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CGM M1 PRO: Verordnung von Leistungen zur Rehabilitation

Ab dem 01.04.2016 gilt das Aus für das Muster 60! Leistungen zur Rehabilitation werden ab sofort nur noch auf der neuen Version des Musters 61 verordnet, welche Sie mit dem CGM M1 PRO / COMPUMED M1-Update 20.2.0 erhalten haben.

Ergänzend zu den bereits zur Verfügung gestellten Informationen möchten wir die wichtigsten Änderungen nochmals für Sie zusammenfassen:

Die Ärztezeitung beschreibt das Muster 60 in ihrem aktuellen Bericht als „Sinnbild für eine überbordende Bürokratie, mit dem sich Vertragsärzte bislang gezwungenermaßen abfinden mussten“.

Beim alten Muster musste bisher sozusagen erst einmal der "Antrag auf den Antrag" gestellt werden. Zunächst wurde vor der Verordnung anhand eines zweiseitigen Antrags geprüft, wer für die Übernahme der Leistungen zuständig ist. Nachfolgend wurde durch den behandelnden Arzt der vierseitige Antrag für die eigentliche Verordnung der Leistung ausgefüllt.

Entgegen der bisherigen Regelung dürfen nun alle Vertragsärzte ihren Patienten Leistungen zur medizinischen Rehabilitation zulasten der GKV verordnen. Der Patient muss also nach neuer Reha-Richtlinie nicht mehr zwingend einen Arzt aufsuchen, der zwar über die Zusatzqualifikation verfügt, den Patienten aber bisher gar nicht kennt. Der Patient kann dies ab sofort gleich mit seinem Hausarzt regeln, der auch über die Lebensumstände seines Patienten informiert ist. Nach Angaben der Ärztezeitung plane die KBV, eine zertifizierte Online-Fortbildung anzubieten. Sie solle dann im KBV-Fortbildungsportal, das sich im Sicheren Netz für Ärzte und Psychotherapeuten befindet, abrufbar sein.

Das Muster 60 wurde nun in den Teil A des neuen Musters 61 integriert. Hierüber findet die leistungsrechtliche Prüfung statt. Sollte sich ein Arzt bei einem Patienten nicht sicher sein, ob die gesetzliche Krankenversicherung leistungsrechtlich zuständig ist oder ein anderer Kostenträger, zum Beispiel die Unfall- oder Rentenversicherung, kann er dies künftig vorab von der Krankenkasse klären lassen.

Die Vergütung für das Ausfüllen der Reha-Verordnung bleibt gleich. Für die EBM-Nummer 01611 gibt es 31,52 Euro bzw. einen Punktwert von 302.

Wann ist die GKV für die Reha zuständig?

Die Krankenkasse muss die Kosten übernehmen, wenn...

- keine Minderung der Erwerbsfähigkeit vorliegt oder droht.

- kein Arbeitsunfall und keine Berufskrankheit vorliegen.

- Rehaleistungen für Altersrentner verordnet werden, denn diese sollen nach Unfall oder Krankheit so lange wie möglich in gewohnter Umgebung leben können.

- Reha für Mütter und Väter verordnet wird – so es sich nicht um eine reine Vorsorge handelt, sondern schon eine Beeinträchtigung vorliegt.

- Reha für Kinder und Jugendliche verordnet wird – so es sich nicht um eine reine Vorsorge handelt, sondern schon eine Beeinträchtigung vorliegt.

(Quelle: Ärzte-Zeitung, Beitrag vom 01.04.2016)