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Erfolgreiche Pilotierung: Labore übermitteln COVID-19 Befunde elektronisch an Gesundheitsämter

Getrieben durch die aktuellen Geschehnisse rund um die Corona-Pandemie in Deutschland hat sich das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in Zusammenarbeit mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) und der Gematik dazu entschieden, sämtliche positive Corona-Laborresultate über elektronische Schnittstellen an die Gesundheitsämter zu übertragen. Dazu soll das Projekt DEMIS (Deutsches Elektronisches Melde- und Informationssystem für den Infektionsschutz) zeitnah vorangetrieben und mit den Laboren und den Herstellern von Laborinformationssystemen umgesetzt werden.

Bis dato werden die Meldungen in Deutschland noch auf Papiermedien (z.B. Fax oder Brief) an die Gesundheitsämter gemeldet und anschließend manuell in den Meldetools des RKI erfasst. Der dadurch entstehende Medienbruch erzeugt einerseits erhebliche Verzögerungen vom Zeitpunkt der Messung im Labor bis zur Bereitstellung an die Statistikerhebung, anderseits ist dies zeitaufwändig und fehleranfällig. Durch die flächendeckende elektronischen Meldeverfahren erwartet das BMG eine erheblich schnellere Möglichkeit auf die Kennzahlen der an SARS-CoV-2 Infizierten reagieren zu können.

Dem digitalen Labor einen Schritt näher

Derzeit wird die Gematik nur von einer Handvoll Anbietern von Laborinformationssystemen unterstützt. Gemeinsam mit dem Labor Dortmund Leopoldstraße GbR hat die CGM diese Thematik aufgegriffen und treibt diese aktiv voran. Die CGM misst der Umsetzung des Vorhabens große Bedeutung zu. Dazu wurde kurzfristig die Anbindung des RKI-Tools für die Übertragung der Meldedaten beim Pilotlabor implementiert. Nach einer ersten Test- & Evaluierungsphase ist das Labor nun in der Lage, positive Coronaresultate elektronisch an Gesundheitsämter zu melden.

„Dank der sehr schnellen Zusammenarbeit mit der CGM ist unser Labor nun in der Lage positive Coronaergebnisse mittels DEMIS-Schnittstelle zu melden. Wir führen ca. 150 Coronatests täglich durch, von denen derzeit durchschnittlich 1-2 positiv ausfallen“, erzählt Dr. Christoph Niederau, Geschäftsleiter des Labors in Dortmund. „Wir haben damit unser Soll erfüllt. Leider sind noch nicht alle Gesundheitsämter soweit ausgestattet, dass sie unsere Daten auch empfangen können. Hier müssen wir immer noch mit Faxen arbeiten. Trotzdem haben wir die Chance gesehen, das Projekt ‚DEMIS‘ weiter voranzutreiben in der Hoffnung, künftig einem elektronischen Meldewesen näher zu kommen“, führt Dr. Niederau weiter aus. „Es war auf jeden Fall ein guter Anfang. Die CGM weiß wie’s geht.“