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Physiotherapiepraxen können sich an die TI anbinden lassen

Hebammen können sich an die TI anbinden lassen

Der Bundestag hat das Digitale-Versorgung-Gesetz beschlossen und ermöglicht Hebammen so die Anbindung an die TI

Das Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) ermöglicht und fördert die Anbindung von Hebammen an das digitale Gesundheitsnetz für Deutschland, die Telematikinfrastruktur (TI). Die Anbindung erfolgt zunächst freiwillig. Die Kosten werden für alle teilnehmenden Hebammen ab dem 1. Juli 2021 erstattet.

Die Teilnahme von Hebammen an der TI wird die Kommunikation zwischen Hebammen und Ärzten sowie die Kommunikation zwischen Hebammen und den Krankenkassen auf eine neue Stufe heben. Es ist beispielsweise denkbar, dass die Hebamme auf die elektronische Patientenakte (ePA) zugreifen und sich über Vorerkrankungen ihrer Patienten informieren kann. Der Zugriff auf die gesamte Behandlungshistorie gibt Hebammen die Möglichkeit, besondere Gegebenheiten zu erkennen und die gesundheitliche und psychosoziale Betreuung und Versorgung Schwangerer, Gebärender und junger Mütter entsprechend anzupassen.

[…] Hebammen haben zwar qua Gesetz keinen Versorgungsauftrag, werden aber ohne Anordnung (eines Arztes) allein auf Geheiß der Schwangeren und Mütter tätig, d.h. sie können ohne Rezept oder Verschreibung eines Arztes mit und für Frauen und deren Kindern gesundheitserhaltend und -fördernd arbeiten und Leistungen eigenständig abrechnen.

Trotz dieser -seit langem bestehenden- Berechtigung wurden die Bedarfe der freiberuflichen Hebammen in jeder Hinsicht bei der Einführung der eGK bisher nicht aufgegriffen. Hebammen spielen bei der Versorgung Schwangerer, Gebärender und junger Mütter eine bedeutende Rolle bei deren gesundheitlichen und psychosozialen Betreuung und Versorgung. Deshalb müssen sie Aufnahme, Zugang und Finanzierung in die Telematik-infrastruktur erfahren, um die sektorübergreifende, qualitativ hochwertige Versorgung zu gewährleisten. […]

Im Umfeld von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett-betreuung muss eine enge organisatorische und fachliche Absprache zwischen den einzelnen Leistungserbringern und Einrichtungen stattfinden. Weiterhin müssen Hebammen schnell und ohne Barrieren auf die medizinischen Daten der Schwangeren vor- und nachgeburtlich zugreifen können, damit eine optimale Versorgung gewährleistet ist.

Stellungnahme des Deutschen Hebammenverbandes e. V. zum Referentenentwurf eines Gesetzes für sichere digitale Kommunikation und Anwendungen im Gesundheitswesen

Mehrwertanwendungen

Einen umfassenden Überblick über weitere Mehrwertanwendungen der Telematikinfrastruktur finden Sie hier: Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) inklusive elektronischem Medikationsplan (eMP), Notfalldatenmanagement (NFDM) inklusive Datensatz Persönliche Erklärungen (DPE) und QES-Basisdienst (Signatur- und Verschlüsselungsdienst). Hinzu kommt der neue Kommunikationsstandard KIM (Kommunikation im Medizinwesen) basierend auf QES und Fachdienst.

Insbesondere KIM ist für Hebammen interessant, da KIM eine barrierefreie, authentische und sichere digitale Kommunikation zwischen allen Leistungserbringern, Leistungserbringerinstitutionen und Kostenträgern im deutschen Gesundheitswesen ermöglicht. So können beispielsweise Rückfragen schneller geklärt werden und der Austausch von Informationen und Dokumenten kann zielgerichtet, einfach und sicher erfolgen.

Gut zu wissen: Frühe Besteller können sich ihre persönliche Wunsch-Adresse sichern. Schließlich gilt: Je mehr Anwender eine KIM-Adresse beantragen, desto geringer wird folglich die Auswahl an möglichen Namenskombinationen. Der CGM KIM-Online-Shop ist ab sofort unter www.ti-kim.de für Sie verfügbar.

Förderung

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass die Krankenkassen für die Kosten, die für die TI-Ausstattung der Hebammen und den laufenden Betrieb anfallen, aufkommen müssen – auch wenn diese sich freiwillig an die TI anbinden lassen. Das Abrechnungsverfahren für Hebammen und Entbindungspfleger vereinbart der Spitzenverband Bund der Krankenkassen mit den Vertragspartnern nach § 134a Absatz 1 auf Bundesebene bis zum 31. März 2021.

Weitere Informationen

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