweit setzen seit Anfang März immer mehr Arztpraxen, aber auch Krankenhäuser und Apotheken auf Videosprechstunden oder Videoberatung: Über 45.000 neue Kunden verzeichnet die CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE bereits, mehrere Tausend kommen täglich hinzu. Seit Anfang März stellt die CompuGroup Medical SE (CGM) ihre Videosprechstunden-Lösung als schnelle Hilfe beim Kampf gegen die Verbreitung des Corona-Virus für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in Deutschland bis auf weiteres kostenlos zur Verfügung.

Mittlerweile hat das Koblenzer Unternehmen, einer der weltweit führenden Anbieter für eHealth-Lösungen, diesen Service auf viele Länder und weitere Einrichtungen ausgedehnt: Die CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE ist neben Deutschland nun unter anderem in Italien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und der Tschechischen Republik, außerhalb Europas beispielsweise in den USA verfügbar.

„Unsere CLICKDOC Lösung für die Videosprechstunde ist nur eine – sehr effektive – erste Möglichkeit aus einer Reihe von digitalen Helfern, um ganz pragmatisch und sofort die vielen Ärzte, Apotheken, Pflegekräfte und andere im Gesundheitswesen aktive Menschen bei ihrem heldenhaften Einsatz zu unterstützen“, betont Frank Gotthardt, CEO der CompuGroup Medical SE. „Denn sie sind es, die in der Krise die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung sicherstellen und täglich gegen Leid und Tod durch COVID-19 kämpfen.“ Das gelte für Deutschland nicht weniger als für die derzeit besonders stark betroffenen Länder Italien, Spanien oder die USA.

„Seit dem Beginn unserer Aktion vor über drei Wochen stellen wir ein immenses Wachstum sowohl bei den Aufschaltungen als auch bei den durchgeführten Videosprechstunden fest“, erklärt Dr. Ralph Körfgen, Vorstand Arzt-, Zahnarzt- und Apothekeninformationssysteme der CGM. „Wir verzeichnen derzeit schon ca. 50.000 aktive Videosprechstunden pro Tag. Und wenn wir uns bewusst machen, dass dies unseren Kunden dabei hilft, womöglich Millionen von potentiellen COVID-19-Infektionen akut zu verhindern, erzeugt das bei uns allen eine ungeheuren Energieschub, noch mehr zu geben.“

„Wir alle arbeiten unter Voll-Last und mehr, viele inzwischen – fast 5.000 – sehr effektiv aus dem Homeoffice heraus“, ergänzt Frank Gotthardt und fährt fort: „Weil wir alle wissen, dass wir die Gesundheitsprofis jetzt nach Kräften unterstützen müssen und können, tun wir es täglich mit einer noch einmal größeren Überzeugung“.

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