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Geplantes Digitalisierungsgetz

Warum das BMG die Videosprechstunde konkret stärkt

Inzwischen liegen die ersten Eckpunkte zum neuen Digitalisierungsgesetz von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor. Bisher waren die Details noch diffus. Neben der Einbindung der Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) in die Versorgung und die Öffnung der Telematikinfrastruktur (TI) für den europäischen Raum stärkt es die Videosprechstunde ganz konkret.

Leistungsdeckel für Videosprechstunden wird angehoben

Wichtig für Vertragsärzte: Voraussichtlich wird die Leistungsbegrenzung für Videosprechstunden gelockert. 30 % der Termine sollen dann per virtueller Sprechstunde erbracht werden können. Bisher sind höchstens 20 % erlaubt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist diese Begrenzung zwar bis Jahresende temporär aufgehoben. Doch wird der Leistungsdeckel nach der akuten Situation wieder eingeführt. Spezialisierte, industrielle Anbieter haben damit keine Möglichkeit, eine rein virtuelle Praxis für Kassenpatienten zu betreiben.

Videosprechstunden werden auf die Praxiszeit angerechnet

Das Eckpunktepapier sieht außerdem vor, dass die Videosprechstunden innerhalb der 30-%-Begrenzung zur Hälfte auf die Praxiszeiten angerechnet werden können. Das gilt offenbar auch, wenn die Videosprechstunde außerhalb der Sprechzeiten und Praxisräume, beispielsweise in den Abendstunden durchgeführt wird. Vertragsärzte haben so die Möglichkeit, die erhöhten Mindeststunden des Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSVG) leichter einzuhalten.

Voraussetzung: Zertifizierter Anbieter für Videosprechstunde

Damit die Videosprechstunden über EBM abgerechnet werden können, ist ein zertifizierter Dienst wie CLICKDOC VIDEOSPRECHSTUNDE STARTER oder EXPERT zwingende Voraussetzung.