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Prozesse & Aufgaben

CGM CLINICAL Prozesse & Aufgaben

Die CGM CLINICAL P&A Applikation ist eine Workflow-Engine, die für die Ablaufsteuerung inkl. bedingten Verzweigungen, Schleifen von Arbeitsschritten (in der Regel R6 Formulare), Berechtigungen und Zuweisung von Arbeiten verantwortlich ist.

Es werden dazu interne Mechanismen für den Aufruf und Austausch von Steuerdaten zwischen Arbeitsschritten zur Verfügung gestellt. Des Weiteren verfügt die App über visuelle Elemente in CGM CLINICAL, die zur Steuerung und Übersicht der Prozessabläufe dienen. Das sind im wesentlichen Arbeitslisten, Prozesslisten, Prozessauswahldialoge und eine Prozessleiste, in der Aktionen auszuführen sind. In der Praxis werden mit CGM CLINICAL P&A häufig Prozesse mit mehreren Arbeitsschritten in denen unterschiedliche Anwender involviert sind abgebildet. Dies sind Aufträge / Verordnungen und deren Abwicklung, Berichte Schreibungen inkl. Visum oder andere mehrstufige Vorgänge wie die Wunddokumentation oder das Konsilium.

Hauptfunktionen

  • Workflow-Konfiguration: Konfigurationsdialog für Prozessdefinitionen die als Vorlagen verwendet werden. CGM CLINICAL P&A ermöglicht die Nutzung von Prozessen. Die Erstellung von Prozessen kann bei CGM (und allenfalls Partnern) in Auftrag gegeben werden. Standardprozesse werden mitgeliefert und können angepasst werden.
  • Parametrierter Dialog: Individuelle Visualisierung von Arbeitsschritten (klassische R6 Formulare oder in CGM CLINICAL bereitgestellte Java-Module wie z.B. die Befundliste).
  • Insulin: Bei Patienten, die Insulin benötigen, wird die Basis-Abgabe als normale Verordnung eingegeben und durch die Verordnung des Bolus-Insulins ergänzt. Dabei gibt der Arzt gleichzeitig das Medikament, die Verabreichungszeiten und das Dosierungsschema ein. Bei der Abgabe des Bolus-Insulins gibt die Pflege die Blutzuckermessung in der gleichen Maske wie das abgegeben Insulin ein. In der Maske ist auch das Dosierungsschema zu sehen. So kann in einem Schritt die Blutzuckermessung und die Abgebe des Insulins dokumentiert werden.
  • Workflow-Steuerung: Workflow-Steuerung mit bedingten Verzweigungen, Parallele Arbeitsschritten, Prozessschleifen, vordefinierte und kundenspezifische Prozessvariablen zur Steuerung und Weitergabe von Informationen zwischen Arbeitsschritten.
  • Evaluationslogik: Auf den Arbeitsablauf kann in den parametrierten Formularen oder im Scripting zur Ausführungszeit Einfluss genommen werden. Die Prozesssteuerung wertet in einer Evaluationslogik, Variableninhalte aus und verzweigt zu einem entsprechend nachfolgenden Arbeitsschritt.
  • Berechtigungssteuerung für den Prozess: Für Prozesse existieren Erstellungs-, Bearbeitungs- und Löschrechte. Jeder Prozessschritt verfügt zusätzlich über Bearbeitungs- und Abschlussrechte. Aktionsschalter können zusätzlich Benutzergruppenspezifisch ein- oder ausgeblendet werden.
  • Zeitvorgaben: Optionale Zeitvorgaben für Arbeitsschritte und Kennzeichnung überfälliger Arbeiten in den Arbeits- und Prozesslisten pro Arbeitsschritt.
  • Prioritäten für Arbeitslisten: Prozesse können mit einer Standardpriorität ausgeführt werden. Arbeitsschritte können diese übernehmen oder zur Laufzeit durch den Arbeitsablauf (z.B. Notfall Kennzeichnung) ändern.
  • API zur Prozess- und Arbeitsschrittsteuerung: Das API kann im CGM CLINICAL Scripting verwendet werden. Unter anderem stehen Funktionen für Prozessstart mit Eingangswerten oder zur Ausführung von Aktionen in einem Arbeitsschritt zur Verfügung.
  • Prozessbegleitende Kommentierung: Ermöglicht die prozessbegleitende Kommentierung von Prozessen und Arbeitsschritten durch den Anwender. Die Kommentierung kann in Folgeschritten als begleitende nicht ärztliche Dokumentation eingesehen werden.
  • Optionaler Abschlussdialog für einen Arbeitsschritt: Optionale Konfiguration, sodass nach Abschluss eines Arbeitsschrittes eine Kommentierung stattfinden muss.
  • Dialogbasierte, hierarchische Prozessauswahl: Anwendern steht ein zentraler Auswahldialog von hierarchisch geordneten Prozessen (an denen diese Ausführungsrechte haben) zur Verfügung. Zusätzlich können Prozesse aus dem CGM CLINICAL Scripting sowie aus dem Verordnungswesen ausgeführt werden.
  • Arbeitsliste: Fallübergreifende und z.B. auf Organisationseinheiten begrenzte Arbeitsliste mit unterschiedlichen Ansichten und Sortierungen. Die wichtigsten Einstellungen sind:

    Sichten:
    • Prozesse – Arbeitsschritt – Patient
    • Patient – Prozess – Arbeitsschritt
    • Arbeitsschritt – Patient
    • Arbeitsschritt – Prozess – Patient
    Zusätzliche Filter und Sortierungen:
    • nur meine mir zugewiesenen Arbeiten anzeigen
    • Anzeige der Arbeiten die in einer vorgegebenen Zeit zu erledigen
    • Anzeige von Prioritäten eines Arbeitsschrittes
  • Prozessliste: Patientenbezogene Übersichtslisten mit der Anzeige der bereits durchgeführten, zugewiesenen und optional zukünftigen Arbeiten (falls schon festgelegt und entsprechende Berechtigungen zur Ansicht bestehen).
  • Delegation und Zuweisung von Arbeiten : Aktive bzw. zu bearbeitende Arbeiten/Aufgaben sind einer Person einer Benutzergruppe zugeordnet oder liegen in einem Pool der noch nicht zugewiesenen Arbeiten. Aus dem Pool können berechtigte Personen sich Arbeiten nehmen und sich damit zuweisen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit eine Arbeit einer anderen berechtigten Person zuzuweisen. Nach Ablauf einer Zuweisungssperre (konfigurierte Zeit, die pro Arbeitsschritt vordefiniert werden kann) kann eine berechtigte Person auch eine Arbeit / Aufgabe einer anderen berechtigten Person wegnehmen und die Arbeit neu verteilen. Dies ist für Krankheitsfälle und ähnliche Situation anwendbar.
  • Historie und Audittrail: Historie und Audittrail sind vorhanden.

Ergänzungen durch projektspezifische Parametrierung

  • Audittrail der fachlichen Aufgabe: Ein Audittrail und eine Historie innerhalb eines Arbeitsschrittes ist bei Bedarf zu parametrisieren, damit nachvollziehbar bleibt, was in welchem Arbeitsschritt verändert wurde. Ob ein Audittrail notwendig ist, muss individuell geprüft werden.
  • Steuerung der zu bearbeitenden Formularfelder: Bei Mehrfachverwendung von Formularinstanzen ist die Steuerung des Arbeitsschritts abhängiger Formularfelder Aufgabe der Parametrierung. Das beinhaltet die Zugriffssteuerung (ReadOnly) der entsprechenden Formular-Eingabefelder, die in vorherigen Arbeitsschritten schon abschliessend bearbeitet wurden.
  • Kundenspezifische Arbeitslisten: Kundenspezifische Lösungen wie spezialisierte Arbeitslisten können individuell mit dem API von CGM CLINICAL P&A realisiert werden.
  • Externe Steuerung des Prozessablaufes: Empfang externer Ereignisse wie z.B. HL7 Nachrichten und Aufrufe der entsprechenden CGM CLINICAL P&A API Funktionen (inkl. optionaler Angabe von Variablenwerte) zur Weiterführung eines Arbeitsschrittes sind zu parametrieren.

Abgrenzung

  • Fachliche Anwendung: CGM CLINICAL P&A ist als Workflow Engine konzipiert und ist für die Darstellung und dem Ablauf von Prozessschritten verantwortlich. Des Weiteren werden Mechanismen zum Datenaustausch zwischen Arbeitsschritten eines Prozesses zur Verfügung gestellt. Die konkrete Realisierung eines Arbeitsschrittes (Formular) ist Parametrierung die eine fachliche Problemlösung darstellt.
  • Interprozesskommunikation: CGM CLINICAL P&A unterstützt weder eine Kommunikation noch einen direkten Datenaustausch zwischen unterschiedlichen Prozessen. Es gibt keine UI Elemente, die derartige Verknüpfungen sichtbar machen könnten.
  • Subprozesse: Die Verwendung von Subprozessen in einem Hauptprozess wird nicht unterstützt. Parallele Arbeitsschritte innerhalb eines Prozesses sind möglich.

Kontakt

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