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eArchiv-Anbindung

CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung

Bei der Behandlung von Patienten spielen Dokumente verschiedenster Art und Herkunft eine grosse Rolle: Zuweisungsschreiben, Kostengutsprachen, Vorbefunde, Laborresultate, Bilder, Verordnungen, OP-Berichte, Formulare, Austrittsberichte, Impfausweise, Gutachten, Korrespondenz. Dokumente entstehen im Klinikinformationssystem, kommen aus internen oder externen Quellen wie z.B. einem automatisierten Scanprozess. Das fachlich übergreifende Ziel ist immer, dass Spitalmitarbeiter (mit entsprechenden Berechtigungen) einfach und schnell auf die aktuellen Dokumente eines Patienten zugreifen können.

Eine wichtige Aufgabe von CGM CLINICAL ist die Aufgabe einer zentralen Datendrehscheibe, die alle relevanten klinischen Daten berechtigten Anwendern schnellstmöglich zur Verfügung stellen muss. Dabei ist zu beachten, dass ein KIS weder für eine Massendatenhaltung binärer Objekte inkl. dessen Revisionssicherheit optimiert ist noch diese optimal verwalten kann. Vielmehr würden diese Massendaten den Betrieb des KIS behindern, da schnell Daten über 100GB vorhanden sind und entsprechend alle Update- und Backup-Szenarien entsprechend auszulegen sind.

Für die effiziente Verwaltung der Dokumente empfiehlt sich der Einsatz eines Dokumentenmanagementsystems (DMS, auch Enterprise Content Management System (ECM) oder eArchiv genannt). Aus diesem Grund gibt es die eArchiv-Anbindung, die verschiedene Archivsysteme über Konnektoren anbinden kann. Die Konnektoren sind optimiert auf die entsprechenden Archivsysteme und sind in der Regel in Zusammenarbeit mit den Archivherstellern optimiert worden.

Die eArchiv-Anbindung stellt innerhalb CGM CLINICAL eine entsprechende Infrastruktur inkl. Services wie z.B. Script Funktionen, Dokumenten Integration in ein Dossier und Dokumenten Anzeige zur Verfügung und abstrahiert diese Komplexität zum Archivsystem über die Konnektoren.

CGM CLINICAL eArchiv

Highlights

  • Archivierung von Dossier Knoten (z.B. RTF Reporte).
  • Anbindung unterschiedlicher Quellsysteme (Archive).
  • Archiv-übergreifende Suche nach Dokumenten.
  • API für das CGM CLINICAL Scripting zur fachlichen Unterstützung von Arbeiten und Arbeitsabläufen in CGM CLINICAL.
  • Anbindung an die EPD Gemeinschaft und Bezug von Dokumenten aus der Gemeinschaft.
  • Freigabe von Dokumenten für die EPD Gemeinschaft.
  • Integrierte Dokumenten-Viewer.

Nutzen

Der Einsatz der CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung kann im Spital zu folgenden Nutzen führen:

  • Aktuelle Dokumente und Befunde in der gesamten Spital-Organisation.
  • Zentrale Sperrung von Dokumenten.
  • Upload von Dokumenten mit gleichzeitiger Anreicherung von Metadaten.
    Beispiele:
    • Upload von gescannten Dokumenten am Arbeitsplatz der Sekretärin.
    • Upload oder Anfügen von Dokumenten in Prozessabläufe. Ein Arzt verwendet den Konsilium-Prozess und überträgt begleitende Dokumente zum Konsiliararzt oder ein Konsiliararzt ergänzt seinen Befund mit Dokumenten/Bildern.
  • Archiv-übergreifende Dokumenten-Recherche mittels Metadaten.
  • Mitführung von Dokumenten und Bildern in einem Arbeitsablauf, so dass alle beteiligten Personen einen Einblick haben (z.B. Visum-Prozess).
  • Archivierung von Formularen aus dem Dossier (z.B. RTF Reporte).
  • Referenzierung und Anzeige von Dokumenten und Bildern aus dem Dossier.
  • Kundenspezifische Suchdialoge für Dokumente und dessen Anzeige (Trefferlisten mit Thumbnails/Vorschaubildern).
  • Automatischer Import externer Dokumente über Schnittstellen (z.B. über Heinzel-Job).
  • Zugriff auf fallübergreifende Dokumente im Befundmanagement.

Hauptfunktionen

API für das CGM CLINICAL Scripting

Die Applikation CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung stellt ein Set von Service-Funktionen bereit, damit aus dem Scripting angebundene Archivsysteme zu bedienen sind. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Basis Service zum Speichern, Auffinden, Lesen und Anzeigen von Dokumenten und dessen Attribute. Durch das API lassen sich u.a. Suchdialoge mit Trefferlisten für Dokumente parametrieren.

Dokumentenformate und Dokumentenanzeige

Die CGM CLINICAL App eArchiv-Anbindung unterstützt weit verbreitete Dokumentenformate (PDF, PNG, JPEG, TXT) und dessen Anzeige im Editorbereich von CGM CLINICAL. Weitere spezielle Dokumentenformat wie RTF und die Mime-Types der EPD Spezifikation SR 816.11.n / Anhang 3 (z.B. TIFF und MPEG) können in das Archiv übertragen werden.

Die Anzeige der speziellen Dokumentenformate erfolgt über in Windows konfigurierte Standard-Viewer (Verknüpfung der Datei-Endungen), diese externen Viewer gehören nicht zum Lieferumfang (Beispiel: die Dateiendung RTF ist oftmals mit Word verknüpft) von CGM CLINICAL. Falls kein passender Viewer zur Dokumentenanzeige auf der Workstation verfügbar ist, erfolgt die Anzeige eines SaveAs Dialoges zum Speichern des Dokumentes.

Semantische Werte-Konvertierungen

Bei der gleichzeitigen Anbindung unterschiedlicher Archivsysteme ist häufig der Fall, dass ähnliche Attribute in unterschiedlichen Archivsystemen verschiedene Wertelisten verwenden. In einem Archivsystem A gibt es zur Klassifizierung das Attribut Dokumenttyp mit den Werten "Radiologiebefund" und "Laborbefund". Ein weiteres Archivsystem B verwendet das Attribut ContentKind und kennt die Werte "RadFinding" und "LabFinding". Durch die semantische Werte-Konvertierung kann das Scripting neutral gestaltet werden. Im Scripting ist nur ein Attributname für Schreib- und Lesezugriffe vorhanden und es können "Platzhalter" für die Attributwerte verwendet werden. DieSoftware konvertiert bidirektional die Attributwerte des Scriptings in die verwendeten Attributwerte der angebundenen Archivsysteme.

Integration von Dokumenten in das Dossier

Dokumente, die im Archivsystem gespeichert sind, können in ein Patienten-Dossier per Referenz eingebunden werden. Die Einbindung erfolgt auf Basis von Attributwerten und kann mehrfach in einem Dossier oder in mehreren Dossiers erfolgen. Es sind auch fallübergreifende Dokumenten-Einbindungen möglich.

Ein Klick auf das eingebundene Dokument führt zum Laden des Dokumentes aus dem Archiv und zur dessen Anzeige im Editorbereich oder zur Anzeige in einem externen Viewer mit dem Fallback (falls die Workstation das Format nicht anzeigen kann) der lokalen Dateispeicherung. Dokumente, die über den EPD Adapter (Affinity Domain Dokumente) bezogen werden, können nicht in das Dossier eingebunden werden.

Archivierung von Dossier Knoten

Für beliebige Dossierknoten kann eine Archivierungsfunktion aufgerufen werden. Entsprechend wird ein Script-Hook ausgeführt, dem der Kontext des Dossierknotens übergeben wird. Im Script-Hook können Attribute für das Dokument angereichert werden oder Formatwandlungen parametriert werden. Der Einsatz ist z.B. für die Archivierung von RTF-Berichten geeignet.

Support Befundmanagement (kein Lieferobjekt der App eArchiv-Anbindung)

Dokumente aus den Archivsystemen können im Befundmanagement registriert werden. Die Anzeige erfolgt bei vorhandenem Viewer intern oder extern. Dokumente des EPD Adapters müssen zuvor in ein lokales Archiv (z.B. ZDA) übertragen werden.

Adapter ZDA und das ZDA (Zentrale Datenablage)

Die zentrale Datenablage und dessen Adapter ermöglicht die Speicherung von Dokumenten inkl. dessen Attribute. Die Speicherung der Daten erfolgt in der Standardkonfiguration im DB Schema von CGM CLINICAL. Eine Auslagerung der DB Tabellen ist jederzeit möglich, so dass die DB Tabellen die Wartung und das Backup von CGM CLINICAL nicht beeinflussen.

Besonderheiten des ZDA-Adapter:

  • Exklusive Bewirtschaftung des ZDA aus CGM CLINICAL.
  • Umfangreiches API zum Archiv.
  • Standard-Set von Attributen. Zusätzliche kundenspezifische Attribute können während der Einrichtung des Archives durch Konfiguration angelegt werden.
  • Interne Versionierung von Dokumenten. Der Zugriff erfolgt immer auf die aktuellste Version eines Dokumentes.

Adapter ARTS

Die Anbindung der ARTS Archivsystems der Firma Uptime AG erfolgt über den CGM CLINICAL Adapter "ARTS". Dieser stellt eine hoch performante Infrastruktur bereit, die erweiterte Funktionalitäten anbietet.

Besonderheiten des ARTS-Adapter:

  • Notifizierung von CGM CLINICAL, wenn neue Dokumente in das ARTS Archiv über Drittsysteme (z.B. externe Scan-Strasse) importiert werden.
  • Zugriff auf Codelisten.
  • Formatumwandlungen im Archiv (z.B. RTF => PDF).
  • Suchen können Thumbnails der Dokumente zum Aufbau von Trefferlisten liefern.
  • Paging beim Zugriff auf Trefferlisten.
  • Standardisierung: Zertifizierte Integration Uptime ARTS

Adapter EPD

Der Zugriff auf Dokumente der EPD-Gemeinschaft erfolgt über das API des Archivsystems.

Besonderheiten des EPD-Adapter:

  • Die Suche und der Zugriff auf Dokumente erfolgt über die gleichen API Funktionen. Die Komplexität der EPD Gemeinschaft bleibt für den Parametrierer verborgen.
  • Dokumente können aus dem EPD mit einfachen Mitteln in das ZDA, zur lokalen persistenten Nutzung, übertragen werden.
  • Upload von Dokumenten in die Gemeinschaft.

Merkmale

Aktualität der Dokumente

Dokumente, die über die CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung bereitgestellt werden, sind sofort (abhängig von der Konfiguration und den Berechtigungen) in der Organisation verfügbar. Alle Mitarbeiter greifen auf die aktuelle Dokumentenversion zu und bei Bedarf kann ein vorhandenes Dokument logisch gelöscht werden, so dass dieses den Mitarbeitern nicht mehr zur Verfügung steht.

Zentraler Dokumentenzugriff aus unterschiedlichen Quellen

Die Applikation ermöglicht den Zugriff auf Dokumente aus unterschiedlichen Quellarchiven.

Flexibilität durch API Zugang

Durch die konsequente Bereitstellung des allgemeinen API für die eingebundenen Archive können innerhalb von CGM CLINICAL sehr viele Funktionalitäten parametriert werden. Dazu zählen die folgenden Beispiele:

  • Dokumenten-Upload im Sekretariat (lokaler Scanner).
  • Verwendung von Archiven innerhalb von Prozessen. Beispielsweise das Anhängen von Dokumenten in einem Konsilium.
  • Erstellung eigener Dokumenten-Suchdialoge und Trefferlisten.
  • Archivierung generierter Dokumente (Berichte, Reporte).
  • Ablage von Fotos aus der Wunddokumentation.

Verwendung in Heinzel Job's

Durch die bereitgestellten API Funktionen können Heinzel Jobs Dokumente mit Metadaten (Attributwerte) anreichern und in das Archivsystem übertragen. Ein Praxisbeispiel ist die Archivierung von Befunden, die über einen Schnittstellenserver (HL7) empfangen wurden.

EPD Zugang

CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung ist mit dem Adapter EPD der zukünftige Kommunikationskanal zur EPD-Gemeinschaft aus dem KIS. Mittels dessen Funktionalität können relevante Dokumente ermittelt und eingesehen werden, ebenso ist der Upload relevanter Dokumente möglich. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, EPD-Dokumente einfach in lokal angebundene Archive zu übertragen, so dass diese ständig im Spital vorliegen.

Anpassungen

Bei der Erweiterung der Attribute für das ZDA ist darauf zu achten, dass theoretisch beliebig viele neue Attribute anlegbar sind. Allerdings kann nur eine begrenzte Anzahl von Attributen indiziert werden (= performante Suche). Diese Festlegung ist beschrieben unter: Anlage kundenspezifischer Attribute im ZDA.

Abgrenzung und Ausblick

  • Entwicklung einer Applikation zur Suche und Anzeige von Trefferlisten innerhalb von CGM CLINICAL.
  • EPD-Unterstützung zum Up- und Download von Dokumenten.
  • Allgemeiner XDS-Adapter zur Anbindung von weiteren Archivsystemen wie z.B. d.3, synedra AIM und JiveX.
  • Weitere interne Integration von Archiven in CGM CLINICAL (z.B. Wunddokumentation, Gegenüberstellung von Dokumenten, Leuchttisch, Auslagerung alter Fälle etc.).
  • Native Adapter Entwicklungen erfolgen nur im Auftrag von Kunden.

Voraussetzungen

Software und Technik

Die Installation der Applikation eArchiv-Anbindung setzt CGM CLINICAL R7 voraus. Spezielle Hardware oder Server Erweiterungen gegenüber dem vorhandenen CGM CLINICAL R7 sind nur dann erforderlich, falls die zu implementierenden Fachanwendungen (Parametrierungen der Formulare in den Arbeitsschritten) dieses erfordern. Die Archive selbst sind nicht Liefergegenstände der Applikation eArchiv-Anbindung und erfordern eigene Softwarelizenzen und Server. Dessen Konfiguration ist bei den Herstellern der Archive zu erfragen. Ausnahmen stellen die zentrale Datenablage (ZDA) und die CGM IHE Komponente "i.Pack" dar, je nach Kundenkonfiguration können hierfür Server notwendig sein.

Lizensierung

Die Lizensierung erfolgt über eine Basislizenz für CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung und die weiteren benötigten Adapter Lizenzen.

Benötigte Komponenten:

  • CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung
    ARTS: x
    ZDA: x
  • Adapter ARTS
    ARTS: x
    ZDA: -
  • Adapter ZDA (inkludiert ZDA Lizenz)
    ARTS: -
    ZDA: x

Dienstleistungen

Die Applikation wird ohne Erweiterungen wie z.B. kundenspezifische Attribute, Scripte zur Archivierung von Dossierknoten oder Suchdialoge ausgeliefert. Die Erweiterungen sind von Solution Developern (Konfiguration, Parametrierung) oder vom Kunden (Parametrierung) selbst durchzuführen.

Kenntnisse

Das Bedienen und Anwenden von CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung ist abhängig von der fachlichen Umsetzung und kann von geschulten Anwendern durchgeführt werden. Für die Verwendung des API ist Parametrier Know-how notwendig. Als Unterstützung bietet CGM ein vollständige API-Dokumentation sowie ein Formular als Beispiel für die Arbeit mit den API Funktionen.

Sicherheit

CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung ist nicht als Medizinprodukt ausgestaltet.

Verfügbarkeit

CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung ist in der hier beschriebenen Ausprägung ab Release 7.14.0 verfügbar. Auf Wunsch geben wir eine Liste von Referenzkunden ab.

Sprache

CGM CLINICAL eArchiv-Anbindung ist für den Deutsch-Schweizerischen Markt entwickelt. Alle verwendeten Zeichenketten (Strings, Labels) im User Interface von CGM CLINICAL sind in Französisch übersetzbar. Es ist zu beachten, dass Dokumente und dessen Attribute inkl. Werte nicht zweisprachig vorhanden sind.

Beispiel: Falls es Dokumente in mehreren Sprachversionen geben soll, dann sind diese im Archiv als zwei unabhängige Dokumente gespeichert. Zusätzliche kundenspezifische Attribute könnten die Sprache und die Zusammengehörigkeit ausprägen.

Kontakt

Kontakt

CompuGroup Medical Schweiz AG

T +41 (0) 31 924 21 21

F +41 (0) 31 924 21 25