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Pflegeplanung

CGM CLINICAL Pflegeplanung

CGM CLINICAL unterstützt die Pflegenden, ihre patientenbezogenen Arbeiten im Rahmen des Pflegeprozesses zu dokumentieren. Mit der Applikation CGM CLINICAL Assessment können Anamnese und Assessment (Schritt 1) abgebildet werden, die Applikation CGM CLINICAL Pflegeplanung unterstützt die Schritte 2 bis 5.

CGM CLINICAL Pflegeplanung

Die KIS-Suite unterstützt die Zusammenarbeit der Berufsgruppen, insbesondere der Pflege und der Ärzte. Da alle klinisch tätigen Berufsgruppen mit dem gleichen klinischen Informationssystem CGM CLINICAL arbeiten, können Leserechte an Angehörige anderer Berufsgruppen vergeben und Prozesse mit Beteiligten aus mehreren Berufsgruppen definiert werden. Dadurch können sich alle Benutzer – auch ausserhalb von Rapporten – individuell über die Aktivitäten der anderen Berufsgruppe in den vergangenen Stunden aufdatieren und es kann viel Arbeitszeit für Koordination und Rapport eingespart werden.

Die App Pflegeplanung fördert das methodische Arbeiten mit etablierten Begriffen. Die App wurde entwickelt auf der Basis der im Projekt LEPWAUU von den Spitälern Winterthur, Aarau, Uster und USZ zusammen mit der LEP AG evaluierten und seither von der LEP AG als Katalogsuite „LEP Pflegeprozess“ vertriebenen Klassifikationen NANDA-International für Pflegediagnosen, AIR für Pflegeziele und LEP nursing für Pflegemassnahmen. Es können auch alternative Klassifikationen (NOC, NIC, tacs-Massnahmen, eigene Kataloge) verwendet werden.

Hauptfunktionen

  • Wählbares Prozessmodell: Es ist konfigurierbar, ob überhaupt mit Diagnosen und Zielen gearbeitet wird, ob nur Katalogziele oder nur Freitextziele oder beide erlaubt sind, sowie welche Diagnosen-, Ziel- und Massnahmenkataloge installiert werden.
  • Eingabe im PESR-Format: In der Dokumentation einer Diagnose können erfasst werden:
    P: Problem / Diagnose (aus Katalog) mit Kommentar
    E: Einfluss- / Risikofaktoren/Ursachen (aus diagnosesepzifischer Liste) mit Kommentar
    S: Symtpome / bestimmende Merkmale (aus diagnosespezifischer Liste) mit Kommentar
    R: Ressourcen als Freitext
  • Bedienoberfläche mit zwei Ansichten: Die Bedienoberfläche kennt zwei Darstellungen:
    • Strukturelle Ansicht „Diagnosen – Ziele – Massnahmen“
    • Zeitachsenansicht
  • Persönliche Einstellungen: In der Zeitachsenansicht können eingestellt werden:
    • Gliederung nach alphabetisch, nach Themen, nach Pfaden/Paketen, nach Diagnosen, nach Prioritäten
    • Spreizung der Zeitachse (Tag bis Monat)
    • Filter
    Die Einstellungen werden pro Benutzer auf der Datenbank gespeichert.
  • Auswahldialog: Diagnosen, Zielen und Massnahmen können ausgewählt werden:
    • aus dem Gesamtkatalog
    • aus Vorschlägen aufgrund von Katalogverknüpfungen
    • aus abteilungs- oder stationsspezifischen Favoriten
    • aus Elementen aus anderen (früheren) Fällen des Patienten
    • aus Pflegepfaden oder Massnahmenpaketen
  • Bearbeiten: Dokumentierte Diagnosen, Ziele und Massnahmen und ihre Attribute können weiterbearbeitet, kommentiert, gestoppt, neu zugeordnet, gelöscht werden; Massnahmen können zusätzlich pausiert werden.
  • Audit Trail: Ein wichtiger Aspekt bei der Medikation ist die vollständige Dokumentation der ausgeführten Aktionen im System. Dies wird mit dem Audit Trail sichergestellt. Es kann für jede Verordnung und für jede Abgabe eingesehen werden, wer welche Aktion darauf ausgeführt hat.
  • Zeitschemata: Massnahmen können nach verschiedenen Zeitschemata verordnete werden:
    • ohne Zeitvorgabe
    • einzeln definierte Daten und Zeitpunkte
    • nach täglich wiederkehrendem Schema Morgen – Mittag – Abend – Nacht bzw. Früh-, Spät-/Nachtschicht
    • nach wöchentlich wiederkehrendem Schema Wochentag
  • Rückmelden: Für jeden Durchführungszeitpunkt kann mit Kommentar dokumentiert werden, ob, wie und mit welchen Verbrauchsmaterial die Massnahme durchgeführt wurde.
  • Leistungen generieren: Bei einer positiven Rückmeldung werden Leistungsmeldungen generiert:
    • für die Massnahme (LEP) bzw. aufgrund einer Zuordnung der Massnahme zu einer Variable (tacs)
    • für die verbrauchten Materialien
    Die Leistungsmeldungen können mit der App Leistungserfassung weiterbearbeitet und an Administrations- und Auswertesysteme gesendet werden.
  • Massenaufgaben: Mehrere Massnahmen können als Paket rückgemeldet, pausiert oder gestoppt werden.
  • Pflegepfade, Massnahmenpakete: Eine Liste von Massnahmen inkl. relativem Zeitschema kann als Massnahmenpaket, eine Kombination einer Diagnose mit Zielen und Massnahmen als Pflegepfad hinterlegt und später von den berechtigten Benutzern verwendet werden.
  • Verlauf: Es kann konfiguriert werden, welche Benutzeraktionen der Pflegeplanung einen Eintrag in einem interdisziplinären Verlauf oder Pflegebericht erzeugen.
  • Favoriten: Es können abteilungs- oder stationsspezifische Favoritenlisten aus den Katalogen definiert werden.
  • Parametrierung: Die meisten in der Bedienoberfläche möglichen Aktionen können auch per Parametrierung (Scripting) ausgelöst werden. Damit kann z.B. die automatische Rückmeldung von Pflegetätigkeiten aus anderen Teilen von CGM CLINICAL (z.B. bei der Erfassung von Vitaldaten) realisiert werden.
  • Berichte, Auswertungen: Es können vielfältige Berichtsvorlagen mit Daten der Pflegeplanung erzeugt werden. Diese können auch zum Export an ein Auswertesystem genutzt werden. Insbesondere kann ein Ausfallbericht definiert werden, der die Weiterarbeit „auf Papier“ bei einem Netz- oder Systemausfall unterstützt.
  • Konfiguration: Die Applikation lässt sich abteilungs- oder stationsspezifisch detailliert konfigurieren.
  • Kataloge: Die meisten bisherigen Kunden verwenden die Katalogsuite „LEP Pflegeprozess“ mit dem Pflegeassessment ePA-AC2, Diagnosen nach NANDA-I (inkl. Ursachen, Symptomen, Risikofaktoren), Zielen nach und Massnahmen nach LEP-nursing und Verknüpfungen dazwischen. Es sind aber auch andere kommerzielle (NOC, NIC, tacs-Massnahmen) oder eigene Kataloge möglich (inkl. Mapping von Massnahmen auf andere Leistungsvariablen).

Abgrenzung

Die Verlaufsformulare, die von der App Pflegeplanung beliefert werden können, sind Teil der parametrierten Basisdokumentation, nicht der App Pflegedokumentation. Ebenso müssen Wundmanagement, Austrittsplanung und ähnliche Spezialdokumentationen in der parametrierten Dokumentation abgebildet werden; Vorlagen dazu sind verfügbar. Für die Auswertung der Leistungsdaten (standardisierte LEP- bzw. tacs-Diagramme) wird eine Drittsoftware benötigt.

Voraussetzungen

  • Lizenzierung: Kataloge und deren Lizenzen sind nicht Teil der Lizenz von CGM für die App Pflegeplanung. Der Kunde muss die Katalog-Lizenzen selbst beschaffen.
  • Dienstleistungen: Das Installieren von Katalogen sowie einige Konfigurationen sind zurzeit Consultants von CGM vorbehalten. Ein Werkzeug, mit welchem Kunden selbst Kataloge bearbeiten und installieren können, ist als Option verfügbar.
  • Kenntnisse: Zum Parametrieren der App Pflegeplanung sowie zum Entwerfen von Berichtsvorlagen werden Kenntnisse in CGM CLINICAL-Scripting und in XML, XSLT, XSL-FO vorausgesetzt.

Verfügbarkeit

CGM CLINICAL Pflegeplanung ist im produktiven Einsatz in etwa 15 schweizer Spitälern erprobt. Die Integration der CGM CLINICAL Pflegeplanung in andere CGM CLINICAL Komponenten, wie die Applikationen Timeline, Prozesse & Aufgaben, Medication etc. wird laufend verbessert. Zudem ist eine Applikation zur Erfassung nicht fallbezogener Leistungen (tacs, LEP LoFZ) ist in Entwicklung.

Kontakt

Kontakt

CompuGroup Medical Schweiz AG

T +41 (0) 31 924 21 21

F +41 (0) 31 924 21 25